Warum machen wir das Projekt?

Die Ukraine-Krise wurde zum „Realitätscheck“ in den Beziehungen zwischen Russland, der EU und den USA: Die gegenwärtigen Spannungen verdeutlichen, dass dieser Konflikt lediglich der Auslöser für einen umfassenderen Konflikt zwischen Russland und dem „Westen“ war und dass die Akteure grundverschiedene Auffassungen über die europäische und internationale Sicherheitsordnung haben. Dabei fehlt es in Deutschland, in der EU sowie in den USA weiterhin an konzeptionellen Antworten, um den Herausforderungen in der Beziehung zu Russland konstruktiv entgegenzuwirken. Aufgrund der bestehenden Ungewissheit der transatlantischen Beziehungen und der angespannten Beziehungen zu Russland ist es wichtig, den Dialog und die nachhaltige Vernetzung unter amerikanischen, europäischen und russischen Führungskräften aus Politik, Verwaltung, Think Tanks und Wissenschaft zu ermöglichen bzw. zu stärken.

Was wollen wir erreichen?

Das Projekt zielt darauf ab, die transatlantische Kooperation zu stärken und den „Ost-West“-Diskurs sowie die Kommunikationskanäle nach Russland offen zu halten. Im Rahmen von Szenarien-Workshops werden die dynamischen Entwicklungen in Europa, den USA und Russland analysiert, um auf Grundlage der aktuellen Trends mögliche zukünftige Entwicklungen in den „Ost-West-Beziehungen“ vorherzusagen. Durch die gemeinsame Entwicklung der Szenarien soll bei den Teilnehmern ein besseres Verständnis für die Entwicklungen in den beteiligten Ländern und den damit verbundenen Herausforderungen, Gefahren und Möglichkeiten für die „Ost-West-Beziehungen“ geschaffen werden. Darüber hinaus werden die Ergebnisse in hochrangigen politischen Kreisen vorgestellt und diskutiert sowie durch unterschiedliche Online-Formate ein breiteres Publikum auf Englisch und Russisch in die Debatte einbezogen. Dadurch soll ein ehrlicher und offener Dialog auf und zwischen unterschiedlichen Ebenen (Wissenschaft, Verwaltung/Politik und Öffentlichkeit) entstehen und zur Lösungsorientierung in den Beziehungen zwischen der EU sowie weiteren europäischen Ländern, Russland und den USA beigetragen werden.

Wie funktioniert das Projekt?

Die erste Phase des Projekts brachte amerikanische und europäische Führungskräfte aus Politik, Verwaltung, Think Tanks und Wissenschaft für Workshops in Berlin und Washington, DC zusammen, um Empfehlungen für eine Neuausrichtung der transatlantischen Ostpolitik zu erarbeiten. Die Erkenntnisse und Empfehlungen der Strategy Group wurden in der Publikation „The Eastern Question: Recommendations for Western Policy“ veröffentlicht und in den USA und Europa auf mehreren Veranstaltungen vorgestellt und diskutiert. Auf Basis dieser Empfehlungen wurden in der zweiten Projektphase zusätzlich osteuropäische und russische Experten und Perspektiven einbezogen. Auf diese Weise sollten ein größeres Verständnis für den nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion einsetzenden gesellschaftlichen und politischen Wandel in Osteuropa herbeigeführt und mögliche Ansätze für eine potenzielle Kooperation ausgelotet werden. Die dritte Phase unterstützt eine tiefgründige Analyse der Beziehungen, ehrlichen Dialog und lösungsorientierte Zusammenarbeit zwischen der EU sowie weiteren europäischen Ländern, Russland und den USA.