Bilder vom Forum

Fotos: Max Lautenschläger 
Bundespräsident Joachim Gauck empfing zum Forum "Flüchtlinge in Deutschland" im Schloss Bellevue rund 200 Gäste.
 
Experten, Wissenschaftler, Politiker und Ehrenamtliche diskutierten den ganzen Tag über die Herausforderungen, die sich für Politik, Kommunen und die Bürger zurzeit stellen.
 
"Integrationspolitik wird unsere Gesellschaft viel kosten - viel Energie, viel Engagement, viel Geld. Aber ich bin mir sicher: Die Aufwendungen und Ausgaben sind eine gute Investition in die Zukunft", sagte Joachim Gauck zum Auftakt des Forums.
 
Uta-Micaela Dürig, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung: "In den Kindertagesstätten und Schulen, in der Berufsausbildung und im Studium, am Arbeitsplatz und in der Freizeit, im Stadtteil, in Vereinen und bei Kulturveranstaltungen entscheidet sich, ob Integration zu Teilhabe führt - statt zu entkoppelten Parallelwelten."
 
Wie die Integration vor Ort gelingen kann, war das Thema des ersten Podiums mit Praktikern.
 
Moderiert wurde das Podium von TV-Moderator Mitri Sirin.
 
Unter den Teilnehmern: Dr. Hussein Hamdan. Er berät in Baden-Württemberg Kommunen zu Islamthemen.
 
Am Nachmittag debattierten die Teilnehmer in Themenforen...
 
...über Stadtentwicklung, Bildung und Spracherwerb, ...
 
...kulturelle Bildung und Teilhabe, Zugang zu Ausbildung und Arbeitsmarkt, ...
 
...ehrenamtliches Engagement, gesellschaftlichen Zusammenhalt und innere Sicherheit.
 
Wie gelingt der gesellschaftliche Zusammenhalt? Das war die zentrale Frage des Abschlusspodiums mit (von links): Prof. Hans Joas (Humboldt-Universität zu Berlin), Prof. Gertrude Lübbe-Wolf (ehemalige Bundesverfassungsrichterin), Bundespräsident Joachim Gauck, Giovanni di Lorenzo (ZEIT-Chefredakteur) und Dr. Milad Karimi (Zentrum für Islamische Theologie Münster).
 
"Die deutsche Gesellschaft ist eine unglaublich offene Gesellschaft. Und sie bietet viele Formen und Möglichkeiten, sie selbst zu gestalten. Flüchtlinge sind nicht nur willkommen, sie werden unsere Gesellschaft verjüngen und uns vor Herausforderungen stellen, denen wir noch nicht gewachsen. Und das tut uns gut", sagte Dr. Milad Karimi.
 
ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo: "Zeitweise haben die Leute zu Recht den Eindruck gehabt, dass einige Medien Probleme mit der Flüchtlingspolitik nicht beim Namen nennen."