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Aktuelle Themen 2016

Stiften im 21. Jahrhundert

Das Stiftungswesen verändert sich - durch neue gesellschaftliche Herausforderungen, neue Fördermöglichkeiten und das zunehmende philanthropisches Engagement weltweit. Stiftungen beschränken sich heute nicht mehr nur auf zivilgesellschaftliches Engagement. Sie übernehmen eine immer größere Rolle bei der Lösung gesellschaftlicher Aufgaben und bringen sich stärker gestalterisch und strategisch ein. Unternehmerische Prinzipien gewinnen für das Stiften an Bedeutung.

Wie können Stiftungen dieser Verantwortung gerecht werden? Das Weißbuch "Funding in the 21st Century. Trends and Priorities in the Foundation Sector" zeigt fünf Prioritäten auf, die für das Stiften im 21. Jahrhundert von Bedeutung sein werden:
 
  1. Die Umsetzung innovativer, unternehmerischer Formen des Stiftens wie z. B. Impact Investing oder Venture Philanthropy.
  2. Die Einführung einer evidenzbasierten Ergebnis- und Wirkungskontrolle.
  3. Die Notwendigkeit, in ein verstärktes und innovatives Capacity-Building von Mittelempfängern zu investieren.
  4. Wege zu finden, wie sich eine Zusammenarbeit mit staatlichen Akteuren effektiv gestalten lässt.
  5. Die strategische Kooperation von Stiftungen untereinander voranzutreiben, um Synergieeffekte zu nutzen.

Die Vorschlagssammlung entstand im Rahmen der Dasra Philanthropy Week, dem größten Forum für Philanthropie in Indien, zu dem im Frühjahr 40 Stiftungsvertreter von der Bill and Melinda Gates Foundation bis zum indischen Tata Trust in Mumbai zusammenkamen. Gemeinsam mit dem indischen Partner Dasra richtete die Robert Bosch Stiftung einen internationalen Stiftungsdialog aus.

Robert Bosch Stiftung, Dasra (Hg.)  Funding in the 21st Century. Trends and Priorities in the Foundation Sector  Lesen und empfehlen
Der internationale Stiftungsdialog in Mumbai ist eine regionale Ausweitung der Studie "Zukunft des Stiftens". Diese identifizierte 2014 relevante Zukunftsfragen für den Stiftungssektor.