Aktion Auslandserfahrung bringt's!
Aktion Auslandserfahrung bringt's!

Initiative "Austausch macht Schule"

Ein großer Teil der jungen Generation findet aktuell keinen Zugang zu internationalen Mobilitätsmaßnahmen. Jugendlichen fehlt häufig der Ansporn oder der Mut für einen Auslandsaufenthalt. Unterstützersysteme und positive Vorbilder sind oftmals ausschlaggebend für die Entscheidung junger Menschen, ins Ausland zu gehen. Neben Eltern, Geschwistern und Freunden sind es vor allem Ausbilder, Lehrer oder Jugendleiter, die junge Menschen für einen Auslandsaufenthalt begeistern und Aktivitäten initiieren können.

Zur Stärkung des internationalen Schüler- und Jugendaustausches in der schulischen Bildung, haben sich Fach- und Förderstellen der Internationalen Jugendarbeit, der Pädagogische Austauschdienst (PAD) sowie weitere Unterstützer in der Initiative "Austausch macht Schule" zusammengeschlossen. Die Robert Bosch Stiftung ist Förderer der Initiative.

Regionalveranstaltung „Austausch macht Schule“, 9. März 2017

Auf Einladung der Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, fand die erste Regionalverstanstaltung in Düsseldorf statt. Im Fokus stand die zentrale These der Initiative, „Jeder Schülerin / Jedem Schüler die Möglichkeit geben, an internationalem Austausch teilzunehmen." Schulleitungen, Lehrkräfte, Eltern und Schüler diskutierten gemeinsam mit Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung sowie Trägern der außerschulischen Jugendbildung, wie insbesondere austauschferne Schulen besser motiviert und in Austauschmaßnahmen eingebunden werden können.

Dialogkonferenzen „Austausch macht Schule“, 2013 und 2015

Den Grundstein für die Initiative legten Dialogkonferenzen in 2013 und 2015. Expertinnen und Experten aus Bildung, Verwaltung, Politik, Jugendarbeit und Zivilgesellschaft arbeiteten die vier Hauptziele der Initiative heraus und diskutierten konkrete und erreichbare Schritte zur Förderung des internationalen Schüleraustauschs.
Die in "Austausch macht Schule" verbundenen Organisationen möchten ihre Kompetenzen bündeln, um die Akzeptanz und den Platz des internationalen Austauschs als wesentlichem Lernort im schulischen Bereich zu stärken. Sie möchten Schlüsselfiguren identifizieren, fördern und darauf hinwirken, internationale Austauschmaßnahmen nachhaltig im Schulalltag zu verankern. Ihr Mehrwert für die Institution Schule auf der einen Seite und für die einzelnen Schülerinnen und Schüler auf der anderen Seite soll sichtbar gemacht und gefestigt werden.

Die Initiative verfolgt vier Hauptziele:
  • Jede/r Schüler/in soll die Möglichkeit haben, an einem internationalen Austauschprojekt teilzunehmen,
  • Rahmenbedingungen, die zur Etablierung des internationalen Austauschs als selbstverständlichen Teil der schulischen Bildung beitragen, sollen geschaffen werden,
  • Module zum internationalen Jugendaustausch sollen in der Lehreraus- und -weiterbildung verankert werden,
  • Schulen und außerschulische Träger der internationalen Jugendarbeit sollen bei der Zusammenarbeit im Bereich des internationalen Austauschs unterstützt werden.
Um ihre Ziele zu erreichen, sieht die Initiative "Austausch macht Schule" zunächst vor,
  • die Infotage der internationalen Jugendarbeit auf regionaler Ebene weiter in Richtung Schulaustausch auszubauen, um sowohl Eltern, Schülerinnen und Schüler, als auch Schulpersonal und Schulverwaltungen anzusprechen;
  • Regionalkonferenzen zu veranstalten, um den bildungspolitischen Diskurs mit Schulverwaltungen, Landesministerien und Bildungspolitikern anzuregen und für den Kompetenzerwerb durch Austauschmaßnahmen als Bestandteil der schulischen Bildung zu werben;
  • Aus- und Fortbildungsmodule für Lehrkräfte und Schulleitungen zu entwickeln, die bei der Internationalisierung von Schulen z.B. mit Hilfe von Austauschmaßnahmen unterstützen;
  • mit einem Internetauftritt eine wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit und ein Instrument der Ressourcenvermittlung an Lehrkräfte und Schulverwaltungen aufzubauen.

Darüber hinaus werden weitere Aktivitäten von einzelnen Trägern durchgeführt und unter dem Dach von "Austausch macht Schule" präsentiert.

Die Träger der Initiative engagieren sich personell und finanziell. Sie verantworten die Aktivitäten nach außen und treten als Trägerverbund auf:
  • AJA – Arbeitskreis gemeinnütziger Jugendaustausch e.V.
  • ConAct - Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch
  • ENSA – Entwicklungspolitisches Schulaustauschprogramm
  • Deutsch-Französisches Jugendwerk (DFJW)
  • Deutsch-Polnisches Jugendwerk (DPJW)
  • IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland
  • Pädagogischer Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz
  • Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch (SDRJA)
  • Tandem - Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch
  • Deutsch-Türkische Jugendbrücke
  • UK-German Connection.

Als Unterstützer und Partner wirken die Fachministerien und Schulverwaltungen der Bundesländer Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen. Sie identifizieren sich mit den Hauptzielen der Initiative und beteiligen sich an deren strategischer, konzeptioneller und inhaltlicher Entwicklung.

Als Förderer der Initiative engagiert sich die Robert Bosch Stiftung seit 2015. Sie war Gastgeber der Dialogkonferenz "Austausch macht Schule" im September 2015. Diese Veranstaltung gab der Initiative entscheidende Dynamik. Auf einem Folgetreffen im Februar 2016 in Stuttgart wurde die Institutionalisierung der Zusammenarbeit beschlossen. Seit 2016 ist auch die Stiftung Mercator Förderer der Initiative.

Zur Koordinierung der Maßnahmen und Aktivitäten von "Austausch macht Schule" wurde 2016 ein Transferbüro eingerichtet, das derzeit bei der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch angesiedelt ist.

Transferbüro AmS
c/o Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch GmbH
Bernd Böttcher

Kontakt in der Stiftung

Karin Karlsson
Telefon 0711 46084-540
Kristina König
Telefon 0711 46084-127