Denkwerk

Schüler machen Wörterbücher - Wörterbücher machen Schule

Koordinatorin und Ansprechpartnerin: Dr. Antje Töpel, Institut für Deutsche Sprache Mannheim

Die Benutzung einsprachiger Wörterbücher wie auch der empirisch-deskriptive Zugang zum Sprachgebrauch haben wenig Platz im Lehrplan deutscher Gymnasien. Die Idee des Projektes „Schüler machen Wörterbücher – Wörterbücher machen Schule“ ist es, den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern die Methoden zur empirischen Erforschung von Sprache in ihrem Gebrauch zu vermitteln, insbesondere in den Bereichen der Korpuslinguistik und der korpusbasierten Lexikografie. Auf dieser Grundlage beschäftigen sich die Teilnehmenden mit der softwaregestützten Analyse von Textkorpora sowie mit offenen Wissensressourcen wie dem Wiktionary und der Wikipedia. Außerdem lernen sie, gedruckte Wörterbücher und digitale Wörterbuchportale im Internet kompetent und kritisch zu nutzen. Das erworbene Wissen wenden die Schülerinnen und Schüler dann gezielt an, um eigene Wortgebrauchsbeschreibungen in Form von Wörter-bucheinträgen auf Wiki-Basis zu verfassen. Dabei erfahren sie, dass die Bedeutung eines Wortes nichts Festgelegtes, Unveränderliches ist, sondern dass der Sprachgebrauch der gesamten Kommunikations-gemeinschaft konstitutiv für die Bedeutung und den Wandel von Bedeutungen ist und dass sie als Sprecher/-innen selbst Teil dieses Wandelprozesses sind. Das Projekt ist ein gemeinsames Vorhaben zwischen dem Institut für Deutsche Sprache in Mannheim, dem Lehrstuhl für Germanistische Linguistik an der Universität Mannheim, der Albertus-Magnus-Schule in Viernheim und dem Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium in Mannheim.

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