Berlin, 16. Oktober 2014 - Bundespräsident Joachim Gauck hat heute mit einer Rede zur Bedeutung der Zivilgesellschaft die internationale Konferenz "Zeit der Bürger - wie Zivilgesellschaft und Stiftungen Zukunft gestalten" der Robert Bosch Stiftung in Berlin eröffnet. In der ersten Gesprächsrunde traf anschließend der am Freitag mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete indische Kinderrechtler Kailash Satyarthi auf Muhammad Yunus, der bereits 2006 vom Nobelpreiskomitee für seine soziale Mikrokreditvergabe geehrt wurde. Gemeinsam mit Saran Kaba Jones, Gründerin der amerikanisch-liberianischen NGO FACE Africa, und dem ehemaligen polnischen Botschafter Janusz Reiter diskutierten die beiden Friedensnobelpreisträger darüber, was Menschen antreibt, die Welt zu verändern, und wie man mit Mut, Initiative und Leidenschaft als Einzelner vorangehen kann.

"Zu unserem 50-jährigen Jubiläum wollen wir eine Plattform bieten, um über die Zukunft des eigenen Sektors zu diskutieren", sagt Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung. "Mit der Konferenz bringen wir über 300 internationale Gäste in Berlin zusammen, darunter Stifterpersönlichkeiten wie Ruben Vardanyan, der Mitbegründer und Vorstand der RVVZ-Foundation, die bereits mehrere hundert Millionen Dollar in Armenien und Russland investiert hat. Gemeinsam können sie wichtige Impulse geben, wie sich Zivilgesellschaft und Stiftungen in Zukunft aufstellen sollten, um den größtmöglichen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten."

Am Nachmittag des ersten Konferenztages folgen in der Repräsentanz der Deutschen Telekom weitere Gesprächsrunden und Vorträge zur Zukunft der Zivilgesellschaft, an denen unter anderem Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller und Dr. Anja Langenbucher, Europa-Direktorin der Bill & Melinda Gates Foundation, teilnehmen.

Am zweiten Konferenztag wird die Robert Bosch Stiftung in ihrer Berliner Repräsentanz erstmals die Studie "Zukunft des Stiftens" vorstellen, die Roland Berger Strategy Consultants in ihrem Auftrag erstellt hat. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Stiftungen durch ihre finanzielle und politische Unabhängigkeit dafür prädestiniert sind, zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beizutragen. Um dieses Potential voll auszuschöpfen, müssen sie in Zukunft jedoch noch fokussierter, mutiger und transparenter agieren.

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