Fast Track

Portraits der Stipendiatinnen

Interdisziplinär, Jahrgang 2016 - 2018
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Dr. Ulrike Abramowski-Mock

Neben Chemotherapie, Bestrahlung und operativem Entfernen entwickelte sich in den letzten Jahren die Zelltherapie zu einer neuen effizienten Waffe gegen den Krebs. Bei dieser Therapieform werden Immunzellen dem Patienten entnommen, modifiziert und schließlich mit ihrer neuen Spezifität in den Patienten transfundiert. Zurück im Körper erkennen die modifizierten Zellen die Krebszellen und töten sie ab. Die Herstellung dieser modifizierten Zellen kann nur in ultra-sterilen Speziallaboren durchgeführt werden und ist sehr zeit- und arbeitsaufwändig. Ich beschäftige mich nun mit folgenden Fragen: Wie kann man den Herstellungsprozess vereinfachen? Ist eine Automatisierung des komplexen Prozesses möglich? Sind die Zellen weiterhin funktional, wenn sie über eine automatische Plattform hergestellt werden? Wie viel Kostenersparnis bringt eine Automatisierung mit sich? Denn je einfacher und günstiger die Herstellung der Zellen ist, desto mehr Patienten können schließlich mithilfe der zellulären Immuntherapie behandelt und hoffentlich geheilt werden.
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Dr. Susanne Becker

"Nature has placed mankind under the governance of two sovereign masters, pain and pleasure" - Jeremy Bentham. Bereits 1780 hat Jeremy Bentham beschrieben, dass wir in unseren Handlungen und Wahrnehmungen maßgeblich durch zwei zunächst gegensätzlich wirkende Reize bestimmt sind, nämlich Schmerz und Freude. Trotzdem hat sich die neurowissenschaftliche Forschung bisher kaum mit den Wechselwirkungen dieser Reize beschäftigt. Ziel meiner Forschung ist daher, zu charakterisieren, wie die Wahrnehmung von Schmerz und Freude bzw. spezifischer Belohnung sich gegenseitig beeinflussen und welche Regionen im Gehirn und auch welche Neurotransmitter diese Wechselwirkung vermitteln. Da wir mittlerweile wissen, dass Patienten mit chronischen Schmerzen bei der Verarbeitung von Belohnung beeinträchtigt sind, ist dies auch direkt in einem klinischen Kontext relevant, da durch die Ergebnisse meiner Forschung die Therapie chronischer Schmerzen verbessert werden kann.
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Dr. Sabrina Disch

Wie kann man die magnetische Information in Nanoteilchen gezielt stabilisieren, die Wechselwirkung zwischen benachbarten magnetischen Einheiten beeinflussen? Diese Fragestellungen sind zentral für die Entwicklung anwendungsrelevanter Nanomaterialien, etwa als Nanosonden mit definierter Magnetisierungsrelaxation für medizinische Anwendungen oder als magnetische Einheiten mit optimiertem magnetischem Schaltverhalten für die elektromagnetische Sensorik. In einem interdisziplinären Ansatz verknüpft Sabrina Disch die Präparation neuartiger nanoskaliger Materialien mit der Untersuchung ihrer physikalischen (v.a. magnetischen) Eigenschaften. Dabei setzt sie polarisierte Neutronen als Sonde für die orts- und zeitaufgelöste Magnetisierung ein. Zu den untersuchten Materialarten zählen unter anderem kristalline Anordnungen von formanisotropen magnetischen Nanoteilchen (sog. Mesokristalle) und magnetische Schichtsysteme mit rotatorischer Fehlordnung (sog. Ferekristalle).
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Dr. Julia Enxing

Kann denn Kirche sündig sein? Ausgehend von der jüngsten Schuldgeschichte der katholischen Kirche frage ich, inwiefern sich die faktische Schuld und Sünde (in) der Kirche mit ihrem Anspruch, eine heilige Kirche zu sein, vereinbaren lässt. Die traditionelle Trennung zwischen heiliger Kirche und sündigen Gliedern scheint die Wirklichkeit nicht einzuholen. Mein Ziel ist es aufzuzeigen, inwiefern Kirche stets heilig und sündig zugleich ist – Sünde und Schuld (in) der Kirche also nicht nur sind, sondern sogar sein dürfen.
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Prof. Dr. Shirin Faraji

Ultraschnelle zeitaufgelöste Spektroskopie ermöglicht die Beobachtung von chemischen Prozessen in Echtzeit auch quantenmechanischem Niveau. Allerdings sind die Spektren von solch fortgeschrittenen Experimenten äußerst komplex und detailliert, und die zu ihrer Interpretation nötige Theorie ist noch nicht so weit entwickelt wie die experimentellen Techniken. Um eine detailliertes Verständnis der Dynamik und einen direkten Vergleich mit dem Experiment zu ermöglichen, sollen moderne zeitabhängige (nichtlineare und multidimensionale) Spektroskopien simuliert werden. Prof. Shirin Faraji beschäftigt sich mit Quantendynamiksimulationen licht-induzierte Prozesse und Quanteneffekte von mittelgroßer Moleküle in der kondensierten Phase. Diese werden zur Interpretation von moderner Spektroskopie benötigt. Daher werden Beiträge aus diesem Gebiet zukünftig unverzichtbar für den Erfolg vieler interdisziplinär vernetzter Sonderforschungsbereiche, Schwerpunktprogramme, Graduiertenschulen usw. im Grenzbereich zwischen Chemie, Physik, Biologie, Materialwissenschaften und Medizin.
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Prof. Dr. Esther Florin

Wie kommunizieren verschiedene Gehirnareale miteinander? Was passiert, wenn durch eine neurologische Erkrankung diese Kommunikation nicht mehr problemlos funktioniert? Dieses Fragen untersuche ich mit elektrophysiologischen Messmethoden (z.B. MEG und EEG) und Zeitreihenanalyse. Hierfür kombiniere ich methodische Entwicklungen aus der Physik mit Anwendungen und Forschungsfragen aus den Neurowissenschaften. Ein besonderer Schwerpunkt meiner Forschung aus neurowissenschaftlicher Sicht ist die Parkinson’sche Erkrankung. Durch meine Forschung möchte ich ein besseres Verständnis der Erkrankung, aber auch der Behandlung mit Medikamenten und tiefer Hirnstimulation erreichen. Langfristig soll dieses zu verbesserten Behandlungsmöglichkeiten führen.
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Dr. Christiane Fröhlich

Über 60 Millionen Menschen sind heute auf der Flucht vor Gewalt, Verfolgung, Armut und Not. Ich beschäftige mich aus friedenswissenschaftlicher Perspektive mit den Ursachen dieser Migrationsbewegungen, insbesondere mit der Rolle, die globaler Umweltwandel für sie spielt. Mein Fallbeispiel ist Syrien, das zunehmend als ein „Paradebeispiel“ für den hypothetisierten Zusammenhang zwischen Klimawandel, Migration und Konflikteskalation gilt. Doch welches Sicherheitsverständnis liegt dieser Idee eigentlich zugrunde? Und welche Folgen hat das für europäische und deutsche (Im)Migrationspolitik? Welche Rolle spielt die Asymmetrie zwischen globalem Norden und globalem Süden für Migrationsentscheidungen und das internationale Flüchtlingsregime? Sind die Kategorien „Flüchtling“ und „Migrant“ für die heutige Zeit noch nützlich, oder sollten wir lieber von „Überlebensmigrant*innen“ sprechen? Mit diesen Fragen setze ich mich in meiner Forschung kritisch auseinander.
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Dr. Jana Glumm

Wie können magnetische Eisenoxidnanopartikel dabei helfen endlich eine effektive Strategie zur Überwindung der Querschnittlähmung zu finden? Dieser Frage geht die Neurowissenschaftlerin an der Charité und Oberärztin für Neurochirurgie des HELIOS Klinikum Berlin Buch nach und erforscht die Auswirkungen von Nanopartikeln in neuronalen Zell- und Schnittkulturen sowie im Tierexperiment. Hierbei stehen die Wechselwirkungen spezieller Eisenoxid-Nanopartikeln mit der extrazellulären Matrix (ECM),  die infolge von ZNS Läsionen sekretierten Mikrovesikel und deren Rolle bei der Neuron-Glia-Kommunikation sowie Ansätze für die in vivo Bildgebung im Fokus.
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Jun.-Prof. Dr. Enkelejda Kasneci

Enkelejda Kasneci ist Juniorprofessorin für Perception Engineering im Fachbereich Informatik an der Universität Tübingen. Gefördert durch die Bosch- und Markel-Stiftung studierte sie Informatik an der Universität Stuttgart und promovierte im Jahr 2013 an der Universität Tübingen. Für ihre Dissertation wurde sie im Jahr 2014 mit dem Südwestmetall-Förderpreis für Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet. Von 2013 bis 2015 war sie Post-Doktorandin und Margarte-von-Wrangell Fellow an der Universität Tübingen. Gemeinsam mit ihrer Arbeitsgruppe forscht sie an der Kombination von Methoden des Maschinellen Lernens mit Eye-Tracking-Technologie, um Mechanismen der visuellen Wahrnehmung auf den Grund zu gehen und einen Mehrwert für verschiedene Anwendungen in Forschung und Industrie zu generieren. Sie setzt sich zudem für pragmatische Lösungen ein, um die Position der Frau in unserer Gesellschaft zu verbessern. Sie ist Gründerin des Karrierenetzwerkes LeadersLikeHer (www.leaderslikeher.net), ein soziales Netzwerk, das den Austausch zwischen hochqualifizierten und zielorientierten Frauen und ihre gegenseitige Unterstützung vereinfacht und fördert. Für Ihr Engagement wurde sie zum Junior Fellow der Gesellschaft für Informatik ernannt.
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Dr. Sara Kleindienst

Mikroorgansimen befinden sich überall und in großer Anzahl - sie sind Hauptbestandteil der globalen Biomasse. Darüber hinaus haben Mikroorganismen vielfältige Stoffwechselwege und beeinflussen maßgeblich die geochemischen Kreisläufe der Erde. Bestimmte Mikroorganismen können z.B. Schadstoffe abbauen, die ansonsten eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen würden. Die Molekularökologin Sara Kleindienst erforscht den mikrobiellen Abbau von Schadstoffen in Grund- und Meerwasser und beschäftigt sich mit der Entschlüsselung neuer mikrobieller Stoffwechselwege. Dabei kombiniert sie Feld- und Laborarbeiten und erforscht Proben aus unterschiedlichsten Regionen der Erde, u.a. aus dem Golf von Mexiko oder aus dem Arktischen Ozean.
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Dr. Nicola Maaser

Wovon hängt es ab, wer was bei einer Verhandlung bekommt? Wie sollten Entscheidungsprozesse gestaltet sein, damit faire oder effiziente Verteilungen von Ressourcen zustande kommen? Wann führt ungleiche politische Repräsentation zu Abspaltungsbestrebungen? Wie können Institutionen so gestaltet werden, dass sie die Verständigung zwischen heterogenen Gruppen fördern? Die Ökonomin Nicola Maaser forscht ― theoretisch, empirisch und mit Hilfe von Experimenten – zu grundlegenden Fragen im Bereich kollektiver Entscheidungen und zur politischen Ökonomie von föderalen Strukturen. Ihr Ziel ist es, zu einem besseren Verständnis von politischen Ergebnissen zu gelangen, insbesondere mit Blick auf die Europäische Union und auf Deutschland, und dazu beizutragen, demokratische Institutionen gerecht und stabil zu gestalten.
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Dr. Christina S. Mullins

Warum bestehen wir (oder zumindest unser Erbgut) zu 45% vermeintlich aus genetischem Müll? Ein Großteil davon stammt von humanen endogenen Retroviren ab. Diese sind Überbleibsel viraler Infektionen unserer Vorfahren bereits vor Millionen von Jahren. Bislang wurden diese Abschnitte unserer DNA zumeist als unnötiger Ballast betrachtet. Dies ist aber ein Irrglaube. Heute wissen wir beispielsweise, dass man oder besser Frau ihnen die Entstehung der Plazenta mitverdankt. Leider spielen diese DNA Abschnitte aber auch bei der Entstehung von Krankheiten wie der Multiplen Sklerose und Krebs eine Rolle. An der Universitätsmedizin Rostock beschäftige ich mich mit der Frage, inwiefern diese humanen endogenen Retroviren an der Entstehung von Darmkrebs beteiligt sind.  Ziel ist es diese Erkenntnisse in diagnostische, besser noch therapeutische Verfahren einfließen zu lassen um somit die Heilungschancen von Patienten mir Dickdarmkrebs zu verbessern.
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Dr. Konstantina Papathanasiou

Wenn ein deutscher Bürger dringend eine Niere braucht und dafür nach China fliegt, um innerhalb von wenigen Tagen ein Transplantat zu bekommen, macht er sich nach deutschem Recht strafbar. Ebenso strafbar ist die Beteiligung von deutschen Stammzellforschern an Forschungsprojekten im Ausland, wenn dadurch nicht genehmigte Vorhaben im Inland unterstützt werden oder eine nicht genehmigte Einfuhr embryonaler Stammzellen ermöglicht wird. Konstantina Papathanasiou will die Antwort darauf geben, warum das so ist bzw. inwieweit das in diesen und ähnlich gelagerten Fällen so sein sollte. Ziel Ihres Habilitationsprojekts „Ius puniendi und staatliche Souveränität – Entstehung, Entwicklung und Erklärung des Geltungsanspruchs des transnationalen Strafrechts“ ist es, basierend auf strafrechtlichen, völkerrechtlichen und verfassungsrechtlichen Überlegungen Rechtsnatur, Funktion und legitimierende Grundlagen des transnationalen Strafrechts zu beleuchten und staatsrechtlich schlüssig zu begründen.
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Dr. Clarissa Schönecker

Teflon-Pfannen, selbstreinigende Wandfarbe oder Nano-Imprägnierspray sind einige alltägliche Beispiele, wie Oberflächen spezielle Eigenschaften verliehen werden können, wie wasser- oder schmutzabweisend zu sein. Diese entstehen durch geschickte Kombination von sehr kleinen Oberflächenstrukturen, Oberflächenchemie und –physik. Clarissa Schönecker untersucht an der Schnittstelle zwischen Ingenieur- und Naturwissenschaften die Funktionsmechanismen solcher und neuer Oberflächen, welche z.B. den Reibungswiderstand erniedrigen oder in industriellen Prozessen eingesetzt werden könnten, um damit den Energieaufwand zu erniedrigen. Sie kombiniert die Entwicklung theoretischer Modelle für die Strömung von Flüssigkeiten in der Nähe von Oberflächen mit experimentellen Untersuchungen der Dynamik unter dem Mikroskop. Auf diese Weise können Vorhersagen gemacht werden, wie eine Oberfläche gebaut werden muss, um ein für die Anwendung optimales Verhalten zu besitzen.
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Dr. Meike Stumpp

Die Menschen lieben das Meer und nutzen die Ressourcen, die es ihnen bietet. Die meisten Menschen sind sich jedoch nicht bewusst, welche stillen Dienstleistungen die Ozeane für unser Leben übernehmen und was das für Konsequenzen für die Lebewesen hat. So absorbieren die Weltmeere zwei Drittel des CO2s, was wir Menschen momentan durch die Nutzung fossiler Brennstoffe produzieren, und steuern so dazu bei, dass die durch den CO2 Ausstoß hervorgerufene Klimaerwärmung gering bleibt. Das absorbierte CO2 hat jedoch für die Ozeane und seiner Bewohner Konsequenzen, weil es den pH-Wert des Meerwassers messbar senkt. In meiner Forschung am GEOMAR in Kiel und jetzt an der Universität von Kiel frage ich mich, wie sich Umweltveränderungen, wie zum Beispiel eine pH-Senkung oder Temperaturerhöhung, auf Meeresorganismen auswirken. Dabei beschäftige ich mich mit den Larvenstadien einer Reihe ökologischer Schlüssel-Organismen, wie Seesterne und Seeigel, und versuche zu verstehen, welche physiologischen Prozesse in diesen Organismen so beeinflusst werden, dass sie eher sensitiv oder robust gegenüber Umweltveränderungen reagieren. Anhand solcher Kenntnisse könnte man in Zukunft besonders gefährdete Gruppen benennen und ich wünsche mir, damit einen Beitrag zum Schutz der Meere und seiner Ökosysteme zu leisten.
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Dr. Anita Tusche

Wir alle haben Situationen erlebt, in denen wir uns gewünscht haben, dass unser Gegenüber sich kooperativer, fairer oder großzügiger verhält. Anita Tusche nutzt Methoden der Neurowissenschaften, Sozialpsychologie und der Mikro-Ökonomie um zu verstehen, welche einzelnen mentale Prozesse zu kooperativen und prosozialen Entscheidungen beitragen. Welche Rolle spielen Empathie, Selbstkontrolle selbstsüchtiger Impulse oder die Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse anderer Menschen? Wie werden diese Teilprozesse im menschlichen Gehirn verarbeitet, gewichtet und zu einer Entscheidung zusammengeführt? Das Verständnis der relevanten Teilprozesse erlaubt uns, diese zentralen Mechanismen aktiv zu unterstützen und kooperatives und altruistisches Verhalten zu fördern.
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Dr. Monika Undorf

Menschen verfügen über die bemerkenswerte Fähigkeit, ihre eigenen Gedanken zu reflektieren. Jeder einzelne von uns verlässt sich nahezu täglich auf seine Kognitionen über Kognitionen – also auf Metakognitionen. Wenn jemand beispielsweise Notizen schreibt oder Kalendereinträge vornimmt, so belegt dies, dass er um die Grenzen seines Gedächtnisses weiß und dieses Wissen für die Bewältigung von Alltagsproblemen nutzt. Zugleich demonstriert dieses Beispiel, dass eine effektive Selbststeuerung des Verhaltens nur bei hinreichend präzisen Metakognitionen gelingt: Wer zu Unrecht davon ausgeht, einen Termin ohne Kalendereintrag zu erinnern, wird diesen vermutlich versäumen. Ich erforsche die Informationsbasis von Metakognitionen mithilfe verschiedener experimenteller und statistischer Methoden. Meine Forschungsarbeiten erweitern die Theoriebildung im Bereich der Metakognitionen und zeigen auf, wie sich die Genauigkeit von Metakognitionen verbessert lässt.
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Dr. Miriam M. Unterlass

Hochleistungspolymere sind Kunststoffe, die z. B. hohe Stabilität gegenüber hohen Temperaturen und aggressiven Chemikalien aufweisen. Gängige Herstellungsmethoden von Hochleistungskunststoffen erfordern die Verwendung giftiger und kostspieliger Lösemittel. Können Hochleistungskunststoffe mittels umwelt- und gesundheitsschonenden Prozessen hergestellt werden, die gleichzeitig zu verbesserten Materialeigenschaften führen? Dieser Frage geht Miriam Unterlass in ihrer Forschungsarbeit nach. Hierzu entwickelt sie Synthesemethoden die – an natürlichen Mineralbildungsprozessen orientiert – lediglich heißes Wasser benötigen, sowie Festkörperreaktionen die ganz ohne Lösemittel auskommen.
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Dr. Barbara Wall

Warum werden manche Erzählungen weitergegeben, während andere in Vergessenheit geraten? Barbara Wall erforscht die Prozesse der Kanonisation von Erzählliteratur in der sinographischen Kosmopolis, d.h. in dem Gebiet, welches durch das Klassische Chinesisch als Schriftsprache bis zum 20. Jahrhundert zusammengehalten wurde. Im Mittelpunkt stehen hierbei Korea, China und Japan. Unter der Leitfrage "Was ist eigentlich eine Erzählung?" untersucht sie, wie Erzählungen durch Zirkulation, Translation und Adaption immer wieder neue Gestalt annehmen. Ihre Forschungen beschränken sich nicht nur auf literarische Texte, sondern umschließen auch visuelle und auditive Transformationen.