Türkische Bibliothek
Die Türkische Bibliothek präsentiert Meilensteine der türkischen Literatur von 1900 bis in die Gegenwart. Sie soll dem deutschsprachigen Leser helfen, tiefer in die geistige Welt der heutigen Türkei einzudringen. Herausgegeben wurde sie von Erika Glassen und Jens Peter Laut.
Ob Roman, Autobiographie, lebendige traditionelle Erzählstoffe, moderne Kurzgeschichten, Gedichte, literarische und kulturgeschichtliche Essays - alle Texte wurden repräsentativ ausgewählt und zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt. Das Schwergewicht liegt dabei auf jenen Autorinnen und Autoren, die trotz ihrer Bedeutung der deutschsprachigen Leserschaft noch nie zugänglich gemacht wurden. Die Spannweite der ausgewählten Texte reicht von bereits klassischen Romanen des 20. Jahrhunderts, die heute ihren festen Platz in der Literaturgeschichte haben, bis hin zu Werken der jüngsten Generation türkischer Autorinnen und Autoren.
Die 20 Bände der Türkischen Bibliothek erschienen zwischen Herbst 2005 und Sommer 2010. Besonderes Augenmerk galt der Qualität der Übersetzungen. Lesereisen der Autoren, literarisch-musikalische Veranstaltungen, Fachdiskussionen und eine intensive Medienarbeit trugen und tragen dazu bei, die Bibliothek weithin bekanntzumachen.
Seit 2008 laufen bundesweit zwei Kampagnen der Robert Bosch Stiftung und der Stiftung Lesen:
Ob Roman, Autobiographie, lebendige traditionelle Erzählstoffe, moderne Kurzgeschichten, Gedichte, literarische und kulturgeschichtliche Essays - alle Texte wurden repräsentativ ausgewählt und zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt. Das Schwergewicht liegt dabei auf jenen Autorinnen und Autoren, die trotz ihrer Bedeutung der deutschsprachigen Leserschaft noch nie zugänglich gemacht wurden. Die Spannweite der ausgewählten Texte reicht von bereits klassischen Romanen des 20. Jahrhunderts, die heute ihren festen Platz in der Literaturgeschichte haben, bis hin zu Werken der jüngsten Generation türkischer Autorinnen und Autoren.
Die 20 Bände der Türkischen Bibliothek erschienen zwischen Herbst 2005 und Sommer 2010. Besonderes Augenmerk galt der Qualität der Übersetzungen. Lesereisen der Autoren, literarisch-musikalische Veranstaltungen, Fachdiskussionen und eine intensive Medienarbeit trugen und tragen dazu bei, die Bibliothek weithin bekanntzumachen.
Seit 2008 laufen bundesweit zwei Kampagnen der Robert Bosch Stiftung und der Stiftung Lesen:
- Die Wanderausstellung „Die Türkische Bibliothek“ wird Bibliotheken und kulturellen Einrichtungen in ganz Deutschland in 100 Exemplaren kostenlos zur Verfügung gestellt. 13 Schautafeln stellen die Bände der Bibliothek vor und veranschaulichen zugleich historische, soziale und kulturelle Zusammenhänge. Eine Begleitbroschüre enthält Tipps und Ideen zur Präsentation der Ausstellung sowie zur Organisation ergänzender Veranstaltungen.
- Unterrichtsmaterial für Schüler ab der 8. Klasse wird kostenlos an weiterführende Schulen, Berufsschulen, Volkshochschulen und weitere Interessierte versandt. Die Broschüre „Die Türkische Bibliothek - Texte und Ideen für den Unterricht“ stellt ausgewählte Titel der Edition vor und bietet Diskussionsansätze zu Kultur und Lebenswelt der modernen Türkei.
Unterrichtsmaterialien für Sekundarstufen I und II sind außerdem im Verlag an der Ruhr erschienen.
(Motiv: Bayram Gümüş)
Weitere Informationen
Audio und Video
Deutschlandradio Kultur "Fazit. Kultur vom Tage": Gabi Wuttke interviewt Dr. Bettina Berns zur Türkischen Bibliothek
20 Bände moderner türkischer Literatur für deutschsprachige Leser übersetzt
Stuttgart - Sabahattin Ali und Ayşe Kulin heißen sie, Ahmet Ümit und Adalet Ağaoğlu - große Namen der türkischen Literatur, aber in Deutschland gänzlich unbekannt. Thomas Mann, Christa Wolf, Günther Grass, alle sind sie ins Türkische übersetzt, aber wer kennt hierzulande die türkischen Meister Ahmet Hamdi Tanpınar, Leyla Erbil und Murathan Mungan?
Seit Generationen leben aus der Türkei stammende Familien in Deutschland, ihre Lebensgewohnheiten werden uns allmählich vertrauter, aber über die Hochkultur ihres Herkunftslandes wissen wir fast nichts.
In der Tradition großer Übersetzungsprojekte
Dies wollte die Robert Bosch Stiftung, die seit 2003 ausdrücklich auch die deutsch-türkischen Beziehungen fördert, nicht hinnehmen. In der guten Tradition ihrer früheren großen Übersetzungsprojekte, der Polnischen und der Tschechischen Bibliothek, initiierte sie eine Türkische Bibliothek der Moderne. Mit der Literaturwissenschaftlerin Professor Erika Glassen und dem Turkologen Professor Jens Peter Laut und Lucien Leitess vom Unionsverlag fand sie kongeniale Partner. In den vergangenen sechs Jahren erschienen 15 Romane aus den Jahren 1900 bis 2005 sowie fünf Anthologien mit Erzählungen, Gedichten und Essays. Werke gefeierter Autoren wie Halid Ziya Uşaklıgil, Yusuf Atılgan und Aslı Erdoğan sind seither im deutschen Buchhandel erhältlich.
„Hundert Jahre Türkei“
Der Titel des zuletzt erschienenen Bandes könnte der ganzen Reihe den Namen geben: „Hundert Jahre Türkei“. Der Leser der schön gebundenen und in Werke moderner türkischer Künstler eingeschlagenen Bände lernt nicht nur über 150 türkische Autoren kennen, er taucht auch tief ein in Wesen und Befindlichkeiten der türkischen Gesellschaft, die sich nicht erst seit Atatürk mit den Herausforderungen des Westens auseinandersetzt.
Mit der Förderung des aufwändigen Übersetzungsprojekts ließ es die Stiftung nicht bewenden: Eine in 100 Exemplaren durch Deutschland reisende Wanderausstellung über die Türkische Bibliothek, Unterrichtsmaterialien für die Nutzung der Reihe an Schulen, eine Materialsammlung für Turkologen und zahlreiche Autorenlesungen und literarisch-musikalische Abende sorgten dafür, dass die Türkische Bibliothek vielen unterschiedlichen Leserkreisen bekannt wurde. Dafür wurde die Stiftung Lesen ebenso als Partner gewonnen wie Literaturhäuser, Stadtbibliotheken und zahlreiche deutsch-türkische Vereine und Initiativen. „Ein großes, ein großartiges Vorhaben zur rechten Zeit“ schrieb die Badische Zeitung aus Freiburg.
(Dr. Bettina Berns, Bosch-Zünder, 18. Oktober 2010, Motiv: Bayram Gümüş)
Stuttgart - Sabahattin Ali und Ayşe Kulin heißen sie, Ahmet Ümit und Adalet Ağaoğlu - große Namen der türkischen Literatur, aber in Deutschland gänzlich unbekannt. Thomas Mann, Christa Wolf, Günther Grass, alle sind sie ins Türkische übersetzt, aber wer kennt hierzulande die türkischen Meister Ahmet Hamdi Tanpınar, Leyla Erbil und Murathan Mungan?
Seit Generationen leben aus der Türkei stammende Familien in Deutschland, ihre Lebensgewohnheiten werden uns allmählich vertrauter, aber über die Hochkultur ihres Herkunftslandes wissen wir fast nichts.
In der Tradition großer Übersetzungsprojekte
Dies wollte die Robert Bosch Stiftung, die seit 2003 ausdrücklich auch die deutsch-türkischen Beziehungen fördert, nicht hinnehmen. In der guten Tradition ihrer früheren großen Übersetzungsprojekte, der Polnischen und der Tschechischen Bibliothek, initiierte sie eine Türkische Bibliothek der Moderne. Mit der Literaturwissenschaftlerin Professor Erika Glassen und dem Turkologen Professor Jens Peter Laut und Lucien Leitess vom Unionsverlag fand sie kongeniale Partner. In den vergangenen sechs Jahren erschienen 15 Romane aus den Jahren 1900 bis 2005 sowie fünf Anthologien mit Erzählungen, Gedichten und Essays. Werke gefeierter Autoren wie Halid Ziya Uşaklıgil, Yusuf Atılgan und Aslı Erdoğan sind seither im deutschen Buchhandel erhältlich.
„Hundert Jahre Türkei“
Der Titel des zuletzt erschienenen Bandes könnte der ganzen Reihe den Namen geben: „Hundert Jahre Türkei“. Der Leser der schön gebundenen und in Werke moderner türkischer Künstler eingeschlagenen Bände lernt nicht nur über 150 türkische Autoren kennen, er taucht auch tief ein in Wesen und Befindlichkeiten der türkischen Gesellschaft, die sich nicht erst seit Atatürk mit den Herausforderungen des Westens auseinandersetzt.
Mit der Förderung des aufwändigen Übersetzungsprojekts ließ es die Stiftung nicht bewenden: Eine in 100 Exemplaren durch Deutschland reisende Wanderausstellung über die Türkische Bibliothek, Unterrichtsmaterialien für die Nutzung der Reihe an Schulen, eine Materialsammlung für Turkologen und zahlreiche Autorenlesungen und literarisch-musikalische Abende sorgten dafür, dass die Türkische Bibliothek vielen unterschiedlichen Leserkreisen bekannt wurde. Dafür wurde die Stiftung Lesen ebenso als Partner gewonnen wie Literaturhäuser, Stadtbibliotheken und zahlreiche deutsch-türkische Vereine und Initiativen. „Ein großes, ein großartiges Vorhaben zur rechten Zeit“ schrieb die Badische Zeitung aus Freiburg.
(Dr. Bettina Berns, Bosch-Zünder, 18. Oktober 2010, Motiv: Bayram Gümüş)
Die Türkische Bibliothek
Alle Bände der Türkischen Bibliothek inklusive bibliografischer Angaben und kurzer Rezensionen.Weitere Informationen
Fotos: Deborah Eisinger