Medien - Mittler zwischen den Völkern
Bürgergesellschaft und Good Governance

Medien - Mittler zwischen den Völkern

Stipendien für Journalisten aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
 

235 Journalistinnen und Journalisten aus 23 Ländern haben in den vergangenen 13 Jahren in Redaktionen als Mittler zwischen den Völkern gewirkt. In dreimonatigen Arbeitsaufenthalten erhielten sie tiefe Einblicke in die journalistische Arbeitsweise und in die Debatten ihres jeweiligen Gastlandes. Diese Erfahrungen trugen sie zurück in ihre Heimatredaktionen. Am 29. Mai 2015 feierten die Robert Bosch Stiftung und die Berliner Journalisten-Schule in Berlin zusammen mit Stipendiaten und Alumni den Abschluss des Programms.

Eine Abschlussevaluation wird in den kommenden Monaten insbesondere den beruflichen Werdegang der Journalisten im Anschluss an ihre Teilnahme am Medien-Mittler-Programm untersuchen. Das Medien-Mittler-Netzwerk wird für die Robert Bosch Stiftung weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

Die Robert Bosch Stiftung führte zusammen mit der Berliner Journalisten-Schule jeweils im Frühjahr ein dreimonatiges Stipendienprogramm für Journalisten durch.

Es richtete sich zum einen an Journalisten aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa, deren Stipendienaufenthalt eine vierwöchige Fortbildung an der Berliner Journalisten-Schule sowie ein Praktikum in einer Berliner Redaktion umfasste. Die Fortbildung vermittelte kompaktes Wissen zu Deutschland und seinen internationalen Beziehungen sowie über die Europäische Union bevor die Teilnehmer – je nach Neigung und Qualifikation – ein zweimonatiges Praktikum in namhaften Print-, Online-, Rundfunk- oder Fernsehredaktionen der Hauptstadt absolvierten. Während des Aufenthaltes wurden Begegnungen und Interviewgelegenheiten mit Persönlichkeiten des politischen und gesellschaftlichen Lebens organisiert.

Bewerben konnten sich Journalisten mit mehrjähriger Berufserfahrung aus Albanien, Belarus, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Serbien, Slowenien, Tschechien, der Ukraine und Ungarn.
Voraussetzung waren gute Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift.

Zum anderen hatten berufserfahrene deutschsprachige Journalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Möglichkeit, für drei Monate in Redaktionen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa mitzuarbeiten. Vor der Abreise lernten die Stipendiaten während eines dreitägigen Vorbereitungsseminars in Berlin und Stuttgart die Medien-Mittler-Stipendiaten des laufenden Jahrgangs aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa, Alumni des Programms sowie deutsche Auslandskorrespondenten und Experten für ihre Region kennen.

Voraussetzung für die Bewerbung waren Grundkenntnisse der Landessprachen in Albanien, Belarus, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, der Republik Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Serbien, Slowenien, Tschechien, der Ukraine und Ungarn. Die Teilnahme an einem Sprachkurs im Vorfeld war möglich.

Alle Stipendiaten lernten unmittelbar den Arbeitsalltag der Kollegen in einem anderen Land kennen und fertigten Beiträge für ihre jeweilige Gastredaktion an. Sie wurden durch Mentoren in den Gastredaktionen individuell unterstützt, in Mittel-, Ost- und Südosteuropa i. d. R. durch Alumni der Robert Bosch Stiftung. Während ihres Auslandsaufenthaltes berichteten die Journalisten zudem als „Korrespondenten auf Zeit” für ihre Heimatredaktionen.

Die gewonnenen Erfahrungen und Kontakte halfen den Journalisten nach der Rückkehr dabei, kompetent über die aktuellen Entwicklungen ihrer Gastländer zu berichten.

Ansprechpartner

Berliner Journalisten-Schule
Clemens Schöll
Karl-Liebknecht-Str. 29
10178 Berlin

Kontakt

Cornelia Reichel
Telefon 0711 46084-684