Europa21. Denk-Raum für die Gesellschaft von morgen
Internationaler Kulturaustausch

Europa21. Denk-Raum für die Gesellschaft von morgen

Programmschwerpunkt der Robert Bosch Stiftung und der Leipziger Buchmesse (23. bis 26. März 2017)

Die Robert Bosch Stiftung und die Leipziger Buchmesse boten mit dem Programmschwerpunkt "Europa21 - Denkraum für die Gesellschaft von morgen" eine internationale Plattform für Schriftsteller, Wissenschaftler, Journalisten, Künstler und die Zivilgesellschaft für einen konstruktiven Dialog über die Zukunft Europas.

Unter der Überschrift "WIR in Europa - Wofür wollen wir einstehen?" blickte Europa21 mit der zweiten Auflage 2017 auf die Ereignisse des vergangenen Jahres und fragte nachdrücklich, ob und wie der Zusammenhalt in Europa künftig besser gestaltet werden kann.

In sechs Salongesprächen diskutierten Persönlichkeiten aus verschiedenen Ländern ihre Visionen und Vorstellungen im Hinblick auf die aktuellen Herausforderungen in Europa. Lesungen, Autorengespräche, Performance sowie ein interaktiver Theaterabend luden das Publikum zur gemeinsamen Diskussion und Reflexion ein. Kuratorin war Esra Küçük, Mitglied des Direktoriums des Berliner Maxim Gorki Theaters und Gründerin der Jungen Islam Konferenz.

Zitate unserer Gäste in Leipzig

 

Kontakt

Agnieszka Surwillo-Hahn
Telefon 0711 46084-689

Partner

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Leipziger Messe GmbH
Leipziger Buchmesse
Mariella Bremer
Telefon  0341 678-8249

Eindrücke von der Leipziger Buchmesse

Idil Nuna Baydar bei Europa21 auf der Leipziger Buchmesse
Fotos: Rainer Justen 
Unter dem Titel "Europa, wir müssen reden!" eröffnete Schauspielerin und Comedian Idil Nuna Baydar den Programmschwerpunkt Europa21 mit der Kunstfigur Jilet Ayse. Ihre Alltagsbeobachtungen entlarven Bilder, Klischees und Vorurteile, die wir voneinander haben.

"E-U-R-O-P-A, wir müssen reden!" - Eröffnungsperformance von Idil Nuna Baydar

Idil Nuna Baydar ist eine deutsche Schauspielerin und Comedian. Mit ihren klischeehaft angelegten Kunstfiguren wurde sie zum Youtube-Star. In ihrer Show entlarvt und ironisiert sie unsere gesellschaftlichen Debatten und benennt Bilder, Klischees und Vorurteile, die wir voneinander haben.


Salongespräch 1 - Wie reden wir miteinander? Unsere Debattenkultur auf dem Prüfstand

Diagnose "Filterblase": Zweifel an der eigenen Position kommen nicht infrage. Werden wir in unserer digitalen Blase nicht mehr mit Informationen konfrontiert, die unsere Weltsicht herausfordern könnten? Wie ist dann noch ein Verhandeln von Differenz möglich? Können wir über die Konflikte, Ambivalenzen und Unübersichtlichkeiten heutiger europäischer Gesellschaften sprechen?


Salongespräch 2 - Wer ist "das Volk"? Demokratie und Rechtsruck vor unserer Haustür

In einer Zeit, in der wir in Europa einen Aufstieg rechtsnationaler Strömungen und ein neues Aufkommen völkischer Diskurse beobachten, geraten westliche Demokratien zunehmend unter Druck. Erleben wir einen nationalkonservativen "Backlash", der demokratisches Denken vor neue Herausforderungen stellt? Haben wir es mit einer Wiederholung von Geschichte zu tun?


Salongespräch 3 - Wer Sind "Wir" und wer gehört dazu?

Die europäischen Gesellschaften verändern sich, sie werden immer vielfältiger. Einige sehen in dieser Entwicklung die Chance auf eine kulturelle, humanitäre und wirtschaftliche Blütezeit, andere fühlen sich durch die Schnelligkeit der Entwicklungen abgehängt. Kurzum: Es findet ein Ringen darum statt, wie diese Veränderung zu interpretieren und zu gestalten ist.


Salongespräch 4 - Jung Gegen Alt? Demokratie in alternden europäischen Gesellschaften

Nicht zuletzt der Brexit hat uns gezeigt: alt überstimmt jung! Drei von vier Briten zwischen 18 und 24 Jahren sahen ihre Zukunft in der EU. Die Älteren haben allerdings die Wahl entschieden. Allein aus demografischer Sicht ist die Stimme der Jungen verhältnismäßig schwach. Dieses Phänomen kann in allen überalterten Gesellschaften zum Problem werden. Was bedeutet der demografische Trend für die demokratische Zukunft Europas?


Salongespräch 5 - Die Abstiegsgesellschaft. Was macht unsere Gesellschaft im 21. Jahrhundert aus?

Spätestens seit der Wahl von Donald Trump 45. US-Präsidenten wird über einen neuen Begriff auch in Europa vermehrt gesprochen: die sogenannten „Abgehängten“. Der Wortlaut steht pars pro toto für eine Entwicklung, die wir auch in Europa beobachten und die viele Fragen aufwirft. Wie kann es sein, dass in wirtschaftlich guten Zeiten Begriffe wie Angst und Hass Konjunktur haben?


Salongespräch 6 - Was hat das mit uns zu tun? Gespräch mit Autor*innen der Werkstatt im Salon E-U-R-O-P-A

Im Gespräch: Nicoleta Esinencu, Yavuz Ekinci, Sivan Ben Yishai und Necati Öziri.
Moderation: Sasha Marianna Salzmann und Deniz Utlu.