Was wollen wir erreichen?

Leitidee ist, die teilnehmenden Schüler auf ein globales (Arbeits-)Leben vorzubereiten. Die Schüler lernen die Arbeits- und Ausbildungskultur des anderen Landes kennen und entwickeln über die kulturellen Unterschiede hinweg einen Weg zur erfolgreichen Kooperation. Neben den Sprachfertigkeiten und den projektbezogenen Kenntnissen hebt der monatelange regelmäßige Kontakt den Wissensstand über das andere Land, lässt dauerhafte Beziehungen zwischen Schülern entstehen und weckt Interesse am weiteren Austausch und künftigen Studienaufenthalten.

Wie funktioniert das Projekt?

Das Programm fördert indisch-deutsche Projektzusammenarbeiten in Schulen mit Reisekostenzuschüssen. Die gemeinsame Projektarbeit besteht aus einer einjährigen Zusammenarbeit über Internet/Social Media und zwei in die Projektarbeit integrierten Besuchsphasen. Die Planung und Durchführung eines Projekts erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Max Mueller Bhavan in Neu-Delhi. Thematisch sind die Projekte so angelegt, dass sie interkulturelle, zivilgesellschaftliche, demokratische Kompetenzen der Schüler fördern und ihr Bewusstsein für die gemeinsame Verantwortung in globalen Fragen stärken. Themenfelder sind unter anderem: Moderne Technologien, Umweltschutz, Klimaveränderung, Geschichte, Politik, Sport, Berufsorientierung, soziales Engagement, Musik, Bildende Kunst, interkulturelle Themen, Gentechnologie, Bionik, Biotechnologie, Nanotechnologie, neueste wissenschaftliche Forschungs-gebiete.

Die Robert Bosch Stiftung fördert zudem gemeinsame Hochschulinformations-tage während der Austauschbesuche. Für die Organisation und Durchführung sind die Schulen in Absprache mit den Hochschulen selbst verantwortlich.

An wen richtet sich das Projekt?

Die Robert Bosch Stiftung schrieb den Förderwettbewerb letztmals im Herbst 2015 aus, die ausgewählten Projektarbeiten laufen bis November 2017.

Bewerben konnten sich Schulen in Deutschland und Indien, die mit jeweils einer Schülergruppe gemeinsam eine einjährige Projektarbeit durchführen. Gefördert werden Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen wie Gymnasien, Realschulen, Gesamt- und Fachoberschulen mit ihren Lehrern und Betreuern. Die Gruppen setzen sich aus 10 bis 20 Schülern im Alter zwischen 14 und 17 Jahren zusammen. Der Altersabstand innerhalb der Projektgruppe darf zwei Jahrgangsstufen nicht überschreiten. Voraussetzung ist in der Regel, dass die indischen Schülerinnen und Schüler Deutschlerner sind. Das Projekt muss gemeinsam mit der Partnerschule und von der gesamten Projektgruppe ausgearbeitet werden. Die Zusammenarbeit der deutschen und indischen Schüler hat bei der Projektplanung besondere Berücksichtigung zu finden.

Schulen, die bereits im Rahmen des "Deutsch-Indischen Klassenzimmers" von der Robert Bosch Stiftung gefördert wurden, konnten sich erneut bewerben. Bei gleicher Qualität der eingegangenen Bewerbungen wurden bei der Auswahl jedoch Erstbewerber vorrangig berücksichtigt.