Mein fremder Zwilling – Dialog durch eine besondere Gemeinsamkeit

Einheimische und Flüchtlinge treffen sich in Konstanz
Fotos: Café Mondial e.V.:Andreas Sauer   
Das Besondere an dem Projekt ist, dass es keine Lösung für ein Problem anstrebt, sondern einfach Menschen zusammenbringt. Sie bekommen die Gelegenheit sich zu begegnen und kennenzulernen, denn Berührungsängste gibt es auf beiden Seiten.
Einheimische und Flüchtlinge kommen als fremde Zwillinge zusammen
 
In zwei Treffen lernten sich im Herbst 2016 bereits 26 Zwillinge kennen und tauschten sich über ihr Leben aus:
Teilnehmer von mein fremder Zwilling im Stuhlkreis
 
Wo wurden sie geboren? Wie sind ihre Lebenswege verlaufen? Wie feiern sie ihre Feste? Was bewegt sie? Was sind ihre Wünsche und Träume?
Zwei Frauen im Gespräch
 
"Zwei 17-jährige Jungs haben sich von Anfang an richtig gut verstanden. Zwei Frauen in den 60er Jahrgängen haben gemerkt, dass es viele Parallelen in ihren Leben gibt, z.B. die Erfahrung Mutter zu werden, den Mann zu verlieren oder Existenzängste durchzustehen. Trotz ihrer Unterschiede hatten sie ganz ähnliche prägende Erfahrungen", erzählt Projektmanager Harald Kühl.
Einheimische und Flüchtlinge tauschen Selbstporträts aus
 
Die nächsten Schritte für das Projekt von Café Mondial e.V. sind ein Dokumentarfilm, eine Bilderausstellung und eine Plakatkampagne in Konstanz. So soll durch die Zwillingspaare ein Denkanstoß entstehen: Wo wir geboren sind, ist ein purer Zufall - aber einer, der unser Leben ganz entscheidend prägt!