Förderung von Grenzgänger-Recherchen

Mit dem Programm Grenzgänger fördern wir internationale Recherchereisen von Autoren, Filmemachern und Fotografen (m_w) aus dem deutschsprachigen Raum, aus China (inkl. Taiwan, Macao, Hongkong), Indien, Indonesien, Japan und Vietnam. Abhängig vom Reiseland kann eine Rechercheförderung von 2.000 bis zu 14.000 Euro beantragt werden. Bewerbungen können jeweils zwischen dem 1. März und 30. April sowie zwischen dem 1. September und 31. Oktober über das Bewerberportal der Robert Bosch Stiftung eingereicht werden. Eine unabhängige Jury wählt aus den eingehenden Bewerbungen Projekte zur Förderung aus. Die Entscheidung wird voraussichtlich jeweils Mitte Juli bzw. Ende Januar bekannt gegeben.

Gibt es eine Altersgrenze für Bewerber?
Es gibt keine Altersgrenze für Bewerber.

Sollte ich als Autor/Filmemacher oder Fotograf bereits etabliert sein?
Es ist nicht erforderlich, dass Bewerber bereits öffentliche Anerkennung gefunden haben. Das Programm ist gleichermaßen offen für junge Talente sowie etablierte Autoren, Filmemacher und Fotografen.

Muss ich deutscher Staatsbürger sein?
Die Nationalität spielt keine Rolle. Allerdings gilt die Förderung nur für deutschsprachige Veröffentlichungen.

Können sich mehrere Personen zusammen mit einem Projekt bewerben?
Das ist grundsätzlich möglich. Allerdings muss ein Projektleiter benannt werden, der gegenüber der Robert Bosch Stiftung Ansprechpartner und Verantwortlicher ist. In diesem Fall sollte nur ein Bewerbungsformular ausgefüllt werden. Lebensläufe und Angaben zu den anderen beteiligten Personen sollten beigefügt werden. Der Zuschuss zur Werkerstellung kann nur für eine Person beantragt werden.

Wie oft kann man sich bewerben?
Nach einer Ablehnung kann man jederzeit wieder einen neuen Versuch wagen.

Sind mehrfache Bewerbungen möglich?
Bewerber, die bereits eine Grenzgänger-Förderung erhalten haben, können sich gern nochmals bewerben, wenn die Recherchen für das erste Projekt abgeschlossen sind, d. h. der Recherchebericht und die Bestätigung über die verwendeten Mittel abgegeben wurden; Erstbewerbungen werden allerdings bevorzugt.

Gefördert werden Recherchen für Publikationen in den Sparten literarische und essayistische Prosa, Fototextbände, Kinder- und Jugendliteratur, Drehbücher für Dokumentar- und Spielfilm, Hörfunkbeiträge sowie Multimedia-Produktionen. Nicht gefördert werden fachwissenschaftliche Veröffentlichungen, Zeitungsartikel, Theaterprojekte, Reiseführer, Sammelbände, Übersetzungsprojekte, Verlags- und Produktionskosten, allgemeine Arbeitsmittel, Bürokosten und Infrastrukturmaßnahmen.

Kann ich durch eine Grenzgänger-Förderung mein Projekt komplett finanzieren?
Die Grenzgänger-Rechercheförderung ist als Zuschuss angelegt. Es können Rechercheförderungen bis maximal 14.000 € beantragt werden. Zu den Details des Förderzuschusses siehe FAQ Finanzierungsplan.

Gibt es für die Durchführung der Recherche oder für die Publikation einen festen Zeitrahmen?
Die Dauer der Recherche und der angestrebte Publikationstermin werden vom Bewerber im Bewerbungsformular selbst festgelegt. Bezuschusst werden allerdings nicht mehr als 31 Recherche-Reisetage.

Welche Art der Veröffentlichung ist Voraussetzung für eine Bewerbung?
Die Förderung ist an ein Publikationsvorhaben gebunden, das in Form eines Buchs, Films, Hörfunkbeitrags oder einer Multimedia-Produktion veröffentlicht und verbreitet wird.

Gilt auch eine Interessenserklärung von „Books on Demand“ oder eine Verpflichtung zum Selbstverlag als ausreichende Voraussetzung für eine Bewerbung?
Es muss eine Interessenserklärung von einem Verlag, Sender, einer Agentur, Produktionsfirma oder renommierten Nachrichtenplattform vorliegen, um eine tatsächliche Veröffentlichung der Ergebnisse weitestgehend zu gewährleisten. Die Publikation soll ein möglichst breites Publikum erreichen, darum legen wir Wert auf einen Verlag mit eigenem Vertrieb.

Wie lang soll das Exposé sein?
Das Exposé sollte so lang wie notwendig und so kurz wie möglich sein. Eine Länge von drei bis zehn Seiten ist ausreichend.

Was soll das Exposé beinhalten?
Das Exposé sollte in prägnanter Form Auskunft über Inhalte, Stil und Zielgruppe des Projekts geben. Es sollte deutlich machen, inwiefern sich das Projekt für die Förderung durch das Grenzgänger-Programm eignet.

Wie berechnet sich die Grenzgänger-Rechercheförderung?
Beantragt werden können:

  1. Ein Zuschuss zu den Reisekosten für die An-, Weiter- und Rückreise in das Zielland/ die Zielländer in Höhe von maximal 2.400 €;
  2. Ein Zuschuss zu Übernachtungskosten und Verpflegungsmehraufwendungen für max. 31 Tage, die auf der Grundlage der vom Bundesfinanzministerium festgelegten Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten im Ausland berechnet werden;
  3. Ein Zuschuss zur Werkerstellung für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Recherchereise in Höhe von 1.200 € pro Monat für insgesamt max. 3 Monate.
     

Wie erfolgt die Abrechnung?

  1. Die Abrechnung erfolgt nach Belegen, abgerechnet werden kann maximal der bewilligte Betrag
  2. Die Abrechnung des Zuschusses zu den Übernachtungskosten und Verpflegungsmehraufwendungen wird nach den tatsächlich erfolgten Reise
  3. Der bewilligte Zuschuss zur Werkerstellung für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Recherchereise in Höhe von 1.200 € pro Monat für insgesamt max. 3 Monate.
     

Muss ich Angaben zu Eigenmitteln und Drittmitteln machen?
Die Angaben zur Förderung durch Dritte und der Nachweis von Eigenmitteln wirken sich positiv auf die Beurteilung des Antrags aus. Unter Eigenmitteln sollte man Kosten angeben, die praktisch entstehen würden, aber durch eigene finanzielle Mittel, technische Ausstattung, Räume, Büromittel, u.a. gedeckt werden können.

Drittmittel kommen von weiteren Geldgebern neben dem Antragsteller und der Robert Bosch Stiftung. Die Gewinnung weiterer Geldgeber ist willkommen. Wenn der Anteil von Drittmitteln oder Eigenmitteln zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht feststeht, sollten entsprechende Bemühungen in der Bewerbung angegeben werden.

Mitglieder der Grenzgänger-Jury

Stellv. Geschäftsleiter Literarisches Colloquium und Geschäftsführer des Deutschen Übersetzerfonds

http://www.lcb.de

Kulturmanagement und Beratung

Übersetzer, Herausgeber, Kulturvermittler

www.drthomasbrueckner.de

Redaktionsleiterin für die ARD-Auslandsstudios und das Studio Berlin (Hörfunk) des Bayerischen Rundfunks

www.br.de

Drehbuchautorin und Regisseurin

Leiter der Redaktion Literatur und Feature, SWR2

www.swr.de

Kurator der Helmut Newton Stiftung im Museum für Fotografie Berlin

www.helmut-newton.de

Lektorin für Indonesisch am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin

www.iaaw.hu-berlin.de

Autorin und Regisseurin für Film und Fernsehen

www.nele-muenchmeyer.de

Autor, Publizist, Kommunikationsberater

www.hendrikneubauer.com

Journalistin, Kulturwissenschaftlerin

Bereichsleiter Programmkoordination und Multimedia bei ARTE TV Deutschland

www.arte.tv

Journalistin, Schwerpunkt Nahost

www.swr.de

Abteilungsleiter Künstlerisches Wort, SWR 2

www.swr.de