Pressemeldungen 2016
Pressemitteilung

Zehn Jahre Deutscher Schulpreis

  • 55 exzellente Schulen in ganz Deutschland ausgezeichnet
  • Preisträger geben Erfahrung in der Deutschen Schulakademie weiter 
  • "Der eigentliche Gewinn des Deutschen Schulpreis liegt in der Beschäftigung mit der eigenen Arbeit und dem Austausch mit anderen Schulen," sagt Uta-Micaela Dürig, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung

Stuttgart, 10. Mai 2016 – Der Deutsche Schulpreis feiert zehnjähriges Jubiläum. Die Robert Bosch Stiftung und Heidehof Stiftung haben den Preis 2006 ins Leben gerufen, um zu zeigen, dass es in Deutschland Schulen gibt, die exzellente Arbeit leisten – unabhängig von Lage und Größe, finanzieller Ausstattung und Zusammensetzung der Schülerschaft. Der Deutsche Schulpreis macht diese Schulen sichtbar und ermuntert andere zur Nachahmung. Er ist der bekannteste, anspruchsvollste und höchstdotierte Preis für gute Schulen im Land. In den vergangenen zehn Jahren hat er nachhaltige Impulse für die deutsche Bildungslandschaft gesetzt und zur Entstehung einer ganzen Bewegung guter Schulen geführt. Medienpartner des Deutschen Schulpreises sind der stern und die ARD.

"Mir imponiert, dass die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung nicht nur finanziell attraktive Preise vergeben, sondern gleichermaßen die Preisträger in die Pflicht nehmen", würdigt Udo Michallik, Generalsekretär der Kultusministerkonferenz, die Rolle des Preises für die Schulentwicklung in Deutschland. "Dabei geht es nicht schlicht um die Übertragung von Konzepten, sondern vielmehr darum, wie unter Nutzung der örtlichen Gegebenheiten systematisch Veränderungsprozesse auf den Weg gebracht, Ideen und Denkanstöße vermittelt werden können. Jede Schule ist wie jede Schülerin und jeder Schüler sehr individuell und muss eigene Wege gehen. Die Kraft und den Mut sich auf den Weg zu machen, vermittelt der Deutsche Schulpreis."

Außenminister Frank-Walter Steinmeier bei der Jubiläums-Preisverleihung

Unter dem Motto "Dem Lernen Flügel verleihen« wurden bisher 55 Schulen in ganz Deutschland für ihre hervorragende Arbeit ausgezeichnet. Mehr als tausend Schulen haben an Angeboten zu Austausch, Weiterbildung und Vernetzung rund um den Deutschen Schulpreis teilgenommen. Bei der zehnten Verleihung des Deutschen Schulpreises am 8. Juni in Berlin werden sechs weitere Preisträgerschulen hinzukommen. Im Jubiläumsjahr konnten sich erstmals auch die deutschen Auslandsschulen am Wettbewerb beteiligen. Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier wird die Auszeichnung überreichen.

Qualitätsbereiche des Deutschen Schulpreises in Fachwelt anerkannt

Mehr als 1.700 Schulen haben sich seit Start des Wettbewerbs für den Preis beworben. Die Schulen durchlaufen ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren. In der Endauswahl besuchen und begutachten Juryteams zwanzig Schulen vor Ort, bevor sie über die Vergabe des mit 100.000 € dotierten Hauptpreises und der weiteren Preise entscheiden. Eine Expertenjury aus Praktikern und Bildungswissenschaftlern bewertet die Schulen in sechs Qualitätsbereichen: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. Diese Kriterien sind inzwischen in der Fachwelt als Orientierungsgrößen zur Beurteilung von Schulen etabliert und über die Grenzen Deutschlands hinaus anerkannt. Schulpreise nach dem Vorbild des Deutschen Schulpreises sind u.a. in Österreich und der Schweiz entstanden.

Eine ganze Bewegung guter Schulen

Denn der Deutsche Schulpreis ist weit mehr als nur ein Wettbewerb: Aus dem Preis ist im vergangenen Jahrzehnt eine ganze Bewegung guter Schulen entstanden. Seit Beginn vernetzen sich die ausgezeichneten Schulen miteinander und sorgen dafür, dass durch Workshops, Seminare und Hospitationsprogramme auch andere Schulen von ihren Erfahrungen und Ideen profitieren. Mehrere tausend Lehrer haben in den vergangenen Jahren von der guten Praxis der Preisträgerschulen gelernt und Anregungen für ihre eigene Arbeit mitgenommen.

"Der eigentliche Gewinn Deutschen Schulpreises liegt in der Beschäftigung mit der eigenen Arbeit und dem Austausch mit anderen Schulen", sagt Uta-Micaela Dürig, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung. "Ich möchte alle Schulen ermuntern, sich zu bewerben: Werden Sie Teil des Netzwerks um den Deutschen Schulpreis, damit gute Schule in Deutschland weiter Schule macht."

Gute Praxis in die Breite tragen: Deutsche Schulakademie

Um die gute Schulpraxis noch weiterr in die Breite zu tragen, haben die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung im Jahr 2015 die Deutsche Schulakademie gegründet. Die bundesweit aktive und unabhängige Institution für Schulentwicklung und Lehrerfortbildung macht die Erfahrungen der Preisträgerschulen des Deutschen Schulpreises für andere Schulen und Schulträger verfügbar. Dieser Praxisansatz ist einzigartig in Deutschland. Ihr Fokus liegt darauf, die professionellen Standards für gute Schulen weiterzuentwickeln und exzellente Schulpraxis bildungspolitisch zu verankern.

Kontakt

Michael Herm
Telefon 0711 46084-290