Arbeiten bei der Robert Bosch Stiftung

Spannender Wechsel zwischen Hochschule und Stiftung

Lisa Schuler studiert BWL-Personalmanagement an der Dualen Hochschule

Als ich im letzten Schuljahr vor dem Abitur über meine Berufswahl nachdachte, waren mir einige Punkte schnell klar: Ich möchte Praxis und Theorie verbinden, also kommt ein Unistudium nicht in Frage, obwohl ich gute Noten hatte. Außerdem möchte ich zügig voll im Beruf stehen. Und mich interessiert das Thema Personalmanagement. An meinem Sozialwissenschaftlichen Gymnasium gab es eine Lehrplaneinheit dazu, die ich sehr spannend fand: Wie schafft man es, die Ziele eines Unternehmens und die Anliegen der Mitarbeiter so in Einklang zu bringen, dass alles optimal funktioniert? Wie gelingt es, dass Leute motiviert an ihren Arbeitsplatz kommen? Damit möchte ich mich beschäftigen. Ich recherchierte und fand die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Lörrach, nicht weit weg von meinem Wohnort Bad Bellingen.

Eine lohnenswerte Herausforderung

"BWL-Personalmanagement/Personaldienstleistung" heißt der Studiengang, der mich direkt ansprach. Sechs Semester lang und jeweils im dreimonatigen Rhythmus der Wechsel zwischen Hochschule und "meinem" Unternehmen. Aber keine Semesterferien, sondern 30 Tage Urlaub im Jahr - das klang schon ein wenig anstrengend. Nach dem ersten halben Jahr kann ich sagen: Es ist eine Herausforderung, aber eine lohnenswerte!

Beeindruckende Stiftung

Voraussetzungen für den Studienplatz sind die Zusage des Ausbildungsunternehmens bzw. ein fester Vertrag. Damit es direkt nach dem Abitur klappt, musste ich im Herbst 2015 loslegen. Auf der Liste der Partnerunternehmen der DHBW fand ich die Robert Bosch Stiftung. Der Name Bosch war mir natürlich bekannt. Aber über die Stiftung hatte ich noch nicht so viel gehört, also suchte ich sie im Netz. Was ich fand, machte mich neugierig und aus meinem Interesse wurde schnell Begeisterung über eine Stiftung, die auf vielen Gebieten Gutes tut. Als ich dann noch las, wie Robert Bosch schon vor 100 Jahren mit seinen Mitarbeitern umging, hat mich das sehr beeindruckt. Beim Vorstellungsgespräch in Stuttgart war ich total aufgeregt. Aber alles hat geklappt, und die Personalabteilung (PER) gab mir eine Zusage! Neben der Zeit bei PER werde ich auch Praxisphasen im Robert-Bosch-Krankenhaus und eine Phase bei der Bosch GmbH absolvieren.

Zum ersten Mal Berufsalltag

Am 1. Oktober 2016 startete ich in Stuttgart. Alles war neu für mich: Wie sieht so ein Berufsalltag überhaupt aus? Welche Aufgaben hat die Abteilung? Wie ist alles organisiert? Was kann ich konkret tun? Das Einführungsseminar für die neuen Mitarbeiter bot einen ersten Überblick über die Stiftungsarbeit. Ich war mit 19 Jahren mit Abstand die jüngste "Neue". Meine Kollegen bei PER haben sich in den folgenden Wochen dann viel Zeit für mich genommen und mir alles gut erklärt.

Immer wieder neu konzentrieren

Anfang 2017 ging es erstmals an die Hochschule in Lörrach. Mein Kurs besteht aus 20 Studierenden; viele davon arbeiten bei Zeitarbeitsfirmen oder anderen Unternehmen. Eine Stiftung als Arbeitgeber ist dabei einzigartig. Im 1. Semester standen vor allem Grundlagen an, und ich musste für die Klausuren am Semesterende wirklich viel lernen. Aber gerade dieses Wechselspiel zwischen Stiftung und Hörsaal finde ich gut. Man lernt dabei, das richtige Maß zu finden und sich jeweils neu zu konzentrieren. Ich bin schon sehr gespannt, wie es in den kommenden Monaten weitergehen wird.