Bellevue-Programm

Programm

Ablauf und Dauer
Das Programm beginnt jährlich im September mit einem Einführungsseminar. Sofern Sprachunterricht zur Vorbereitung notwendig ist, können bis zu drei Monate – Oktober
bis Dezember – im Gastland verbracht werden. Von Januar bis Dezember des Folgejahres arbeiten die Stipendiaten in der Gastbehörde.

Arbeitsaufenthalt
Entscheidend für den Erfolg des Stipendienjahres sind Qualität und Intensität der Mitarbeit in der Gastbehörde. Der Stipendiat sollte entsprechend seiner fachlichen Qualifikation als vollwertiger Mitarbeiter eingesetzt werden. Im Dialog zwischen dem zuständigen Vorgesetzten und dem Stipendiaten wird ein anspruchsvolles Aufgabenprofil  zusammengestellt, von dem beide Seiten profi tieren. Es liegt in der Verantwortung des Stipendiaten, sich innerhalb der Gastbehörde ein Netzwerk an Kontakten aufzubauen und selbst Vorschläge zu machen, in welchen Projekten und Arbeitsgruppen er sich mit seinem Erfahrungshintergrund einbringen könnte.

Seminare
Neben der Arbeitserfahrung im Gastland, die den Kern des Programms darstellt, dienen die Seminare der inhaltlichen und methodischen Weiterbildung und ermöglichen den Teilnehmern, untereinander ein persönliches Netzwerk aufzubauen. Das Einführungsseminar in Berlin vermittelt durch Vorträge und Begegnungen mit Entscheidungsträgern einen Blick auf aktuelle gesellschaftliche und politische Herausforderungen in Deutschland. Die Stipendiaten diskutieren ihre Planungen für das Stipendienjahr und präzisieren ihre fachlichen und persönlichen Zielvorstellungen. Zugleich erhalten sie Gelegenheit, ihre Kollegen aus dem laufenden Stipendienjahrgang kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen. Kenntnisse der elementaren Funktionsweise der Europäischen Union werden bei den Teilnehmern vorausgesetzt.

Das EU-Seminar bietet den Stipendiaten die Chance, vor Ort in Brüssel und Straßburg mit hochrangigen Vertretern der europäischen Institutionen ins Gespräch zu kommen und ihr Wissen zu vertiefen. Während des 10-tägigen Seminars können sie sich über aktuelle Entwicklungen in der Europäischen Union informieren, die politische Kultur der Union näher kennenlernen und Verknüpfungen zur eigenen Arbeit im Heimatund Gastland herstellen.

Führungs-und Teamfähigkeit sind selbstverständliche Voraussetzungen für die berufliche Laufbahn der Stipendiaten. Daher kann im Leadership Development Seminar auf hohem Niveau angesetzt werden: Trainer für internationale Verhandlungsführung, Rhetorik und strategische Entscheidungsfindung ermöglichen den Teilnehmern mit intensiven praktischen Übungen, sich weiterzuentwickeln und zusätzliche Kompetenzen zu erwerben. Das Seminar findet im Sommer, zur Halbzeit des Programms, statt – eine gute Gelegenheit, die zu Beginn gesetzten Ziele zu überprüfen, die weiteren Entwicklungsschritte für die verbleibenden Monate zu planen und sich mit den Mitstipendiaten über die Erfahrungen im Gastland auszutauschen.

Zur Vorbereitung auf ihre Rückkehr lädt die Robert Bosch Stiftung die Stipendiaten zu einem Abschlussseminar ein, bei dem sie gleichzeitig ihre frischen Erfahrungen  persönlich den neuen Stipendiaten weitervermitteln können.

Ehemaligenarbeit
Das Netzwerk der Stipendiaten besteht über das Programmjahr hinaus. Jährliche Treffen aller Jahrgänge, die von der Robert Bosch Stiftung unterstützt werden, dienen der Kontaktpflege über Jahrgangs-und Landesgrenzen hinweg und bieten den ehemaligen Stipendiaten Gelegenheit zum persönlichen und fachlichen Austausch.