Mehr Nähe als vermutet: Keine Scheuklappen beim
1. Deutsch-Russischen Mediengespräch in Moskau

Berlin/ Stuttgart, 18. April 2008 – Ohne Scheuklappen und Tabus haben Journalisten aus Russland und Deutschland Anfang April in Moskau miteinander diskutiert. Thema dieses 1. Deutsch-Russischen Mediengesprächs, zu dem das Deutsche Digital Institut (Berlin) und die Robert Bosch Stiftung (Stuttgart) gemeinsam eingeladen hatten, war die gegenseitige Alltagswahrnehmung in den Medien.

Je zehn deutsche und russische Medienvertreter, u.a. von Spiegel, Stern, Zeit, Süddeutscher Zeitung, Moskovski Komsomolez, Interfax, Novaja Gazeta und Echo Moskvi tauschten sich über kritische Punkte wie die Pressefreiheit oder die Beeinflussung der Berichterstattung durch wirtschaftliche Interessen aus. Die Teilnehmer beider Länder waren sich darin einig, dass in Russland ein größeres Medieninteresse gegenüber deutschen Themen zu wünschen wäre. Umgekehrt herrschte Konsens darüber, dass Russland in deutschen Medien differenzierter dargestellt und nicht vorwiegend in einem Konflikt-zusammenhang wahrgenommen werden sollte. In dem Gespräch wurden aber auch die große historische und kulturelle Nähe der beiden Länder und deren Schlüsselpositionen für die internationale Verständigung herausgestellt.

Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, und Prof. Dr. Jo Groebel, Direktor des Deutschen Digital Instituts, leiteten die Diskussion. Das Deutsch-Russische Mediengespräch, das die Robert Bosch Stiftung finanziert, soll fortgesetzt werden.

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