Pressemeldungen 2017
Pressemitteilung

Robert Bosch Academy – Rückblick 2016 und Ausblick 2017: Think.Debate.Inspire.

Berlin, 31. Januar 2017 - 16 Richard von Weizsäcker Fellows aus 14 Nationen verbrachten im vergangenen Jahr mehrmonatige Arbeitsaufenthalte an der Robert Bosch Academy in Berlin. Darunter waren führende Experten aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft wie Philip Gordon, von 2013 - 2015 Koordinator im Weißen Haus für den Nahen Osten, Nordafrika und die Golf-Region, Dr. Lloyd Axworthy, früherer Außenminister Kanadas, James Kondo, ehemaliger Vizepräsident des Kurznachrichtendienstes Twitter und Natalie Nougayrède, Kolumnistin und Mitglied der Chefredaktion bei „The Guardian“. Die Themen der Fellows reichten von der gesellschaftspolitischen Lage in Griechenland über den arabisch-israelischen Nahost-Konflikt bis hin zu den Chancen von Big Data und Artificial Intelligence oder der geopolitischen Bedeutung natürlicher Ressourcen.

65 Veranstaltungen und über 120 Hintergrundgespräche

Während ihrer Aufenthalte standen die Fellows im engen Austausch mit Vertretern und Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Mit einem individuellen Gesprächs- und Veranstaltungsprogramm förderte die Robert Bosch Academy auch 2016 den interdisziplinären und multilateralen Austausch und ermöglichte den Fellows direkte Einblicke in deutsche und europäische Entscheidungsprozesse. Im Gegenzug brachten sie ihre Perspektiven in Fachdebatten und den öffentliche Diskurs ein.

Ein Highlight war die fünftägige „Academy on Tour“ im Herbst. 25 ehemalige, aktuelle und zukünftige Richard von Weizsäcker Fellows erhielten bei der Studienreise zum Thema „Germany and the Refugee Story“ wertvolle Einblicke in deutsche Migrations- und Sicherheitspolitik sowie in Integration und Teilhabe von Geflüchteten in Gesellschaft und Arbeitsmarkt. Bei Besuchen verschiedener Initiativen und bundesweiten Gesprächen mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft brachten die internationalen Entscheidungsträger und Meinungsbildner ihre Expertise und Perspektiven in die deutsche Debatte ein.

Richard von Weizsäcker Fellows im Frühjahr 2017

Neue Richard von Weizsäcker Fellows werden ab Februar in Berlin zu Gast sein. „Wir freuen uns auf neue und wiederkehrende Richard von Weizsäcker Fellows und die damit verbundene Vielfalt an Themen an der Robert Bosch Academy als Ort für Interdisziplinarität und multilaterale Debatten“, sagt Sandra Breka, Leiterin der Robert Bosch Academy sowie der Berliner Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung.

Ally Derks war bis letztes Jahr Direktorin des International Documentary Film Festival Amsterdam (IDFA), welches sie 1988 gründete. Bis 2015 war sie zudem Direktorin und Leiterin des Auswahlkomitees für den IDFA Bertha Fund, der Dokumentarfilmer in Entwicklungsländern unterstützt. Ally Derks war Jurymitglied bei zahlreichen Filmfestivals, unter anderem beim Sundance, Hotdocs, Silverdocs und Nordisk. Des Weiteren verantwortete sie Retrospektiven unter anderem für kubanische, kasachische, litauische, palästinensisch/israelische und polnische Dokumentarfilme.

Charles Landry erschuf das Konzept der „Kreativen Stadt“ („Creative City“) Ende der 1980er Jahre. Es beschäftigte sich mit der Frage, wie in Städten Bedingungen geschaffen werden können, die Menschen und Organisationen dazu befähigen, kreative Ideen und Problemlösungen zu entwickeln. Aus dem Konzept heraus erwuchs eine globale Bewegung, die grundlegend die Art und Weise veränderte, wie über die Potenziale und Ressourcen von Städten nachgedacht wird. Er betreibt praxisnahe Forschung und begleitet komplexe urbane Wandlungsprozesse sowie die Umsetzung von städtebaulichen Visionen.

Natalie Nougayrède ist eine französische Journalistin. Seit Oktober 2014 ist sie Mitglied der Chefredaktion und Kolumnistin bei ‚The Guardian‘. Zuvor war sie bei ‚Le Monde‘ als Chefredakteurin sowie als Auslandskorrespondentin und Leiterin des Moskauer Büros tätig. Nougayrède schreibt über internationale und europäische Angelegenheiten, insbesondere über Sicherheitsfragen und Menschenrechte. Darüber hinaus ist Nougayrède Mitautorin von zahlreichen Büchern und Artikeln zu Wladimir Putins Russland und zu der im Jahr 2006 ermordeten russischen Journalistin Anna Politkowskaya.

Soli Özel gilt als führender Türkei-Experte und ist bekannt für seine Analysen zu aktuellen geopolitischen Entwicklungen des Nahen Ostens. Er ist als Professor für internationale Beziehungen an der Istanbuler Kadir Has-Universität und als Kolumnist bei der Tageszeitung Habertürk tätig. Özel beschäftigt sich während seines Fellowships vor allem mit der soziokulturellen Transformation der Türkei und ihrer veränderten geopolitischen Rolle.

Michael van Graan zählt zu den führenden zeitgenössischen Bühnenautoren in Südafrika. Er gestaltete wesentlich die Kulturpolitik des Landes nach dem Ende der Apartheid. Die UN-Kulturorganisation UNESCO ernannte ihn 2011 zum Sachverständigen. In dieser Funktion unterstützt er Regierungen im globalen Süden bei der Entwicklung ihrer Kulturpolitik entlang der Vorgaben der UN-Konvention für den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen. An der Academy beschäftigt er sich mit der Bedeutung von Kultur für Demokratie, Menschenrechte und Nachhaltige Entwicklung.

Für Hintergrundgespräche und Statements zum aktuellen Tagesgeschehen stehen die Fellows auch 2017 gerne zur Verfügung.

Über die Robert Bosch Academy

Die Einrichtung der Robert Bosch Stiftung bietet einen Raum für multilateralen und lösungsorientierten Austausch sowie interdisziplinäre Zusammenarbeit zu den Fragen unserer Zeit. Die Robert Bosch Academy bereichert den gesellschaftspolitischen Diskurs mit vielfältigen Perspektiven und trägt zu einer meinungsstarken und verantwortungsvoll geführten Debattenkultur bei.

Weitere Informationen

Kontakt

Julia Rommel
Telefon 0711 46084-750
Jannik Rust
Robert Bosch Academy
Telefon 030 220025-318