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Aktuelle Themen 2016

Talente fördern, Chancen geben

In Deutschland hängt der Bildungserfolg junger Menschen noch viel zu häufig von der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Eltern ab. Dabei ist gerade für Jugendliche aus benachteiligten Familien Bildung der Schlüssel zu einer erfolgreichen Zukunft.

Das Stipendienprogramm Talent im Land (TiL) unterstützt begabte Schüler aus Baden-Württemberg, die aufgrund ihrer sozialen Herkunft Hürden auf dem Weg zum Abitur oder zur Fachhochschulreife zu überwinden haben. Finanzielle Förderung, ein begleitendes Seminarprogramm und individuelle Beratung helfen den Jugendlichen dabei, die eigenen Begabungen zu entfalten und ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Gestiftet wird das Stipendium von der Robert Bosch Stiftung und der Baden-Württemberg Stiftung.

Auf einer Festveranstaltung im Neuen Schloss in Stuttgart wurden Mitte November 50 neue Stipendiaten in das Förderprogramm aufgenommen. Sie gehören fortan zur "TiL-Familie", wie Alumnus Hamed Celaymanian in seiner Laudatio hervorhob: Ein starkes Netzwerk aus ehemaligen und aktuellen Stipendiaten, die einander mit Rat und Tat zur Seite stehen und auf dem weiteren Lebensweg begleiten. Denn zur Entfaltung eines Talents braucht es eine Menge Fleiß und Ausdauer – ist doch jede Gabe immer auch eine Aufgabe.
 

Stipendiaten stellen sich vor

Lernen Sie drei neue TiL-Stipendiaten und ihre Zukunftspläne kennen:

Haris Antonatos – Wer schaffen will, muss fröhlich sein!

Fragt man Haris Antonatos, wie er seine vielen Interessen unter einen Hut bekommt, klingt die Antwort verblüffend einfach: "Ich glaube, dass alles leicht gelingt, wenn man Spaß an einer Sache findet. Ich habe Spaß an den Dingen, die ich mache, und deshalb mache ich sie auch." Und weil ihm die ersten Tage mit den anderen Stipendiaten besondere Freude bereitet haben, hat er sich fest vorgenommen, sich auch im TiL-Netzwerk mit viel Elan zu engagieren.


Raffaela de Pascali – angehende Weltenbummlerin

Die Eltern von TiL-Stipendiatin Raffaela de Pascali stammen aus Italien und Estland, sie selbst wurde in Deutschland geboren. Welchem Land sie sich am meisten verbunden fühlt, merkt sie am Wochenende, wenn sie im Restaurant ihrer Eltern aushilft. Die Sprache, die Kultur und besonders die Spinatpizza – im Herzen ist Raffaela Italienerin.


Oliver Fundanovic – junger Mann mit großen Zielen

Im Alter von 14 Jahren hat sich Oliver Fundanovic entschieden, von Serbien aus zu seinen Großeltern nach Deutschland zu ziehen. Das Land kannte er bis dahin nur aus dem Sommerurlaub. In den letzten vier Jahren hat Oliver nicht nur perfekt Deutsch gelernt, sondern sogar ein bisschen Schwäbisch.

(Philipp Knichel, November 2016)

Bildergalerie

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