Warum machen wir das Projekt?

Seit 2011 fördern die Robert Bosch Stiftung und der Black Sea Trust für regionale Kooperation des German Marshall Fund (BST) im Rahmen einer gemeinsamen Initiative vertrauensbildende Maßnahmen von nichtstaatlichen Akteuren im Südkaukasus und seinen Nachbarregionen. Die Partnerorganisationen sind überzeugt, dass die Zivilgesellschaft einen wertvollen Beitrag zum Prozess der Vertrauensbildung und für das gegenseitige Verständnis leisten kann. Hierzu bedarf es einer Einbeziehung der Bevölkerung in jenen Territorien, die Schauplatz (bewaffneter) Konflikte sind oder waren.

 

Was wollen wir erreichen?

Der Black Sea Trust for Regional Cooperation (BST) fördert die regionale Kooperation in der Kaukasusregion und der Ukraine. Ziel ist eine nachhaltige Vertrauensbildung zwischen den Bevölkerungen auf allen Ebenen der Gesellschaft sowie eine Stärkung der Zivilgesellschaft. Die Initiative soll Antragsteller ermutigen, neue Wege, Methoden und Ansätze zur Vertrauensbildung zu erkunden.

 

Wie funktioniert das Projekt?

Besonderes Augenmerk liegt auf multilateralen Initiativen und solchen, die Russland und die Türkei als Nachbarländer einbeziehen. Projekte sollen modellhaft sein und neue, innovative Ansätze der Vertrauensbildung einsetzen.
Eine Förderung ist bis zu 20.000 USD (etwa 15.000 Euro) möglich; multilaterale Projekte können in besonderen Fällen über diesem Betrag liegen. Die Ausschreibung erfolgt zweimal im Jahr. Zurzeit wird eine Vielzahl von Projekten durchgeführt.

Besonders erwünscht sind Projekte in den folgenden Bereichen:

  • Grenzüberschreitende Initiativen für junge Menschen;
  • Ansätze zur bürgerschaftlichen Bildung / Citizenship Education;
  • Ansätze für Frieden und Aussöhnung, die Erfahrungen aus der Geschichte nutzen, um sie der jüngeren Generation zu vermitteln;
  • die Rolle der Medien zur Überwindung von Vorurteilen und Stereotypen.
     

Die Projekte sollen durch nicht-staatliche Organisationen initiiert werden und können verschiedene Bevölkerungsgruppen in ihre Aktivitäten einbinden. Antragsteller müssen in einem der folgenden Länder gesetzlich registriert sein: Armenien, Aserbaidschan, Bulgarien, Georgien, Moldau, Rumänien, Russland, Türkei, Ukraine. Die Einbindung von zusätzlichen Partnern (besonders aus der EU) ist möglich und wird begrüßt.
Projekte mit Bezug zur türkisch-armenischen Annäherung werden auch von der Stiftung Calouste Gulbenkian gefördert.