Warum machen wir das Projekt?

Friedensverhandlungen scheitern oft, da Konfliktparteien – auch aufgrund eines zunehmenden Kanons völkerrechtlicher Regelungen, der breite Amnestien erschwert – im Nachgang von Verhandlungen mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen müssen. Hierdurch verringert sich deren Anreiz, während des Mediationsprozesses Kompromisse einzugehen und die gewaltsame Konfliktaustragung einzustellen.

Was wollen wir erreichen?

Die Law and Peace Practice Group widmet sich als erstes internationales Netzwerk von Beratern diesem Spannungsfeld zwischen Friedensschluss und Ansprüchen an Gerechtigkeit im Umgang mit Tätern. Kontextspezifische, kurzfristige und kreative Ansätze sollen Optionen zur beidseitig akzeptierten Konfliktbeilegung aufzeigen. Neben der Gestaltung von und vertraulichen Beratung in und nach Friedensverhandlungen führt die Law and Peace Practice Group angewandte Forschung durch und veröffentlicht Handlungsempfehlungen ("Policy Briefs").

Wie funktioniert das Projekt?

Die Robert Bosch Stiftung fördert seit 2015 die Einrichtung dieser Practice Group beim Institute for In-tegrated Transitions in Barcelona. Die renommierten Mediatoren und Experten für Transitional Justice in der Law and Peace Practice Group stellen ihre Erfahrungen, Netzwerke und institutionelle Unterstützung für Konfliktparteien und Mediatoren in verschiedenen Kontexten zur Verfügung.