Warum machen wir das Projekt?

Mit Kunst und Kultur die Welt entdecken. Das Programm Kunst und Spiele fördert Kultureinrichtungen, in denen schon die Allerkleinsten kreativ Kunst erleben können. Musik und Theater, Farben und Formen eröffnen Kindern einen neuen Blick in die Welt. Dass eine frühe Begegnung mit Kunst und Kultur die kognitive, emotionale, sprachliche und soziale Entwicklung fördert und Kinder in ihrer Persönlichkeitsentfaltung stärkt, darin sind sich  Experten heute einig. Und dies macht sich auch in der Praxis bemerkbar: Kindergärten, Grundschulen und andere Bildungsträger entwickeln vielfältige künstlerische Programme für die Allerkleinsten. In Kultureinrichtungen selbst ist die Anwesenheit kleiner Kinder dagegen noch nicht selbstverständlich, hier setzt das Programm Kunst und Spiele an.

Was wollen wir erreichen?

Kunst und Spiele nimmt das kulturpolitisch vielfach formulierte Ziel „Kulturelle Bildung von Anfang an“ ernst. Das Programm möchte schon kleinen Kindern unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem sozialen Status die Begegnung mit Kunst und Kultur ermöglichen – an Orten, an denen professionelle Kunst zu Hause ist. Dafür sollen strukturelle Prozesse angestoßen, Kooperationen zwischen Kultur- und Bildungsakteuren gestärkt sowie Pädagogen und Kinder bereits in die Konzeption einbezogen werden. Wie sehen kindgerechte Vermittlungsformen aus? Wie werden Neugier und Forscherdrang geweckt? Wie können in Museen, Theatern und Konzerthäusern spannende Erlebnisräume für ein Mitmachen und aktives künstlerisches Erleben geschaffen werden und wie erreicht man Kinder auch außerhalb kulturaffiner Elternhäuser? Die Antworten auf diese und andere zentrale Fragen sollen kreativ und nachhaltig in den teilnehmenden Kultureinrichtungen verankert werden.

Wie funktioniert das Projekt?

Akteure aus den Bereichen Darstellende und Bildende Kunst, Musik, Medien und Film werden im Programm Kunst und Spiele dabei unterstützt, die Kulturvermittlung für Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren an ihren Häusern zu stärken. In Partnerschaften mit Kindertageseinrichtungen und Grundschulen entwickeln die geförderten Kultureinrichtungen Formate, die die Allerkleinsten phantasievoll an Kunst heranführen und ihnen einen altersgerechten Zugang zu den Kulturräumen ermöglichen.

An eine erste zweijährige Förderphase, in der Vermittlungsformate in einem intimen Rahmen konzipiert und erprobt werden, schließt eine Transferförderung an, die die Verstetigung und nachhaltige Verankerung in der Kultureinrichtung fördert und in die Breite tragen soll. In einer optionalen dritten Phase ermöglicht eine Tandemförderung neu aufgenommenen Kulturinstitutionen von der bisher gemachten Erfahrung im Netzwerk zu profitieren und selbst Ideen und Expertise einzubringen.

Die Programmteilnehmer bzw. Tandempartner werden während ihrer Projektteilnahme von der Robert Bosch Stiftung finanziell gefördert. Zudem begegnen sich die Teilnehmer über künstlerische Grenzen hinweg in einem intensiven Austausch und lernen voneinander. Thematische Weiterbildungen, individuelle Beratungen und Austauschtreffen bieten hierfür den Rahmen. Zum stetig wachsenden Netzwerk gehören auch Experten aus der Wissenschaft, die die kontinuierliche Entwicklung des Programms begleiten.

Wo findet das Projekt statt?

Kunst und Spiele war bzw. ist ein Programm an 23 deutschen Kultureinrichtungen. In der Förderung 2017-2019 befinden sich 18 Kulturinstitutionen diverser Sparten in unterschiedlichen Programmphasen. 

Wer steckt dahinter?

Kunst und Spiele wurde 2013 von der Robert Bosch Stiftung initiiert und wird seit 2016 gemeinsam mit der Stiftung Brandenburger Tor durchgeführt.