Völkerverständigung

Konfliktprävention

Das Thema Konfliktprävention in der Robert Bosch Stiftung
Viele gewalttätige Auseinandersetzungen lassen sich durch Präventionsmaßnahmen verhindern. Wir unterstützen deshalb den Erkenntnisgewinn über Situationen, die zu Gewalt führen können, sowie Vorhaben in (Post-)Konfliktgesellschaften, die Spannungen zwischen verschiedenen Gruppen mindern und solche, die deren Eskalation verhindern. Wir tragen außerdem dazu bei, Risikofaktoren zu beseitigen, um die Gefahr eines Gewaltausbruchs zu mindern.
Konfliktprävention umfasst auch Maßnahmen zur Vertrauensbildung zwischen gesellschaftlichen Gruppen und Konfliktparteien, Frühwarnsysteme ("Early warning") und Ansätze zur schnellen Intervention ("Rapid Response") sowie gezielte Advocacy-Maßnahmen in Konfliktgesellschaften.
Die Deradikalisierung von Jugendlichen, die Stärkung sozialer und politischer Inklusion, die Förderung von Gleichbehandlung von Minderheiten und die Stärkung de-eskalierender und ausgewogener Medienberichterstattung sind weitere mögliche Maßnahmen.

Unsere stets kontextspezifische Förderung zielt darauf ab, gesellschaftliche Akteure anzusprechen, die einen entscheidenden Beitrag zur De-Eskalation und Verhinderung von Gewalt leisten können. Schließlich fördern wir darüber hinaus Plattformen zu überregionalen Austausch.
Projektanfragen werden ganzjährig angenommen.
 

Wenn Sie weitere Fragen zur Förderung in diesem Thema haben, kontaktieren Sie bitte:

Doreen Buchheiser
Telefon 030 220025-317
doreen.buchheiser@bosch-stiftung.de

Wenn Sie weitere Fragen zum Anfrageverfahren haben, kontaktieren Sie bitte:

Laura Bail
Telefon 030 220025-340
laura.bail@bosch-stiftung.de

Wir sind in folgenden Projekten aktiv
Beispiele aus der Förderung zum Thema Konfliktprävention

Beispiele aus der Förderung zum Thema Konfliktprävention

Hier finden Sie ausgewählte Projekte zum Thema Konfliktprävention, die durch Unterstützung der Robert Bosch Stiftung realisiert werden konnten.

 
Vertrauensbildung im Südkaukasus

Vertrauensbildung im Südkaukasus

Initiative zur Förderung vertrauensbildender Maßnahmen von nichtstaatlichen Akteuren im Südkaukasus und seinen Nachbarregionen.

 
IFIT Law and Peace Practice Group

Foto: Institut For Integrated Transitions

IFIT Law and Peace Practice Group

Friedensverhandlungen scheitern oft, da Konfliktparteien im Nachgang von Verhandlungen mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen müssen. Hierdurch verringert sich deren Anreiz, während des Mediationsprozesses Kompromisse einzugehen und die gewaltsame Konfliktaustragung einzustellen.

 
Institutionelle Förderung verschiedener Mediationsorganisationen

Foto: Fotolia - Rawpixel.com

Institutionelle Förderung verschiedener Mediationsorganisationen

Angesichts der steigenden Anzahl innerstaatlicher und internationalisierter Konflikte gibt es weltweit einen wachsenden Bedarf an professioneller Mediation. Zwar verfügen zahlreiche lokal und international agierende Mediationsakteure über entsprechende Kompetenzen und Kontakte zu relevanten Konfliktparteien; ihre ad hoc Einsatzfähigkeit ist aber aufgrund fehlender flexibler Fördermöglichkeiten stark begrenzt.

 
Runde Tische für Dialogfazilitation in der Ukraine

Foto: Fotolia - Denys Kuvaiev

Runde Tische für Dialogfazilitation in der Ukraine

Mediationsexperten, Friedenspraktiker und Konfliktforscher haben unabhängig voneinander festgestellt, dass in der Ukraine – sowie in anderen postsowjetischen Staaten – gängige Mediations- und Dialogformate im Kontext der zivilen Konfliktbearbeitung wenig erfolgreich sind.