Aktuelles
Aktuelle Themen 2016

Mit Grips zum Abitur

In Berlin sind 110 Schülerinnen und Schüler als Stipendiaten in das Programm "grips gewinnt" aufgenommen worden. Sie erhalten auf ihrem Weg zum Abitur neben einer monatlichen finanziellen Unterstützung vielfältige Bildungsangebote und persönliche Beratung in Schul- und Ausbildungsfragen.

"Wir setzen uns mit "grips gewinnt" für faire Startbedingungen junger Menschen ein - unabhängig von Herkunft und sozialem Status - und tragen so dazu bei, dass sie ihre Stärken weiterentwickeln und zu selbstbewussten jungen Menschen heranwachsen können", sagt Dagmar Wolf, Leiterin des Bereichs Bildung der Robert Bosch Stiftung. Für eine Förderung kommen Jugendliche in Frage, die gute schulische Leistungen zeigen und sich darüber hinaus sozial engagieren, die aber aus finanziellen, sozialen oder kulturellen Gründen ihr Potenzial nicht voll entfalten können. Seit 2011 unterstützen die Joachim Herz Stiftung und die Robert Bosch Stiftung so Schüler ab der 8. Klasse auf ihrem Weg zu Fachhochschulreife oder Abitur.
Lernen Sie vier der neuen Stipendiaten kennen
Tammam, 14 Jahre, Halberstadt
Seit gut 1,5 Jahren lebt Tammam in Deutschland. Mit seinem Bruder und seinen Eltern ist er aus Syrien nach Deutschland geflüchtet. Schnell Deutsch zu lernen ist ihm sehr wichtig. Und das macht er mit viel Erfolg: Nach einigen Monaten in der Vorbereitungsklasse besucht Tammam nun die 9. Klasse des Gymnasiums. Dort lernt Tammam fleißig weiter. Schließlich hat er noch Großes vor. Er will später Medizin studieren und Arzt werden, damit er kranken Menschen helfen kann. "grips gewinnt" wird ihn auf seinem Weg dorthin unterstützen.
Marcel, 15 Jahre, Wriezen
Marcel ist ein Wanderer zwischen den Welten. Mit peruanischer Mutter und deutschem Vater kennt er sich in zwei sehr unterschiedlichen Kulturen aus. Sein Berufswunsch geht noch ein bisschen weiter: Astrophysiker ist sein Traum. Die guten Leistungen in Mathematik und Physik bringt er auf jeden Fall schon einmal mit. "grips gewinnt" soll ihm helfen, seinem Berufswunsch ein Stück näher zu kommen. Mit der finanziellen Unterstützung will er sich Geigenunterricht nehmen. Denn Musik ist seine andere große Leidenschaft.
Lorenda, 15 Jahre, Hamburg
Wer später ins Management will, sollte vor allem eines sein: organisiert. Lorenda weiß das. Und sie ist sehr gut organisiert. Kein Wunder, dass sie in der Schule Erfolg hat. Besonders Sprachen liegen ihr. Sie engagiert sich als Ersthelferin und lässt sich zur Streitschlichterin ausbilden. Für andere da zu sein, ist ihr auch außerhalb der Schule wichtig. Sie ist Teamerin im interkulturellen Konfirmandenunterricht. Mit "grips gewinnt" wird sie ihrem großen Ziel noch ein bisschen näher kommen: studieren.
Ingolf, 15 Jahre, Wismar
"Stolpere, fall hin, steh auf und - egal was passiert - mach weiter!" Ingolfs Lebensmotto klingt ziemlich erwachsen. Kein Wunder bei einem, der schon früh Verantwortung für sich und seine Familie übernehmen musste. Das ist aber nur eine Seite von Ingolf. Die andere ist die des Kommunikators. Ingolf ist politisch interessiert und hat in Wismar das Kinder- und Jugendparlament mit aufgebaut. Seit 2015 ist er dessen Vorsitzender. Schon heute moderiert er Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche und möchte später auch als Moderator arbeiten. Mit "grips gewinnt" kommt er diesem Ziel bestimmt einen großen Schritt näher.