Filmförderpreise für drei Koproduktionsteams
aus Deutschland und Ungarn, Rumänien und Polen

Stuttgart/Wiesbaden, 15. April 2008 – Der Filmförderpreis für Koproduktionen von Nachwuchsfilmemachern aus Deutschland und Ländern Ost- und Südosteuropas der Robert Bosch Stiftung geht in diesem Jahr an den Kurzspielfilm „Sunstroke“ aus Deutschland und Ungarn, den Kurzspielfilm „Renovation“ aus Deutschland und Rumänien sowie den Dokumentarfilm „Kein Ort“ aus Deutschland und Polen. Der Preis für herausragende Filmkonzepte ist mit insgesamt bis zu 210.000 Euro dotiert und wird am  Abend beim goEast Festival in Wiesbaden verliehen. Die Konzepte werden in Deutschland und im Partnerland realisiert; der Fernsehsender arte – Partner des Filmförderpreises – wird mindestens einen der drei Filme ausstrahlen.

Der Filmförderpreis der Robert Bosch Stiftung ermöglicht es jungen Filmemachern der Fachrichtungen Produktion, Regie, Kamera und Drehbuch im jeweils anderen Land neue Arbeitsweisen und Stile kennenzulernen. Partner der Stiftung sind neben arte das Filmbüro Baden-Württemberg und das goEast Festival in Wiesbaden. Dort hatten 15 ausgewählte Filmteams nun die Möglichkeit, sich einer unabhängigen Fachjury zu präsentieren.

Bewerben können sich ab sofort wieder Koproduktionsteams, die aus Nachwuchsfilmemachern aus einem Land Ost- und Südosteuropas und Deutschland bestehen. Eine Bewerbung ist nur als Team möglich. Der Film soll sowohl in Deutschland als auch im Partnerland produziert werden. Im Vordergrund steht dabei der Austausch zwischen den Kulturen.

Die Gewinner 2008:

Kurzspielfilm: Sunstroke (deutsch-ungarische Produktion)
Der Film erzählt die bewegende Geschichte eines 17-jährigen Mädchens, das in einer Erziehungsanstalt lebt, und beleuchtet das Schicksal junger ungarischer Frauen auf ihrem Weg ins Erwachsenenalter. Das Konzept des Teams um die Regisseurin Lili Horváth und den Produzenten Henning Kamm stellt für die Jury ein besonders gelungenes Beispiel einer deutsch-osteuropäischen Koproduktion auf hohem künstlerischen Niveau dar.

Kurzspielfilm: Renovation (deutsch-rumänische Produktion)
Die Jury ist überzeugt vom herausragenden Talent des jungen rumänischen Regisseurs Paul Negoescu, der mit seiner einfallsreichen Interpretation einen neuen Blick auf die sich rasant verändernde Gesellschaft seines Landes wirft.

Dokumentation: Kein Ort – Nowhere in Europe
(deutsch-tschetschenische Produktion)
Der Regisseurin Kerstin Nickig gelingt es, das Schicksal tschetschenischer Flüchtlinge auf ihrem Weg quer durch Europa anschaulich und beispielhaft zu schildern. Die bedrückenden Eindrücke einer vom Krieg gebeutelten Nation – ohne Hoffnungen in der Heimat, auf der Suche nach einem neuen Platz in Europa – vermittelt die Filmemacherin mit hoher Sensibilität.

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