Warum machen wir das Projekt?

Der Umgang mit aktuellen und vergangenen Konflikten ist eine der großen Herausforderungen in (Post-) Konfliktgesellschaften und bildet den Nährboden für ein Wiederaufflammen von Konflikten oder für die Entstehung neuer Konflikte. Konfliktparteien bestehen oft auf ihrer Interpretation der Vergangenheit. Eine differenzierte Perspektive, die sich mit der Wahrnehmung der Gegenseite bzw. auch vergleichend mit anderen Beispielen auseinander setzt, wird selten eingenommen. In vielen Ländern gibt es engagierte zivilgesellschaftliche Akteure und zunehmend auch Journalisten, die den Umgang mit der Geschichte, Wahrheitsfindung und den Aufbau von Erinnerungskulturen zum Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht haben. Für solche Initiativen sind die Möglichkeiten zum internationalen Austausch jedoch meist begrenzt.

Was wollen wir erreichen?

Das Programm ermöglicht bis zu 25 Vertretern zivilgesellschaftlicher Organisationen und Journalisten Einblicke in Herangehensweisen, Methoden und aktuelle Herausforderungen der Vergangenheitsaufarbeitung in Deutschland.

Wie funktioniert das Projekt?

Während eines zweiwöchigen Seminarprogramms besuchen die Teilnehmer verschiedene Gedenkstätten in Deutschland und treffen Zeitzeugen, Experten zur deutschen Erinnerungskultur, Politiker, Journalisten und Vertreter der Zivilgesellschaft.

Die Ausschreibung zur Teilnahme an einer Reise wird jährlich veröffentlicht.