Wissenschafts-Journalismus heute

Weiterbildungsseminar für Wissenschaftsjournalisten. HORIZON 2020 - Forschungspolitik in der EU

Über europäische Forschungspolitik wird in deutschen Medien kaum berichtet. Häufig fehlen deutschen Wissenschaftsjournalisten ein inhaltlicher Zugang und die nötigen Kontakte zur EU-Forschungspolitik, aber auch zu unabhängigen Experten. Dabei werfen gerade EU-Förderprogramme Fragen auf, die insbesondere Wissenschaftsjournalisten der Öffentlichkeit erörtern müssen. Das zweitägige Weiterbildungsseminar im September 2014 beleuchtete am Beispiel des EU-Programms HORIZON 2020 Hintergründe, Institutionen und Personen der europäischen Forschungspolitik.

15 Journalisten konnten mithilfe von auf die journalistische Praxis ausgerichteten Informationen und Kontakten zu hochrangigen, kompetenten und unabhängigen Experten aus Wissenschaft und Forschungspolitik interessante Themen herausfiltern und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Referenten wie beispielsweise Waldemar Kütt (Head of Cabinet, Commissioner for Research, Innovation and Science), Prof. Jean-Pierre Bourguignon (President ERC) und Pia Eberhardt (Corporate Europe Observatory CEO) sprachen u.a. über folgende Fragen: Wie agiert Wissenschaft als Akteur in Brüssel? Wie beeinflussen Lobbyisten den politischen Prozess? Wer profitiert von der EU-Forschungsförderung? Bringt europäisch geförderte Forschung andere Ergebnisse als Forschung in nationalen Forschungsprogrammen? Darüber hinaus wurde mit Korrespondenten wie Michael Stabenow (FAZ) und Eric Bonse (Freier Journalist, u.a. taz) erörtert, wie Journalismus in Brüssel funktioniert.