Der Deutsche Alterspreis

Eckhard Feddersen

Otto Mühlschlegel Preis 2016

Mit dem undotierten Otto Mühlschlegel Preis zeichnet die Robert Bosch Stiftungen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus, die durch ihr Werk zu einem positiven Altersbild in unserer Gesellschaft beitragen und sich um das Thema Alter(n) besonders verdient gemacht haben. In 2016 geht der Otto Mühlschlegel Preis an den Architekten Eckhard Feddersen.

"Architektur soll uns schützen und unser Leben bereichern" - das ist das Credo von Eckard Feddersen. Für ihn ist Architektur weit mehr als nur die Schaffung von funktionaler, gebauter Umwelt. Er will mit seiner Arbeit den unterschiedlichen Lebensentwürfen und -realitäten Raum zur Entfaltung geben. Eckhard Feddersen steht hierbei für eine Rückbesinnung auf die sinnlichen Qualitäten von Architektur: "Wir sollten Räume schaffen, in denen sich Gelerntes leben lässt, Erinnertes seinen Platz hat und Gefühle Widerhall finden. Damit werden wir allen Menschen gerecht, ganz gleich, ob sie von Demenz betroffen sind oder nicht".

Die Jury des Deutschen Alterspreises sieht ihn als Vorbild vor allem für junge Architekten. Denn während viele seiner Kollegen generationengerechte Architektur als "unsexy" abstempeln, hat er sich dieses Thema bereits vor langen Jahren zu eigen gemacht. 1973 gründeten er und sein Partner Wolfgang von Herder ihr Büro und legten bereits in den Anfängen den Schwerpunkt auf das Gebiet der Sozialbauten für Senioren, Kinder und Behinderte.

Über die Jahre entstanden im In- und Ausland so ein beeindruckendes Portfolio einschlägiger Architektur sowie Bücher über das Wohnen im Alter und Architektur für Demenzkranke, die sich als Standardwerke etabliert haben. Für die Jury des Deutschen Alterspreises ist es daher eine Ehre und Freude, Eckhard Feddersen mit dem Otto Mühlschlegel Preis für sein Lebenswerk auszuzeichnen.

Eckhard Feddersen erhält den Otto Mühlschlegel Preis 2016 von Bundesministerin Manuela Schwesig auf der Preisverleihung in Berlin.
Der Otto Mühlschlegel Preis erinnert an den Unternehmer und Stifter Otto Mühlschlegel aus dem Schwarzwald, der nicht nur in seinem Arbeitsleben Tatkraft und Gespür für Neues bewies, sondern auch im Ruhestand. Er war schon weit über achtzig, als er und seine Frau Edith damit begannen, innovative Konzepte in der Altenhilfe zu fördern.