Pressemeldungen 2017
Pressemitteilung

Robert Bosch Stiftung diskutiert gesellschaftliche Rolle der Wissenschaft bei Berlin Science Week

  • 12. Berliner Wissenschaftsgespräch widmet sich der Zukunft des Wissenschaftssystems in Zeiten "alternativer Fakten"
  • Falling Walls Konferenz präsentiert mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung aktuelle Durchbrüche in Wissenschaft und Forschung
  • AcademiaNet Dialog Forum vernetzt Top-Wissenschaftlerinnen in Berlin

Berlin, 30. Oktober 2017 - In den kommenden Tagen lockt die Berlin Science Week Forscher aus der ganzen Welt in die deutsche Hauptstadt. Vom 1. bis zum 10. November haben sie in mehr als 50 Veranstaltungen die Möglichkeit, sich über aktuelle Wissenschaftsthemen auszutauschen und der Öffentlichkeit ihre Arbeit zu präsentieren. Zu den Veranstaltern gehören zahlreiche Akteure aus dem Wissenschaftsbereich, darunter Forschungseinrichtungen aus dem In- und Ausland und mehrere Stiftungen.

So kommen am 7. November auf Einladung der Robert Bosch Stiftung internationale Vertreter aus Wissenschaft, Medien und Politik zum 12. Berliner Wissenschaftsgespräch zusammen. Unter der Leitfrage "Is Knowledge Losing Power?" diskutieren u.a. Frau Professor Helga Nowotny, Vorsitzende des ERA Council Forum Austria, Herr Professor Jean-Pierre Bourguignon, Präsident des European Research Council (ERC) und Sir Philip Campbell, Chefredakteur des renommierten Wissenschaftsmagazins Nature darüber, wie das Wissenschaftssystem in Zeiten sogenannter "alternativer Fakten" Vertrauen aufbauen und erhalten kann und dabei widerstandsfähig gegenüber Angriffen bleibt.

"Eine faktenbasierte Diskussion und Auseinandersetzung mit Argumenten ist die Basis unserer demokratischen Gesellschaft. Wissenschaft hat dieses Prinzip verinnerlicht und steht für die Trennung von Fakten, sprich Daten und Interpretationen", sagt Dr. Katrin Rehak, Leiterin des Bereichs Wissenschaft der Robert Bosch Stiftung. "Wenn diese Dinge vermischt und Fakten zu Meinungen degradiert, wenn Lügen als "alternative Fakten" verharmlost werden, steht nicht nur die Wissenschaft auf dem Spiel. Das gefährdet auch das demokratische Miteinander in unserer pluralistischen Gesellschaft", so Rehak zur diesjährigen Ausrichtung des Gesprächs.

Höhepunkt der Berlin Science Week ist auch in diesem Jahr die Falling Walls Konferenz, die die Robert Bosch Stiftung bereits zum siebten Mal unterstützt. Anlässlich des Jahrestages des Mauerfalls am 9. November präsentieren führende Wissenschaftler ihre aktuellen Forschungsdurchbrüche. Zu den Themen gehören beispielsweise der Klimaschutz, der Umgang mit resistenten Keimen und die Gestaltung wirksamer Unterstützung für Entwicklungsländer.

"Mit ihrer Forschung tragen Wissenschaftler dazu bei, Probleme frühzeitig zu erkennen und Handlungsoptionen für gesellschaftliche Herausforderungen wie Klimawandel oder Ressourcenknappheit zu entwickeln. Die Wirksamkeit ihrer Arbeit hängt jedoch entscheidend von ihrer Rückkopplung mit der Gesellschaft ab. Deshalb unterstützen wir Vorhaben wie die Falling Walls Konferenz, die das große Potenzial der Wissenschaft in die Öffentlichkeit tragen", sagt Rehak.

Ein weiteres Anliegen der Robert Bosch Stiftung ist die Förderung von Frauen in der Wissenschaft. Dafür hat die Stiftung in den vergangenen Jahren u.a. das Online-Portal AcademiaNet aufgebaut. In Kooperation mit Spektrum der Wissenschaft und Nature bietet die Recherchedatenbank kostenlosen Zugang zu 2.500 Porträts von hochqualifizierten Akademikerinnen aus über 40 Ländern. Damit hilft die Website Entscheidungsträgern, geeignete Kandidatinnen für die Besetzung wissenschaftlicher Führungspositionen und Gremien zu finden. Auch Journalisten oder Organisatoren von Konferenzen profitieren von AcademiaNet: Per Mausklick bekommen sie Kontakt zu anerkannten Expertinnen aus allen Fachrichtungen. Das AcademiaNet Dialog Forum bringt die Wissenschaftlerinnen des Netzwerks am 8. November in Berlin zusammen.

Ergebnisse

Die Ergebnisse des Berliner Wissenschaftsgesprächs werden im Anschluss online veröffentlicht.

Kontakt

Michael Herm
Telefon 0711 46084-290