Eindrücke von der Leipziger Buchmesse

Idil Nuna Baydar bei Europa21 auf der Leipziger Buchmesse
Fotos: Rainer Justen 
Unter dem Titel "Europa, wir müssen reden!" eröffnete Schauspielerin und Comedian Idil Nuna Baydar den Programmschwerpunkt Europa21 mit der Kunstfigur Jilet Ayse. Ihre Alltagsbeobachtungen entlarven Bilder, Klischees und Vorurteile, die wir voneinander haben.
 
Esra Küçük, Kuratorin des Programmschwerpunkts Europa21, ist Mitglied im Direktorium des Maxim Gorki Forum. Zuvor initiierte sie die Junge Islam Konferenz, ein deutschlandweites Bildungsprogramm.
 
„Wie reden wir miteinander?“ Die Kolumnistin und Autorin Mely Kiyak, der Historiker Kijan Espahangizi und der Schauspieler, Komiker und Kabarettist Fatih Çevikkollu stellen unsere Debattenkultur auf den Prüfstand. Moderiert wurde die Diskussion von der Kuratorin Esra Küçük.
 
Das Interesse an den Diskussionen war groß: Zahlreiche Messebesucher versammelten sich im Café Europa.
 
„Wer ist das Volk?“ Die Kuratorin und Kulturdiplomatin Katarzyna Wielga-Skolimowska, Schauspielerin Katja Riemann und der Kulturwissenschaftler und ehemalige Direktor des Victoria and Albert Museums in London, Martin Roth, sprachen über Formen und Gestaltung von Demokratie und den Aufstieg rechtsnationaler Strömungen.
 
Messebesucher im persönlichen Austausch mit den Autoren Sivian Ben Yishai (l.) und Necati Öziri (re.). Begleitet von den Moderatoren Sasha Marianna Salzmann und Deniz Utlu (mitte), geht es im kleinen Kreis um Identität, Zugehörigkeit und die Suche nach der individuellen Sprache, die die immer komplexer werdende Welt (be)greifbar macht.
 
„Wer sind „Wir“ und wer gehört dazu?“ Auf dem Podium: Naika Foroutan, stv. Leiterin des Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung, deutschlandweit bekannt mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten, die Sarrazins Thesen widerlegten. Mit dabei sind auch der Autor und Wissenschaftler Mark Terkessidis sowie Autor und Musiker Thomas Meinecke.
 
Der Denkraum „Europa21“ stand allen Besuchern der Leipziger Buchmesse offen und lud zum Mitdiskutieren ein.
 
Kuratorin Esra Küçük (re.) brachte im Salon Europa kritische Stimmen und kreative Gedanken aus Europa zusammen. Mit dabei (v.l.nr.): Der deutsch-polnische Journalist Philipp Fritz, Moderatorin Anke Plättner und die Autoren Julia Friedrichs und Roger de Weck.
 
Was hat das mit uns zu tun? Was ist für uns Europa? Welche Rolle können und wollen Künstler angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen spielen? Diese Fragen beschäftigen die Autoren der Werkstatt „Schreiben im Fall“: Nicoleta Esinencu, Sivian Ben Yishai, Necati Öziri und Yavuz Ekinci (v.l.n.r.).
 
Aufführung des mehrfach ausgezeichneten und international beachteten Stücks FUCK YOU, Eu.ro.Pa! Autorin Nicoleta Esinencu sprach in dem wütenden Monolog mit ihrem verstorbenen Vater. Sie erinnerte sich an die Kindheit in Moldau, an ihr Studium, an ihre Zeit in Europa und an die Perestroika-Zeit. Eine Produktion des Studio Я /Maxim Gorki Theater.