Wissenschafts-Journalismus heute

Studie "Science Media Center Deutschland" - Brauchen wir eine zentrale Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Medien?

Bei aktuellen Ereignissen, in denen die Bevölkerung auf Expertenwissen zur Beurteilung einer Situation angewiesen ist, wie in der EHEC-Krise oder beim Reaktor-Unglück in Fukushima, geraten die Informationsroutinen zwischen Wissenschaft und Medien immer wieder ins Stocken. Spekulationen werden verbreitet, Risiken werden falsch eingeordnet, Hintergründe fehlen, "falsche" Experten melden sich zu Wort… In einer Explorationsstudie hat die Wissenschaftspressekonferenz untersucht, unter welchen Bedingungen ein Science Media Center (SMC) in solchen Phasen und darüber hinaus eine gewinnbringende Schnittstelle sein könnte.

Ein deutsches SMC sollte ein Dienstleistungsangebot unter wissenschaftsjournalistischer Federführung sein. Von Journalisten für Journalisten, aber mit Beratung durch die Wissenschaft. Es sollte Journalisten zeitnah mit wissenschaftsbasierter Orientierung versorgen und schnellen Zugang zu medienkompatiblen Experten vermitteln. Es sollte sich auf kontroverse und komplexe Themen fokussieren und verstärkt in diesen Debatten die Stimme der wissenschaftlichen Evidenz verstärken. So könnte es ein Qualitätspartner des Journalismus werden und seine Einordnungs- und Kritikfähigkeit stärken.

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