Arbeiten bei der Robert Bosch Stiftung

Von der Stuttgarter Stiftung zur Berliner Tochter: Charlotte Carnehl

Charlotte Carnehls Geschichte als Mitarbeiterin der Robert Bosch Stiftung beginnt vor zwei Jahren. Seither hat die 27-Jährige in zwei Themenbereichen gearbeitet und ist mittlerweile bei der jüngsten "Stiftungstochter" angekommen: Sie wechselte im April 2017 zum International Alumni Center (iac) in Berlin und gehört dort zum Gründungsteam des Bosch Alumni Network. Neben dem iac sind noch weitere Organisationen mit engem Stiftungsbezug in Berlin beheimatet: die "Robert Bosch Academy" als eine Einrichtung der Stiftung und die "Deutsche Schulakademie" als eine Ausgründung.
 

Start-up-Charakter beim Bosch Alumni Network

Gemeinsam mit Geschäftsführer Darius Polok und vier Kolleginnen, erinnert sich Charlotte Carnehl, "fingen wir in Berlin als Team neu an, haben uns selbständig organisiert und versuchen seitdem, unsere Prozesse möglichst schlank zu halten." Die Aufgabe lautet: Ehemalige Stipendiaten, Geförderte, aber auch Partner und Mitarbeiter der Stiftung auf einer Onlineplattform zu vernetzen und als Netzwerkorganisation zu unterstützen, und dies über Programm- und Themengrenzen hinweg. Auf diese Weise führt die Stiftung ihre strategischen Ziele auch in der Alumni-Arbeit weiter. "Verantwortung zu übernehmen für eine neue Aufgabe, das hat mich schon immer gereizt", erklärt Carnehl. "Auch wenn der Unterschied zwischen der perfekt ausgestatteten Stiftung in Stuttgart und unserem Start-up-ähnlichen Laboratorium hier beim Bosch Alumni Network schon gewaltig ist", sagt sie. Das gelte von der Möbelbestellung über die EDV-Anbindung bis hin zur Entwicklung einer Betriebsordnung und der Einführung von agilen Managementmethoden. Sie betont die "Anpackermentalität", die das Berliner Team auszeichne. "Wir kommunizieren intensiv, wir probieren vieles aus und wir lernen schnell. Wir knüpfen unzählige Kontakte und binden die Alumni stets aktiv ein."

Das Internationale als Leidenschaft

Zwei Jahre vorher hatte Charlotte Carnehl gerade ihren Bachelor in Politikwissenschaft und den Master in International Relations in der Tasche, als sie als Hospitantin im Themenbereich Völkerverständigung Amerika und Asien begann. "Ich habe mich sehr schnell sehr wohl gefühlt", erinnert sie sich. "Und gemerkt, wie viele beeindruckende Menschen die Stiftung international fördert und zusammenbringt." Das Internationale sei von jeher ihre Leidenschaft. "Dabei meine Neugier und die professionelle Arbeit miteinander verbinden zu können, ist wirklich erfüllend und motiviert mich enorm." Zumal sie bereits als Hospitantin Verantwortung übertragen bekam und große Wertschätzung von Kollegen und Vorgesetzten spürte.

Thema Alumni immer präsent

Daher wurde Charlotte Carnehl bald aktiv, um weiterhin für die Stiftung arbeiten zu können. "Ich bewarb mich auf eine Stelle im Bereich Völkerverständigung Europa und seine Nachbarn, die als Elternzeitvertretung öffentlich ausgeschrieben war", erzählt sie. Mit Erfolg. Statt USA und Asien stand nun "Europa stärken" auf ihrer beruflichen Tagesordnung. Als Projektmanagerin war sie u.a. für das Bellevue-Programm zuständig. "Ich führte Gespräche mit Stipendiaten aus ganz Europa, alles Nachwuchsführungskräfte oberster Staatsbehörden, war viel unterwegs und lernte ständig dazu." Auch hier, wie schon vorher in anderen Programmen, kam sie immer wieder mit dem Thema Alumni in Berührung. Die Stiftung hatte sich schon länger vorgenommen, diesen enormen Fundus an Personen und Expertise zu aktivieren. Ausdrücklich eingeschlossen sind darin ebenfalls ehemalige Mitarbeiter; auch sie sind "Stiftungs-Alumni".

Lebendige Verbindung zur "Stiftungsmutter"

Charlotte Carnehl war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort: "Ich habe mich gekümmert und mich für das Bosch Alumni Network beworben. Mein damaliger Vorgesetzter hat mich ausdrücklich dazu ermutigt. So hat dann alles toll gepasst." Wenn es heute von Berlin aus um die Verbindung zur Stiftungsmutter nach Stuttgart geht, ist Charlotte Carnehl besonders gefragt: "Ich kenne ja fast alle Kollegen und ich weiß, wie die Stiftung funktioniert" - zwei unschätzbare Vorteile für sie und für ein erfolgreiches Arbeiten der Berliner Tochter.