Warum machen wir das Projekt?

In nationalen wie internationalen Kontexten erleben wir zunehmend, wie Hass gesät wird, um Machtansprüche zu begründen. Wie friedliches Zusammenleben durch inszenierte Konflikte gefährdet und (Bürger-)Kriege heraufbeschworen werden. Krieg ist fluide geworden und auch im Frieden präsent.

Was wollen wir erreichen?

Das Internationale Dramatikerlabor bietet renommierten Theaterautoren einen sprachen- und länderübergreifenden Schreib-, Reflexions- und Entwicklungsraum zu aktuellen gesellschaftlichen Themen.

Wie funktioniert das Projekt?

Von Frühjahr 2017 bis Sommer 2018 widmen sich Ebru Nihan Celkan (Istanbul), Sivan Ben Yishai (Tel Aviv), Anastasya Kosodyi (Saporischschja) und Mehdi Moradpour (Berlin) dem Themenkomplex "Krieg im Frieden". Ausgehend von einem Schreiblabor am Literarischen Colloquium Berlin und Austauschforen mit zivilgesellschaftlichen Akteuren in der Türkei, Israel und der Ukraine werden sie den Fragen nachgehen: Für wen bedeutet der Frieden in ihren Ländern Krieg? Über welchen Krieg wird nicht gesprochen? Und was ist die Rolle der Kunst in Zeiten des Umbruchs?

Die Zusammenarbeit der Theaterautoren wird von Maxi Obexer und Sasha Marianna Salzmann moderiert, den Gründerinnen des Neuen Instituts für Dramatisches Schreiben. Die entstehenden Texte sollen in Form von szenischen Lesungen im Rahmen des Future of Europe Festivals 2018 am Schauspiel Stuttgart und während der Spielzeiteröffnung 2018/19 im Studio Я des Maxim Gorki Theaters präsentiert werden.

Wer steht dahinter?

"Krieg im Frieden" ist ein Kooperationsprojekt des Literarischen Colloquiums Berlin, des Maxim Gorki Theaters, des Neuen Instituts für Dramatisches Schreiben und der Robert Bosch Stiftung, unterstützt durch das Schauspiel Stuttgart.