Adelbert-von-Chamisso-Preis 2007

Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung 2007 an Magdalena Sadlon – Förderpreise an Que Du Luu und Luo Lingyuan

Stuttgart - 4. Oktober - Magdalena Sadlon erhält den mit 15.000 Euro dotierten Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung 2007. Zwei Förderpreise und jeweils 7.000 Euro gehen an Que Du Luu und Luo Lingyuan. Mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ehrt die Robert Bosch Stiftung jährlich herausragende literarische Leistungen deutsch schreibender Autorinnen und Autoren, deren Muttersprache oder kulturelle Herkunft nicht die deutsche ist. Damit ist dieser im literarischen Leben des deutschsprachigen Raums bestens etablierte Preis der einzige seiner Art in Deutschland. Die Preise werden am 27. Februar 2007 in der Allerheiligen Hofkirche der Münchener Residenz verliehen.

Die in Wien und der Slowakei lebende Autorin Magdalena Sadlon erhält den Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung für ihre beiden bisherigen Romane „Die wunderbaren Wege“ (1999) und „Solange es schön ist“ (2006). Sie schreibt, so die Jury, ihre perfekte Prosa, in der sie die Perspektiven souverän wechselt, in einem ganz eigenen, ungewöhnliche Menschenkenntnis verratenden Ton. Ihr äußerst raffiniert konstruierter und sprachlich ausgereifter Roman „Solange es schön ist“ stellt eine gekonnte Mischung aus gelegentlichem Zynismus und humaner Warmherzigkeit dar. Die Autorin wirft einen bösen Blick hinter geschlossene Wohnungstüren und auf die Bewohner eines Wiener Wohnhauses, in dem sich scheinbare Normalität zu einem unheimlichen Szenario mit einem schrecklichen Ende entwickelt.

Magdalena Sadlon wurde 1956 in Zlaté Moravce in der Slowakei geboren und emigrierte mit ihrer Familie 1968 nach Österreich, wo sie eine Schauspielausbildung erhielt und anschließend auch als Schauspielerin tätig war. Darüber hinaus arbeitete sie als Übersetzerin.

Fotos: Markus Kirchgessner

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von links: Luo Lingyuan, Magdalena Sadlon, Que Du Luu
Foto: Markus Kirchgessner
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Magdalena Sadlon
Foto: Markus Kirchgessner
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Luo Lingyuan
Foto: Markus Kirchgessner
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Que Du Luu
Foto: Markus Kirchgessner
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von links: Heinrich Gröner (stellvertretender Geschäftsführer der Robert Bosch Stiftung), Luo Lingyuan, Magdalena Sadlon, Que Du Luu, Hubert Spiegel (FAZ)
Foto: Markus Kirchgessner

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