Aktuelle Themen 2017

Junge Brückenbauer für Europa

Die Unterzeichnung der Römischen Verträge vor 60 Jahren bildete den Startschuss für ein geeintes Europa. Was bedeutet Europa den jungen Menschen heute? Schüler aus sieben Ländern haben geantwortet. Sie sprechen über unterschiedliche Menschen und Traditionen, über Heimat und wofür es sich zu kämpfen lohnt.
Philipp Knichel | März 2017
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Foto: David Ausserhofer/Deutsche Nationalstiftung
Europa ist mehr als Bürokratie und Parlamentsdebatten - Europa steht vor allem für Frieden, Menschenrechte und Demokratie. Gerade für junge Menschen sind diese Begriffe jedoch oft schwer greifbar. Das Projekt SchulBrücke Europa schafft seit 2007 Raum für Begegnung und Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern aus ganz Europa. Während vier Projektwochen in verschiedenen deutschen Städten diskutieren sie gemeinsam über die Zukunft des Kontinents. So soll aus persönlichen Kontakten und Erlebnissen Begeisterung für Europa und Lust zur politischen Beteiligung erwachsen.

Zum zehnjährigen Jubiläum der SchulBrücke trafen sich 48 Teilnehmer mit Lehrkräften und Alumni auf dem Stuttgarter Heidehof, dem Gelände der Robert Bosch Stiftung. Dort besuchten sie Workshops zu Themen wie Zusammenhalt und nachhaltiger Landwirtschaft, diskutierten Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche in Europa und überlegten, wie unser Kontinent morgen aussehen könnte. Wir haben einige der Teilnehmer gefragt:
 

Was bedeutet Europa für dich persönlich?

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Fotos: David Ausserhofer/Deutsche Nationalstiftung 
Paul (16) aus der Slowakei
"Für mich ist Europa vor allem Gemeinschaft. Auch wenn wir unterschiedliche Nationalitäten haben und verschiedene Sprachen sprechen, denke ich, dass wir alle mehr oder weniger die gleichen Menschen sind. Die Unterschiede sollten uns nicht trennen, im Gegenteil, wir brauchen sie sogar."

SchulBrücke Europa

Die SchulBrücke wurde von der Deutschen Nationalstiftung entwickelt und wird seit 2006/2007 gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung durchgeführt. Die pädagogische Begleitung des Seminars übernimmt die Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar. Mittlerweile beteiligen sich über 30 Schulen aus 14 europäischen Ländern an dem Projekt.

Europa stärken

In Zeiten, in denen der europäische Einigungsgedanke gefährdet ist, möchten wir die demokratische Substanz in Europa stärken. Dazu führen wir lebhafte Debatten zur Zukunft Europas über nationale und gesellschaftliche Grenzen hinweg. Außerdem adressieren wir mit Bildungsprogrammen gezielt junge Menschen, um sie zur kritischen Teilhabe anzuregen.