Warum machen wir das Projekt?

Die grundsätzliche Annahme der Migration Strategy Group Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung (MSG) ist, dass sowohl humanitäre Krisen und damit zusammenhängende Fluchtbewegungen außerhalb und innerhalb Europas als auch andere Migrationsbewegungen weiter fortbestehen werden. Politikansätze sind gefordert, die langfristige Planungs-und Lösungsansätze beinhalten und sowohl humanitären Schutz gewährleisten können, wo er benötigt wird, aber auch Fragen der Sicherheit, der Fachkräftesicherung im Zuge der demografischen Entwicklung in Deutschland und Europa und die Lebensbedingungen und Krisen in Herkunftsländern berücksichtigt. Für Deutschland wird es eine große Aufgabe sein, diese unterschiedlichen Herausforderungen zusammen zu denken.
 

Was wollen wir erreichen?

Bislang fehlen konkrete Ansätze und Strategien, die die Kohärenz der Politikfelder in Bezug auf Migration praktisch umsetzbar machen und es gibt mehr Fragen als Antworten. Welche Werkzeuge haben die unterschiedlichen Politikfelder für eine koordinierte Migrationspolitik, sowohl auf nationaler als auch auf EU Ebene?

Die Migration Strategy Group Internationale Kooperation und Zusammenarbeit hat sich in einer ersten Runde von 2016 bis 2017 relevanten Fragen von Politikkohärenz in der deutschen Migrationsaußenpolitik gestellt und mögliche Lösungsansätze diskutiert und erarbeitet.

Diese sind sowohl relevant für die Erreichung der Sustainable Development Goals, für die Erarbeitung des Global Compact on Migration als auch für die deutsche Ko-Präsidentschaft des Global Forum on Migration and Development, das im Juni 2017 in Berlin stattgefunden hat.
 

Wie funktioniert das Projekt?

Im Format folgt sie der ersten Migration Strategy Group Globaler Wettbewerb, die der GMF und die Robert Bosch Stiftung von 2013-2015 koordinierten und die sich mit dem Zusammenspiel von Arbeitsmarktmigration und Entwicklungszusammenarbeit beschäftigte.

In der MSG kommen zentrale Akteure der Politik und Entscheidungsträger aus dem privaten wie öffentlichen Sektor zusammen, um im offenen Austausch ein gemeinsames Verständnis gelingender Migrationspolitik zu entwickeln und gemeinsam "lessons learned" aus konkreten Praxisbeispielen zu reflektieren.

Für alle Sitzungen gilt die Chatham House Regel, das heißt Wissen und Inhalte aus den Sitzungen können an Dritte weitergegeben werden, jedoch ohne Offenlegung der Quelle von Informationen.