Bellevue-Programm

Organisatorische Fragen

Entsendung
Die Teilnahme am Programm ist als Personalentwicklungsmaßnahme zu verstehen. Daher muss der Vorgesetzte und die Personalabteilung der Bewerbung zustimmen. Die Beamten werden bei unverändertem Vertragsverhältnis für maximal 15 Monate freigestellt und für 12 Monate an die Gastbehörde entsandt. Das reguläre Gehalt (ohne Auslandszuschläge) wird von der entsendenden Behörde während der gesamten Dauer der Entsendung weitergezahlt. Eine Wiedereingliederung nach Beendigung des Programms muss sichergestellt sein.

Förderung durch die Robert Bosch Stiftung
Der Stipendiat erhält von der Stiftung ein monatliches Stipendium zur Deckung der auslandsbedingten Mehrausgaben. Für begleitende Ehepartner und Kinder können Zuschläge gezahlt werden. Die Stiftung erstattet zudem die Umzugskosten und die Kosten des Sprachunterrichts bis zu festgelegten Höchstgrenzen. Die im Zusammenhang mit Seminaren und sonstigen Pflichtveranstaltungen entstehenden Reise-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten werden übernommen. Die Mitarbeiter der Stiftung und der nationalen Partnerinstitutionen unterstützen die Stipendiaten in bestmöglichem Maße bei organisatorischen Fragen. Dies gilt nicht für personal- und steuerrechtliche Fragen, die mit dem Auslandsaufenthalt in Verbindung stehen.

Wahl des Gastlands, Sprachkenntnisse
Die Wahl des Gastlands sollte sich an den fachlichen Interessen des Stipendiaten, an seinen Sprachkenntnissen, sowie den fachlich-strategischen Interessen seines Arbeitgebers orientieren. Sehr gute Kenntnisse der Sprache des Gastlands sind wichtig und erleichtern naturgemäß die Mitarbeit in der Gastbehörde. Die endgültige Entscheidung über die Wahl des Gastlands wird nach der Aufnahme in das Programm in Abstimmung mit der Stiftung und den nationalen Partnerinstitutionen getroffen. Die Aufnahmekapazität des Gastlands im Verhältnis zur Nachfrage aus den Reihen der Stipendiaten wird hierbei auch eine Rolle spielen.

Wahl der Gastbehörde
In der Regel orientiert sich die Wahl der Gastbehörde am fachlichen Hintergrund des Stipendiaten und an den Kompetenzen und Erfahrungen, die er einbringen kann. Ein spezifisches und an aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen orientiertes fachliches Erkenntnisinteresse sollte bei der Wahl der Gastbehörde im Vordergrund stehen. Auch der Wunsch der Mutterbehörde, mit einem Ministerium des Gastlandes engere Beziehungen aufzubauen, spielt häufig eine Rolle. Dabei ist zu bedenken, dass die Ressortzuständigkeiten der Ministerien in den Partnerländern teilweise unterschiedlich organisiert sind.

Die Suche nach einer geeigneten Gastbehörde erfolgt in Eigeninitiative des Stipendiaten mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung und der nationalen Partnerinstitution. Bestehende Kontakte der Heimatinstitution sollten selbstverständlich genutzt werden. Vor Beginn des Aufenthalts wird der Stipendiat von der Gastbehörde zu einem Vorstellungsgespräch gebeten. Die Heimatinstitution und die Gastbehörde sollten gemeinsam eine Zielvereinbarung für den Mitarbeiter aufstellen, damit das Stipendienjahr in der Leistungsbeurteilung berücksichtigt werden kann.

Mit der Gastbehörde wird i.d.R. kein Vertragsverhältnis geschlossen. Es muss sichergestellt sein, dass der Stipendiat Zugang zu den hausinternen Informationssystemen sowie einen angemessen ausgestatteten Büroarbeitsplatz erhält. Arbeitsschutz-, Versicherungs- und Haf-tungsfragen sind im Einzelfall zu klären.