Bellevue-Programm

Ertrag

Die Teilnahme am Bellevue-Programm bietet durch die Intensität und Dauer des Auslandsaufenthalts eine Chance zur persönlichen und fachlichen Qualifizierung, wie sie innerhalb der nationalen Verwaltungssysteme nicht realisierbar ist. Den entsendenden Behörden steht ein zusätzliches Instrument zur langfristigen Personalentwicklung zur Verfügung.

Mitarbeiter können damit auf Führungsaufgaben mit europäischem Bezug vorbereitet werden.

Während ihres Auslandseinsatzes etablieren die Stipendiaten dauerhafte Beziehungen zwischen den Fachressorts in Heimat- und Gastland, die für beide Behörden nützlich sein können. Der informelle Austausch zu Sachfragen, die Arbeit in multilateralen Arbeitsgruppen und die gemeinsame Vorbereitung auf europäische Prüfungs- und  Regelsetzungsverfahren werden durch grenzüberschreitende persönliche Kontakte erleichtert.

In vielen Sachthemen, sowohl wirtschaftlichtechnischer als auch beispielsweise juristischer Art, stehen die EU-Mitgliedstaaten vor unterschiedlichen Herausforderungen, häufig bedingt durch gänzlich verschiedene historische und ökonomische Rahmenbedingungen. Die intensive Mitarbeit in der Gastbehörde ermöglicht es dem Stipendiaten, die Entwicklungen des Gastlands nachzuvollziehen und für die heimische Situation übertragbare Lösungsansätze kennenzulernen.

Auch für die Gastbehörde ist die Aufnahme eines Stipendiaten eine lohnenswerte Investition. Neben der verantwortlichen Mitarbeit im Tagesgeschäft kann der Stipendiat  Erfahrungen aus seinem Heimatland einbringen und nationale Verfahren und Problemstellungen aus einem neuen Blickwinkel betrachten. Ebenso wichtig wie die berufliche Weiterentwicklung sind die persönliche Horizonterweiterung der Teilnehmer durch das Zurechtfinden im Ausland – sowohl im privaten Lebensumfeld als auch in der fremden Arbeitskultur – und die Chance, eine neue Fremdsprache von Grund auf zu lernen.