Was wollen wir erreichen?

Völkerverständigung
Begegnung und Dialog von Menschen sind ein wichtiges Instrument, um langfristig Grundlagen für das Verständnis anderer Kulturen und die internationale Zusammenarbeit zu legen. Stipendiaten des Lektorenprogramms werden durch intensive Erfahrungen im Ausland zu Botschaftern ihrer eigenen sowie der Gastkultur.

Engagement
Das Lektorenprogramm fördert zivilgesellschaftliches Engagement und die Übernahme von Verantwortung im eigenen Umfeld. Insbesondere durch Projektarbeit und Gestaltung aktiver Lehr- und Lernprozesse leisten die Lektoren einen Beitrag zur Entwicklung einer aktiven Bürgergesellschaft.

Berufsqualifizierung
Eigens zugeschnittene Weiterbildungsmöglichkeiten in den Bereichen Lehre, Projektmanagement und Schlüsselkompetenzen dienen der beruflichen Qualifizierung der Lektoren - sowohl für die Arbeit in den Programmländern als auch für den persönlichen Werdegang.

Bildungsauftrag
Das Lektorenprogramm unterstützt Nachwuchskräfte bei der Entwicklung ihrer Potenziale. Der Unterricht und die Projekte der Lektoren bieten Raum für kreative Ideen, den Erwerb neuer Kompetenzen und die Entwicklung einer weltoffenen und reflektierten Persönlichkeit.

Mehrsprachigkeit
Mehrsprachigkeit ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche globale Zusammenarbeit und interkulturelle Verständigung. Die Förderung von Fremdsprachenkompetenzen im Lektorenprogramm leistet einen wichtigen Beitrag, junge Menschen sprachlich und interkulturell handlungsfähig zu machen.

An wen richtet sich das Projekt?

Das Lektorenprogramm der Robert Bosch Stiftung richtet sich an zwei Zielgruppen, die jeweils spezifisch zugeschnittene Programmbestandteile absolvieren, dabei aber eng miteinander kooperieren.

Hochschulabsolventen der Geistes-, Sozial-, Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (Lektorate aus D-A-CH) unterrichten als Lektoren an ihren Gasthochschulen Deutsch als Fremdsprache und führen Bildungsprojekte durch. Sie erhalten Weiterbildungen im Bildungs- und Projektmanagement sowie ein individuelles Coaching.

Nachwuchswissenschaftler und -dozenten aus den Programmländern mit einem besonderen Interesse an der Lehre und Projektarbeit werden ebenfalls über das Lektorenprogramm gefördert (Lokale Lektoren). Sie qualifizieren sich in Weiterbildungen im Bereich Schlüsselkompetenzen weiter, geben dieses Wissen als Multiplikatoren an ihren Hochschulen weiter und können sich in Bildungsprojekten engagieren.

Wie funktioniert das Projekt?

Lehre
Die Lektoren sind an der Hochschule in einen Lehrstuhl eingebunden und unterrichten dort Deutsch als Fremd- und Fachsprache. Neben ihrer Lehrtätigkeit beraten sie Studierende und Hochschulmitarbeiter zu deutschlandspezifischen Fragen und organisieren außercurriculare Veranstaltungen.

Projektarbeit
Die Lektoren führen im Lektoratsjahr mindestens ein Bildungsprojekt in den Programmländern durch. Schwerpunkte bilden dabei Themen wie Bildungsmanagement, gesellschaftspolitische und interkulturelle Bildung, Persönlichkeitsbildung sowie die Weiterqualifizierung von Bildungsakteuren.

Beispiele für gelungene Bildungsprojekte von DACH- und LOK-Lektoren aus dem Jahr 2016/17 sind:

  • „DaFortBildung“: Lehrerfortbildung für lokale DaF-Lehrkräfte in Xi’an und Xuzhou/ China, Bangkok/ Thailand und Seoul/ Südkorea
  • „RaCAMAha“: belarussisch-deutsches Frauenfestival in Baranowitschi/ Belarus
  • „KulturCafé“: Ort für Jugendbegegnung in Naryn/ Kirgistan
  • „Co-Teaching“: neue Ansätze für den Germanistikunterricht in Dalian/ China
     

Eine detaillierte Beschreibung der Projekte finden Sie hier: Projektbeispiele (PDF)


Weiterbildung
Lehre und Projektarbeit der Lektoren werden durch umfangreiche Weiterbildungen in den Bereichen Bildungs- und Projektmanagement sowie durch ein individuelles Coaching begleitet. Darüber hinaus erhalten sie eine umfangreiche Qualifizierung in Schlüsselkompetenzen wie Teambuilding, Rhetorik- und Präsentationstechniken, Konfliktmanagement oder Gesprächs- und Verhandlungsführung. Die angebotenen Weiterbildungen wurden speziell für das Lektorenprogramm entwickelt und verzahnen in einzigartiger Weise trainingsbasierte Projektwerkstätten und vertiefende Seminare.

Wo findet das Projekt statt?

Gefördert werden Lektorate in China, Südkorea, Thailand, Vietnam und Indonesien. (Stand 2017/2018)

Die Stipendiaten sind aktuell in folgenden Ländern und Städten vertreten.

Wer steckt dahinter?

Partner des Projekts ist MitOst e.V. 1996 wurde der Verein von einigen ehemaligen Lektoren der Robert Bosch Stiftung als Plattform für die weitere Vernetzung und Projektarbeit gegründet. Seitdem sind Tätigkeitsprofil und Netzwerk des Vereins stetig gewachsen. Heute bietet MitOst ein Dach für mehrere Kooperationsprogramme, zahlreiche internationale Projekte, die Arbeit von 10 Alumnigruppen, das jährliche MitOst-Festival und das vielfältige Engagement von 1.400 MitOst-Mitgliedern aus 45 Ländern.

Welche Angebote gibt es darüber hinaus?

MitOst-Alumni-Verein

Aus den mittlerweile über 20 Lektorenjahrgängen sind knapp 1700 ehemalige Lektorinnen und Lektoren (inkl. lokale Lektoren) hervorgegangen. Das erste Alumniprojekt der Lektoren war 1996 die Gründung von MitOst e.V. – ein Ehemaligenverein für Alumni verschiedener Programme der Robert Bosch Stiftung, aber auch eine Plattform, um sich zu vernetzen und beruflich auszutauschen.

Netzwerk

Die Alumni unterhalten eine interne Mailingliste. Sie dient als Plattform für den Informationsaustausch, für die Organisation von regionalen Treffen sowie als Möglichkeit, Jobangebote und Veranstaltungshinweise rundzumailen. Außerdem gibt es eine Xing-Gruppe sowie eine geschlossene Facebook-Gruppe, in denen man bekannte Gesichter wiederfinden und für Aktionen werben kann. Alumniaktionen (etwa Stammtische oder kleinere Treffen) werden in den (ehemaligen und aktuellen) Programmländern regional organisiert.

Um den Kontakt der Bosch-Alumni auch programmübergreifend zu fördern und den Austausch mit der Robert Bosch Stiftung zu pflegen, entstand außerdem die Initiative Berliner Bosch-Alumni. Ein bis zwei Mal im Jahr treffen sich ehemalige und aktuelle Stiftungsstipendiaten an nicht alltäglichen Orten in Berlin, wie z. B. im Stadtbad Oderberger Straße oder im Turm 18 am Frankfurter Tor.

Weitere Informationen und Kontaktdaten finden Sie auf den Lektorenseiten von MitOst e.V.

Mentoringprogramm für Lektoren

Das Mentoringprogramm bietet Lektoren die Chance, den Übergang vom Lektorat ins Berufsleben mit Unterstützung eines Mentors zu bestreiten. Die Mentoren sind Alumni des Lektorenprogramms, die fest im Beruf stehen. Sie begleiten einen Lektor (Mentee) während des letzten Lektoratshalbjahres und des ersten Halbjahres nach dem Ende des Lektorats für insgesamt zwölf Monate. Thematisch stehen der Austausch über Berufs(wieder)einstieg, Orientierung im Berufsalltag, Karriereplanung sowie das gegenseitige Lernen voneinander im Mittelpunkt.

Die Mentoren erhalten durch ihre Arbeit einen Einblick in das aktuelle Programm und Gelegenheit zum Austausch mit anderen Alumni. Durch den Kontakt zu den Lektoren erhalten sie aus erster Hand Informationen aus den Programmländern und besuchen ihren Mentee ggf. auch vor Ort. Nicht zuletzt bieten die Seminareinheiten des Mentoringprogramms die Möglichkeit zur persönlichen Weiterbildung.