Was wollen wir erreichen?

Im Juni 2017 fand das Global Forum on Migration and Development (GFMD) unter dem Vorsitz Deutschlands und Marokkos in Berlin unter dem Thema "Towards a Global Social Contract on Migration and Development" statt. Die Robert Bosch Stiftung und VENRO (Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe) haben dies zum Anlass genommen, sich aktiv in die Diskussion um Migration und Entwicklung einzubringen und den Forderungen der deutschen Zivilgesellschaft Gehör zu verschaffen – sowohl gegenüber der deutschen Regierung als auch international. Ziel war es, gemeinsame Anliegen im Bereich Migration und Entwicklung sichtbar zu machen und die Rolle der deutschen Zivilgesellschaft im GFMD-Prozess zu stärken. Seit Januar 2017 wurden verschiedene Maßnahmen umgesetzt, die der zivilgesellschaftlichen Vernetzung, dem gemeinsamen Agendasetting und der Öffentlichkeitsarbeit dienten.

Wie funktioniert das Projekt?

In einem gemeinsam erarbeiteten Papier fordern mehr als 20 zivilgesellschaftliche Organisationen und Netzwerke von der Bundesregierung, dass diese ein klares Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzt und deutlich mehr reguläre Migrationswege schafft.

Über das Global Forum

Das Global Forum on Migration and Development wurde 2006 auf Initiative des damaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan ins Leben gerufen. Es ist neben dem selteneren UN High Level Dialogue on Migration das einzige Forum, bei dem nahezu die gesamte Staatengemeinschaft zu Migration und Entwicklung diskutiert. Die internationale Zivilgesellschaft hat den GFMD-Prozess über die Jahre intensiv begleitet. Um das Staatentreffen herum sind feste Strukturen entstanden. Ein zentrales Forum für den zivilgesellschaftlichen Austausch sind die Civil Society Days, die sich als eigenständiger Bestandteil der Konferenz etabliert haben. Auch ein direkter Dialog zwischen Zivilgesellschaft und Regierungsvertretern findet im Rahmen des GFMD statt.