Arbeiten bei der Robert Bosch Stiftung

Mit Erfahrung den Wandel gestalten: Langjährige Mitarbeiter berichten

Claudia Fisches (seit 1993), Annette Kolb (seit 2000) und Michael Weinmann (seit 2002) gehören zu den erfahrenen Kräften der Robert Bosch Stiftung. Sie geben Auskunft über Konstanz und Wandel einer Organisation, die sich heute als ein modern agierendes Non-Profit-Unternehmen mit rund 200 Mitarbeitern an den Standorten Stuttgart und Berlin versteht.
 

Stifterwille als dauernde Motivation

Ob in der Völkerverständigung wie Claudia Fisches, im Sekretariat der Geschäftsführung wie Annette Kolb (die vorher viele Jahre ein Bereichssekretariat führte), oder im Finanz- und Rechnungswesen wie Michael Weinmann – für alle gilt gleichermaßen: "Eine große Motivation war von Anfang an die Identifikation mit unserem Stifter und seinem Stifterwillen. Diesen mit Leben zu erfüllen und an aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen anzupassen, macht die Arbeit spannend und erfüllend." Die "Weitergabe und das Überdenken der Stifterwerte", so Michael Weinmann, geschehe in gewissen Abständen zentral, z.B., wenn das Leitbild der Stiftung oder die strategische Ausrichtung neu erarbeitet werden. "Aber es passiert auch stetig, etwa bei jedem Einlernen eines neuen Mitarbeiters." Oder im lebendigen Kontakt zu Stipendiaten und Partnern. Darüber berichtet Annette Kolb. Denn sie nimmt sich neben den vielfältigen Aufgaben als Sekretärin des Geschäftsführers immer wieder gerne die Zeit, Besucher durch die Bosch-Villa zu führen. "Es ist mir ein großes Anliegen, unseren Gästen das Leben und Wirken von Robert Bosch nahezubringen. Wo gelingt dies besser als in seinem ehemaligen Wohnhaus?"

Anspruchsvolles und bereicherndes Arbeiten

Die Stiftungsarbeit erleben alle Drei seit jeher als anspruchsvoll und die Arbeitsprozesse als durchaus komplex. Genau dies mache den Reiz der Arbeit aus. "Für die Stiftung zu arbeiten, ist fast wie eine dauernde persönliche Weiterbildung. Man lernt, sich immer wieder Neues anzueignen und es umzusetzen. Ich empfinde das als große Bereicherung", sagt Annette Kolb. Dies betrifft neue Inhalte und Förderformate genauso wie Regelungen und Abläufe, die sich über die Jahre verwaltungstechnisch, organisatorisch oder personell weiterentwickeln – die typischen Merkmale einer lernenden Organisation.

Voneinander lernen im Team

Die vervielfachte Mitarbeiterzahl wie auch das gestiegene Fördervolumen im Verlauf der Jahre haben den Charakter der Arbeit beeinflusst: "Ich beobachte heute eine kleinteiligere Arbeitsteilung, die zusätzliche Führungsebenen mit sich bringt", erklärt Michael Weinmann. "Man ist nicht mehr für alles zuständig und verantwortlich und muss sich gleichzeitig von Aufgaben und Verantwortungen trennen. Die Expertise neuer Mitarbeiter kommt hinzu. So ist insgesamt mehr Teamarbeit gefragt und erforderlich." Diese Teamarbeit schätzt Claudia Fisches sehr: "Der Austausch mit jungen Kollegen ist inspirierend. Denn er bleibt, auch wenn ich als erfahrene Mitarbeiterin z.B. Wissen weitergebe, nie eine Einbahnstraße. Wir lernen stets voneinander."

Erfahrungswerte ermöglichen Optimierung

Welcher zusätzliche und spezielle Beitrag zeichnet die langjährigen Mitarbeiter aus? "Durch unsere Erfahrung können wir im Mix der Kollegen mit unterschiedlicher Zugehörigkeitsdauer neben unseren Kenntnissen bei Bedarf auch Gelassenheit und Lebenserfahrung beisteuern", sagt Claudia Fisches. Michael Weinmann verdeutlicht den besonderen fachlichen Input an einem aktuellen Projekt: "Wenn wir, wie derzeit, ein neues Verwaltungsprogramm für die Stiftung entwickeln, bringen langjährige Mitarbeiter Erfahrungswerte ein, die helfen, bereits gefundene Antworten auf spezielle Fragen nicht immer wieder neu suchen zu müssen. Wir können neue Ansätze relativ schnell abwägen und so einen Beitrag zur Optimierung leisten."