Arbeiten bei der Robert Bosch Stiftung

Sich auf das "Abenteuer" Hospitanz einlassen

Hospitanz in der Personalabteilung - Melanie Mayer zieht Bilanz
Die Robert Bosch Stiftung bietet Hochschulabsolventen eine sechsmonatige Hospitanz an, die in allen Abteilungen des Hauses möglich ist. Diese Hospitanz ebnet idealerweise den Weg in eine Festanstellung außerhalb der Stiftung. Melanie Mayer, Jahrgang 1989, war bis Ende Oktober 2016 als Hospitantin in der Personalabteilung. Direkt im Anschluss übernahm sie ihre erste feste Stelle als Personalreferentin bei einem Anbieter von Bildungs- und Gesundheitsdienstleistungen in der Nähe von Heidelberg.

Bei meiner Bewerbung in Stuttgart kannte ich das Unternehmen Bosch schon recht gut, von der Arbeit der Stiftung dagegen hatte ich keine konkrete Vorstellung und bis dahin auch wenig Berührungspunkte mit ihr. Während meines Bachelorstudiums in Internationaler Betriebs- und Außenwirtschaft absolvierte ich aber ein einjähriges Praktikum bei Bosch in Österreich. Und da hörte ich von der Stiftung und ihren Aktivitäten. Das fand ich spannend und eine Facette, die man bei diesem großen Unternehmen eben nicht so gut kennt wie Einspritzpumpen oder Elektrowerkzeuge.

Vielfältiges Aufgabenspektrum

Mein berufliches Thema und meine Leidenschaft ist inzwischen der Bereich "Human Resources" (HR). Somit lag die Bewerbung für die Personalabteilung nach meinem Master Personalmanagement auf der Hand, zumal ich in diesem Feld noch viel lernen kann. Was ich dann hier erlebt habe und woran ich arbeiten konnte, übertraf meine Erwartungen deutlich. Das hat mehrere Gründe:

  • Ich arbeitete eigenständig und man setzte Vertrauen in mich. Dennoch konnte ich immer nachfragen, wenn ich Hilfe oder Feedback brauchte.
  • Ich fand im Arbeitsalltag viele Anknüpfungspunkte für die Erfahrungen, die ich während meines Studiums in Praxisprojekten gemacht hatte.
  • Ich konnte eigene Ideen einbringen und mein Wissen aus dem Studium praktisch anwenden.
  • Ich war in allen Belangen ein vollwertiges Teammitglied in der Personalabteilung, was ich bei einer befristeten Tätigkeit dieser Art nicht selbstverständlich finde.
  • Ich lernte die Eigenheiten einer privaten Stiftung kennen, bei der es nicht um das Geldverdienen, sondern um das sinnvolle Geldausgeben für tolle Projekte geht.
  • Ich war an mehreren Aufgaben beteiligt, z.B. im Bewerbermanagement, der Personaladministration, dem Personalmarketing, aber auch in der Personalentwicklung, und übernahm jeweils einzelne Schritte im Umsetzungsprozess oder auch mal die komplette Aufgabe.


Eigenes Projekt im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

Zu all diesen Punkten kam ein großes, eigenes Projekt im Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Und das ging so: Meine Vorgängerin auf der Stelle hatte bereits damit begonnen, ein neues Gesundheitsangebot für die Mitarbeiter zu entwickeln, einen Bewegungsparcours im Park rund um die Gebäude der Stiftung. So habe ich ein bis dahin noch "theoretisches" Vorhaben geerbt, das ich realisieren konnte. Dabei gab es vieles zu tun, zum Beispiel: Ich kümmerte mich um die Videos der Fitnesstrainer, die an den einzelnen Stationen über das Mobiltelefon des Mitarbeiters abrufbar sind und die Übung erklären. An den Stationen gibt es Schilder, auf denen ein QR-Code den Zugang ermöglicht. Man muss also technische, organisatorische und rechtliche Aspekte klären, die Darstellung – auch im Intranet – mit der Kommunikationsabteilung abstimmen, mit der Hausverwaltung klären, wo die Schilder befestigt werden dürfen, die große Parcourseröffnung planen usw. Außerdem organsierte ich in enger Abstimmung mit der Bosch Betriebskrankenkasse einen Aktionstag Gesundheit für alle Mitarbeiter, bei dem der Bewegungsparcours zum ersten Mal vorgestellt wurde, bevor dann im September die große Eröffnung folgte.

Sicherheit und Klarheit für berufliche Zukunft

Was hat mir die Hospitanz unter dem Strich gebracht? Alle diese und noch weitere praktische Erfahrungen im Personalmanagement. Es waren so viele, dass ich sie gar nicht alle nennen kann. Meine Tätigkeit für die Personalabteilung bedeutete aber auch, dass ich in die Arbeit der Themenbereiche, also in die konkrete Förderung, nur indirekt Einblick bekam. Dies sollte sich ein Bewerber im Vorfeld klar machen. Insgesamt habe ich in meiner Hospitanz mehr Sicherheit darüber gewonnen, was ich beruflich genau tun möchte. Im Ergebnis hat sie mir auch zu meinem gewünschten Berufseinstieg verholfen. Ich kann daher guten Gewissens andere ermutigen, sich auf das "Abenteuer Hospitanz" einzulassen.