Carl Friedrich Goerdeler-Kolleg

Carl Friedrich Goerdeler

Der Verwaltungsjurist Carl Friedrich Goerdeler (1884 –1945) war von 1930 bis 1936 als Oberbürgermeister von Leipzig eines der wenigen großstädtischen Stadtoberhäupter in Deutschland ohne NSDAP-Parteimitgliedschaft.

Nach seinem Rücktritt wurde er Verbindungsmann der Firma Bosch zu den Berliner Behörden. Erst diese Anstellung durch Robert Bosch ermöglichte ihm seine Widerstandstätigkeit gegen das NS-Regime.

Als Mitbegründer des zivilen Widerstandskreises gegen das NS-Regime entwarf Goerdeler in seinen Denkschriften verfassungspolitische Neuordnungen sowie Pläne für eine Europäische Union.

Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 wurde Goerdeler, der als neuer Reichskanzler vorgesehen war, als "Verräter" und "politischer Kriegsspion" am 2. Februar 1945 in Berlin hingerichtet.

Das Kolleg wurde 2007 nach Carl Friedrich Goerdeler benannt. Ein persönliches Gespräch mit den Nachkommen Goerdelers ist Bestandteil des Seminarprogramms.