Senior Experts to Eastern Europe
The "Senior Experts to Eastern Europe" program was launched in 2004 by the Robert Bosch Stiftung and the Bonn-based Senior Experten Service (SES). The program is directed to vocational training institutions and small medium-sized enterprises in the fields of skilled trade, agriculture, health and social services. it offers the opportunity to use the knowledge and experience of voluntarily working Senior Experts to enhance vocational training.
The assignments focus on:
The assignments focus on:
- Practical training;
- Teaching and learning methods; and
- Establishing partnerships between vocational schools and enterprises.
Applications are welcome from vocational training institutions and small enterprises in Romania, Bulgaria and the Republic of Moldova.
The completed application form (see "More Information") should be submitted to SES.
The program „Senior Experts to Eastern Europe“ was evaluated in 2008. The evaluation showed how adequate and successful the program is as well as the efficiency and quality of the individual assignments.
The positive results of the evaluation influenced the decision of the Robert Bosch Stiftung to support the program until 2014.
More Information
Ute Sonnen
Senior Expert Service
Postfach 2262
D-53012 Bonn
Phone: + 49 (0)228 26090-69
Senior Expert Service
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Phone: + 49 (0)228 26090-69
Senior Experte Bruno Weißengruber hat seine Liebe zu Rumänien entdeckt
Bildergalerie: Weißengruber im Einsatz vor Ort
„Ich habe ein Gespür für andere Menschen und versuche immer, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen“, sagt der 68-jährige Österreicher Bruno Weißengruber. Seine erfolgreiche Berufskarriere bot ihm dafür viele Möglichkeiten: Kfz-Meister, Betriebsberater und zehn Jahre Experte in der Entwicklungszusammenarbeit in Malawi/Afrika, Diplome in Management und über 20 Jahre Leiter der Mechanikerfortbildung bei Steyr-Daimler-Puch und MAN in Steyr/Österreich, mit einem enormen Reise- und Schulungsprogramm. Als er 2003 in Rente ging, erinnert sich der schlanke Mann mit den kurzen weißen Haaren, „wollte ich nicht mehr so viel rumreisen, sondern mich um meinen Garten kümmern“. Aber jemandem wie ihm, der „Ausbildung als Miteinander“ beschreibt und „Lernen zum Handeln“ als Leitmotiv gewählt hat, dem konnten Gartenarbeit und Hobbys wie Chorsingen und Radfahren auf Dauer nicht alleine genügen.
Er ging auf Suche nach einer neuen Herausforderung und landete beim Senior Experten Service (SES) in Bonn. Über 8000 Fachleute und ehemalige Führungskräfte sind dort gelistet und somit bereit, nach eigener Berufstätigkeit ihr Wissen und ihre Erfahrung überall in der Welt weiterzugeben. Seit einigen Jahren arbeiten die Robert Bosch Stiftung und der SES zusammen im Programm „Senior Experten nach Osteuropa. Qualifizierung für Handwerk und Gesundheit“. Rund 350 Einsätze von Senior Experten gab es bisher, davon unter anderem über 200 in der Republik Moldau und 30 in Rumänien.
Der erste Einsatz
Bruno Weißengruber musste ein paar Monate auf seinen ersten Einsatz warten; 2005 war es soweit. Er reiste für drei Wochen an eine Technische Fachschule für Mechaniker nach Rumänien, um dort Schülern, Lehrenden und der Schulleitung mit seinen Kenntnissen weiterzuhelfen. „Zehn Stunden täglich in einer tollen Atmosphäre haben wir miteinander gearbeitet und alles aufgeschrieben“, erinnert er sich. Bei seiner Abreise bedeutete dies eine lange Liste von Ideen, Vorschlägen und konkreten Projekten, die die Einrichtung mit rund 1700 Schülern und 110 Professoren und Lehrern in Angriff nehmen sollte. Ein Jahr später wurde der Senior Experte wieder angefordert und traute seinen Augen kaum: „Ich dachte zuerst, ich bin hier verkehrt; sie hatten buchstäblich alles geschafft!“ Da gab es neue Möbel, neu verputze Gebäude, neue Werkzeuge, sogar eine neue Sporthalle - vieles gelang dank EU-Förderung, staatlicher Unterstützung, Sponsoren oder einfach deshalb, „weil sie sich besonnen haben, es auszuprobieren“, erklärt Weißengruber. Hilfe zur Selbsthilfe also, angestoßen durch den Senior Experten und in die Tat umgesetzt von den Verantwortlichen vor Ort. Er selbst konnte dank seiner guten Verbindungen zur Wirtschaft noch einen LKW von MAN sowie Motoren von BMW beisteuern.
Einfach den kürzesten Weg genommen
Aber auch über rein technische Hilfe und die Motivation, sich neue Ziele zu setzen, hinaus kann der Senior Experte viel bewegen. Bruno Weißengruber denkt an einen anderen Einsatz: „In rumänischen Bildungseinrichtungen gibt es oft zwei Eingänge, einen für Schüler und einen für die Lehrenden“. Er habe einfach immer den kürzesten Weg genommen, egal ob es der für ihn „offizielle“ Eingang gewesen ist. „Das hat mir vor allem bei den jungen Leuten viel Sympathie eingebracht; genauso wenn ich im Unterricht von mir und meinem Berufsleben berichtete“, sagt er. Denn dass Lehrpersonal und Schüler - alle ja selbst junge Erwachsene - auf Augenhöhe, als gleichberechtigte Partner miteinander umgehen, ist in Rumänien kaum verbreitet.
Besonders erfolgreich, so Weißengruber, ist immer der Einsatz der Kamera, um Potentiale für Veränderung deutlich zu machen. „Das objektive Bild vom bisherigen Geschehen und Verhalten hilft viel mehr als tadelnde Worte.“ Angst und Misstrauen, was sein Aufenthalt wohl alles auslösen würde, gäbe es bei manchen Schulleitungen und vor allem den älteren Lehrern anfangs durchaus. „Ich muss und will immer erst einen vertrauensvollen Kontakt aufbauen“, ist sein Vorgehen. Genau das macht für ihn den besonderen Reiz seiner Aufgabe aus. Er habe gar „eine Liebe zu Rumänien“ entwickelt. „Wenn wir das Menschliche zulassen, dann erhält man auch die optimale Leistung“, sagt der durch viele Jahre Industrie-Erfahrung Geprägte. Und um diese Leistung geht es letztendlich. Denn nur durch gute Qualifikation ist der rumänische Nachwuchs für einheimische und internationale Investoren interessant und wird so Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.
Er ging auf Suche nach einer neuen Herausforderung und landete beim Senior Experten Service (SES) in Bonn. Über 8000 Fachleute und ehemalige Führungskräfte sind dort gelistet und somit bereit, nach eigener Berufstätigkeit ihr Wissen und ihre Erfahrung überall in der Welt weiterzugeben. Seit einigen Jahren arbeiten die Robert Bosch Stiftung und der SES zusammen im Programm „Senior Experten nach Osteuropa. Qualifizierung für Handwerk und Gesundheit“. Rund 350 Einsätze von Senior Experten gab es bisher, davon unter anderem über 200 in der Republik Moldau und 30 in Rumänien.
Der erste Einsatz
Bruno Weißengruber musste ein paar Monate auf seinen ersten Einsatz warten; 2005 war es soweit. Er reiste für drei Wochen an eine Technische Fachschule für Mechaniker nach Rumänien, um dort Schülern, Lehrenden und der Schulleitung mit seinen Kenntnissen weiterzuhelfen. „Zehn Stunden täglich in einer tollen Atmosphäre haben wir miteinander gearbeitet und alles aufgeschrieben“, erinnert er sich. Bei seiner Abreise bedeutete dies eine lange Liste von Ideen, Vorschlägen und konkreten Projekten, die die Einrichtung mit rund 1700 Schülern und 110 Professoren und Lehrern in Angriff nehmen sollte. Ein Jahr später wurde der Senior Experte wieder angefordert und traute seinen Augen kaum: „Ich dachte zuerst, ich bin hier verkehrt; sie hatten buchstäblich alles geschafft!“ Da gab es neue Möbel, neu verputze Gebäude, neue Werkzeuge, sogar eine neue Sporthalle - vieles gelang dank EU-Förderung, staatlicher Unterstützung, Sponsoren oder einfach deshalb, „weil sie sich besonnen haben, es auszuprobieren“, erklärt Weißengruber. Hilfe zur Selbsthilfe also, angestoßen durch den Senior Experten und in die Tat umgesetzt von den Verantwortlichen vor Ort. Er selbst konnte dank seiner guten Verbindungen zur Wirtschaft noch einen LKW von MAN sowie Motoren von BMW beisteuern.
Einfach den kürzesten Weg genommen
Aber auch über rein technische Hilfe und die Motivation, sich neue Ziele zu setzen, hinaus kann der Senior Experte viel bewegen. Bruno Weißengruber denkt an einen anderen Einsatz: „In rumänischen Bildungseinrichtungen gibt es oft zwei Eingänge, einen für Schüler und einen für die Lehrenden“. Er habe einfach immer den kürzesten Weg genommen, egal ob es der für ihn „offizielle“ Eingang gewesen ist. „Das hat mir vor allem bei den jungen Leuten viel Sympathie eingebracht; genauso wenn ich im Unterricht von mir und meinem Berufsleben berichtete“, sagt er. Denn dass Lehrpersonal und Schüler - alle ja selbst junge Erwachsene - auf Augenhöhe, als gleichberechtigte Partner miteinander umgehen, ist in Rumänien kaum verbreitet.
Besonders erfolgreich, so Weißengruber, ist immer der Einsatz der Kamera, um Potentiale für Veränderung deutlich zu machen. „Das objektive Bild vom bisherigen Geschehen und Verhalten hilft viel mehr als tadelnde Worte.“ Angst und Misstrauen, was sein Aufenthalt wohl alles auslösen würde, gäbe es bei manchen Schulleitungen und vor allem den älteren Lehrern anfangs durchaus. „Ich muss und will immer erst einen vertrauensvollen Kontakt aufbauen“, ist sein Vorgehen. Genau das macht für ihn den besonderen Reiz seiner Aufgabe aus. Er habe gar „eine Liebe zu Rumänien“ entwickelt. „Wenn wir das Menschliche zulassen, dann erhält man auch die optimale Leistung“, sagt der durch viele Jahre Industrie-Erfahrung Geprägte. Und um diese Leistung geht es letztendlich. Denn nur durch gute Qualifikation ist der rumänische Nachwuchs für einheimische und internationale Investoren interessant und wird so Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.