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Filmförderpreis für neue deutsch-arabische Produktionen

Im Rahmen von Berlinale Talents hat die Robert Bosch Stiftung den Filmförderpreis für internationale Zusammenarbeit an Nachwuchsfilmemacher aus Deutschland und der Arabischen Welt verliehen. Passend zum diesjährigen Berlinale Talents Motto "Courage" erzählen die drei Gewinnerprojekte Geschichten von Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.
Robert Bosch Stiftung | Februar 2017
Filmpreis_2017_01
Foto: David Ausserhofer
Zum fünften Mal hat die Robert Bosch Stiftung deutsch-arabische Teams aus jungen Filmschaffenden mit dem Filmförderpreis für internationale Zusammenarbeit ausgezeichnet. Mit dem Preisgeld in Höhe von jeweils bis zu 60.000 Euro können die drei Teams nun ihre Filmprojekte umsetzen.

Die Preisverleihung fand im Hebbel am Ufer (HAU1) im Rahmen von Berlinale Talents statt, dem wichtigsten Treffpunkt angehender Filmemacher während der 67. Berliner Filmfestspiele.

Die Gewinner

Kategorie Kurzspielfilm: The Trap

Der deutsch-ägyptische Film The Trap erzählt die Geschichte der jungen Aya in einem heruntergekommenen ägyptischen Badeort, die sich gegen die zunehmende Dominanz ihres Freundes behaupten muss. "Eine Geschichte über Schmerz, Verzweiflung, und die Unmöglichkeit, eine vernünftige Lösung zu finden", so die Jury. Regie führt Nada Riyadh aus Ägypten, Produzenten sind Eva Schellenbeck aus Deutschland und Ayman El Amir, Ägypten.

Kategorie Animationsfilm: Night

Der Film porträtiert eine Mutter, die seit Jahren von Schlaflosigkeit geplagt wird und auf einen Geschichtenerzähler trifft, der mit seinen Worten Schlaflose heilen kann. Die Jury würdigte die wunderschön gezeichnete Animation. Zudem beeindruckten die fesselnde, traurige, aber auch befreiende Geschichte über die Last der Hoffnung und das engagierte, überzeugende Team, das mehr als nur einen Film hinterlassen möchte. Bei dem Projekt führt Ahmad Saleh aus Jordanien Regie. Produzenten sind Jessica Neubauer aus Deutschland und Saleh Saleh (Jordanien).

Kategorie Dokumentarfilm: Behind Closed Doors

Schauplatz des gemeinsam von marokkanischen und deutschen Filmemachern entwickelten Projekts über Cannabis-Anbau ist ein kleines abgelegenes Dorf in einer ländlichen Region. Der Film packt durch seine Thematik: das tagtägliche Ringen um Stabilität in einer kleinen Gemeinschaft, deren Existenzgrundlage der riskante, nicht legale Cannabis-Anbau ist. Regie führt Yakout Elhababi aus Marokko, Produzenten sind Karoline Henkel aus Deutschland und Hind Saih, Marokko/Frankreich.

Eindrücke der Preisverleihung

Eindrücke der Preisverleihung

Fotos: David Ausserhofer 
Die jordanische Prinzessin Rym Ali (rechts), Mitglied der Königlichen Filmkommission Jordaniens, im Gespräch mit Jurymitglied Marianne Khoury.

Der Filmförderpreis

Seit 2013 vergibt die Robert Bosch Stiftung im Rahmen von Berlinale Talents den Filmförderpreis für internationale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der arabischen Welt. Der mit insgesamt 180.000 € dotierte Preis ermöglicht Nachwuchsfilmemachern, gemeinsam Filmideen in den Sparten Dokumentarfilm, Kurzfilm und Animationsfilm zu verwirklichen. Im Wettbewerb standen in diesem Jahr Koproduktionen aus Ägypten, Jordanien, dem Libanon, Marokko, Palästina, Saudi Arabien, der Republik Sudan und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

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