Warum machen wir das Projekt?

In Baden-Württemberg leben rund 600.000 Muslime. Viele von ihnen sind hier geboren und aufgewachsen. Sie prägen unsere Gesellschaft und unser Zusammenleben. Islamische Vereinigungen treten zunehmend als zivilgesellschaftliche Akteure auf, die mit ihren vielfältigen Angeboten wertvolle Beiträge für das Miteinander in der Kommune leisten. Dennoch gibt es häufig Unsicherheiten und offene Fragen im gegenseitigen Umgang zwischen Kommunen und islamischen Organisationen: Wie kann man ein islamisches Gräberfeld einrichten? Was ist beim Moscheebau zu beachten? Wie können kommunale und muslimische Akteure die Zusammenarbeit in der Flüchtlingshilfe besser gestalten?
 

Wie funktioniert das Projekt?

Mit Fragen wie diesen können sich Kommunen und islamische Gemeinden aus Baden-Württemberg an das Projekt "Muslime als Partner in Baden-Württemberg – Information, Beratung, Dialog" (kurz „Islamberatung“) wenden. Das Angebot ist angesiedelt bei der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Mit Dr. Hussein Hamdan führt ein ausgewiesener und unabhängiger Experte die "Islamberatung" seit 2015 durch. Die Beratungen werden auf den Einzelfall und auf situationsspezifische Fragestellungen zugeschnitten.
 

Was wollen wir erreichen?

Ziel ist es, die islambezogene Kompetenz in Kommunen in Baden-Württemberg zu stärken und islamische Akteure bei der Einbindung in kommunale Kommunikations- und Entscheidungsprozesse zu unterstützen. Bis zum Ende des Jahres 2017 wurden bereits knapp 100 Beratungen durchgeführt. Ab 2018 wird der „Islamberater“ Dr. Hamdan durch ein Beraterteam unterstützt.