Nachhaltig engagiert! - Qualifizierung und Vernetzung von ehrenamtlichem Engagement in der Flüchtlingsarbeit
Migration und Teilhabe

Nachhaltig engagiert! - Qualifizierung und Vernetzung von ehrenamtlichem Engagement in der Flüchtlingsarbeit

Zivilgesellschaftliches Engagement leistet einen wesentlichen Beitrag zu einer solidarischen und zukunftsfähigen Gesellschaft. Gerade in Zeiten der Zuwanderung von Flüchtlingen ist ehrenamtliches Engagement von enormer Bedeutung. Es ist nicht nur zentral für die Erstversorgung der Flüchtlinge, sondern auch für ihre mittel- und langfristige Integration und Teilhabe vor Ort.

Vor dem Hintergrund der Entwicklungen der vergangenen zwei Jahre fördert die Robert Bosch Stiftung im Rahmen des Programms "Nachhaltig engagiert! - Qualifizierung und Vernetzung von ehrenamtlichem Engagement in der Flüchtlingsarbeit" Initiativen und Projekte, die eine systematische und nachhaltige Strukturierung des Engagements in der Flüchtlingsarbeit voranbringen.
 

Welche Ziele muss das Projekt erfüllen?

Gefördert werden können Projekte, die mindestens zwei der folgenden Ziele verfolgen:

  • Die Qualifizierung von ehrenamtlich Engagierten in der Flüchtlingsarbeit wird etabliert bzw. ausgebaut.
  • Die Vernetzung und Koordination von Freiwilligen und Initiativen in der Flüchtlingsarbeit wird sowohl untereinander als auch mit anderen ehrenamtlich engagierten Gruppen initiiert bzw. vertieft.
  • Das ehrenamtliche Engagement schließt explizit Flüchtlinge mit ein und wird mit ihnen gemeinsam auf Augenhöhe gestaltet.
     

Wo fördern wir?

Regional fokussieren wir uns auf Vorhaben in sogenannten "sensiblen Räumen" in ganz Deutschland:

  • in ländlichen und/oder strukturschwachen Regionen und Städten, oder
  • in Regionen mit besonders starken sozialen Unterschieden, oder
  • in Regionen mit hoher Skepsis/ Ablehnung bei der lokalen Bevölkerung gegenüber Flüchtlingen.
     

Welche Fördersumme kann angefragt werden?

Es kann eine Förderung von maximal 40.000 € beantragt werden mit der vor allem Sachkosten und anteilig Personalkosten beglichen werden können. Der Projektbeginn kann frühestens drei Monate ab Anfrage geplant werden. Eigenmittel sind erwünscht, aber nicht zwingend notwendig.

Wer kann sich bewerben?

Anfragesteller können sowohl gemeinnützige Vereine als auch Kommunen sein. Besonders wünschenswert sind Bewerbungen von Migrantenorganisationen und Flüchtlingsselbstorganisationen. Wünschenswert sind zudem Projekte, die in Kooperation mit weiteren Partnern (in der Region) umgesetzt werden und eine Nachhaltigkeit der Projektziele bzw. -durchführung anstreben.

Wie kann ich mich bewerben?

Bewerbungen werden laufend entgegen genommen. Diese sollten in Form einer Projektanfrage mit einer Skizze des Vorhabens und einer Vorkalkulation der Kosten eingereicht werden. Anfragen können auf Deutsch und Englisch eingereicht werden. Fragen zum Förderprogramm werden ausschließlich per Mail entgegengenommen. Bitte beachten Sie bei Projektanfragen unsere Hinweise unter "Häufig gestellte Fragen".

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Aktuelles zum Schwerpunkt Migration, Integration und Teilhabe

Kontakt

Lisa Veyhl, Projektmanagerin im Team Migration und Teilhabe

An wen richte ich meine Anfrage?

Alle Anfragen richten Sie bitte zentral an die Mailadresse migration@bosch-stiftung.de. Ansprechpartnerin für das Programm ist Lisa Veyhl, Projektmanagerin im Team Migration und Teilhabe. Beantworten Sie für Ihre Anfrage bitte die Fragen aus dem Dokument Anfrageformular Ehrenamtsrahmen. Die Zusendung an weitere E-Mail-Adressen der Stiftung ist nicht notwendig.

Wie läuft der Bewerbungsprozess ab?

Bewerbungen werden laufend über migration@bosch-stiftung.de angenommen. Hierfür reichen Sie bitte Ihr Projektvorhaben in Form einer Anfrage ein. Aus den eingegangenen Bewerbungen werden die Projekte ausgewählt, die zum zweiten Schritt der Bewerbung - der Antragsstellung - aufgefordert werden.

Bitte beachten Sie: Die Aufforderung zur Antragsstellung ist noch nicht mit einer Förderzusage gleichzusetzen. Nach Eingang Ihrer Antragsunterlagen erfolgt eine erneute umfassende Prüfung Ihres Vorhabens. Dieser Prozess kann bis zu sechs Wochen in Anspruch nehmen und erfolgt in enger Rücksprache mit Ihnen.

Unterstützt mich die Robert Bosch Stiftung bei der Entwicklung und Planung meines Projekts?

Aus Kapazitätsgründen ist es der Robert Bosch Stiftung nicht möglich, die individuelle Projektentwicklung und -planung zu unterstützen oder eine Projektberatung durchzuführen. Bitte gleichen Sie daher mit Hilfe des Ausschreibungstextes ab, ob Ihr ausgearbeitetes Konzept für das Programm geeignet ist und unseren Anforderungen entspricht. Konkrete Fragen zum Programm, deren Antwort sich nicht aus dem Ausschreibungstext heraus ergibt, können vereinzelt per E-Mail beantwortet werden.

Wann kann ich mit meinem Projekt beginnen?

Da wir für die Prüfung Ihrer ersten Anfrage sowie die umfassende Prüfung des möglichen Antrags entsprechend Zeit benötigen, können Sie eine Förderung für einen Projektbeginn frühestens drei Monate ab Anfrage planen. Grundsätzlich empfehlen wir die Bewerbung zu einem möglichst frühen Zeitpunkt bei uns einzureichen, so dass uns genügend Zeit für die Bearbeitung bleibt.

Kontakt

Lisa Veyhl, Projektmanagerin im Team Migration und Teilhabe

Vom Willkommen zur Integration

Seit dem Sommer des Willkommens 2015 haben sich die Aufgaben der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit verändert: Statt humanitärer Nothilfe steht mittlerweile die Integration der angekommenen Flüchtlinge in die Gesellschaft im Vordergrund. Die Amadeu Antonio Stiftung unterstützt mit dem Projekt "Vom Willkommen zur Integration" die ehrenamtlich Engagierten in der Flüchtlingsarbeit mit politischer Bildung und Vernetzung. Dabei stehen die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg im Mittelpunkt, da die Stiftung hier besonderen Unterstützungsbedarf sieht.

Zwei Säulen: Qualifizierung und Vernetzung

Das Projekt steht auf zwei Säulen. Einerseits wird die Qualifizierung ehrenamtlichen Engagements in der Flüchtlingsarbeit für Themen wie Rassismus, Argumentation gegen flüchtlingsfeindliche Hetze und Umgang mit Bedrohung von Rechts durchgeführt. Andererseits soll eine Vernetzung von Zivilgesellschaft, Willkommensinitiativen, Migrantenorganisationen, Politik und Verwaltung sowie Religionsgemeinschaften im ländlichen ostdeutschen Raum erreicht werden. Mit regelmäßigen Netzwerktreffen soll in Modellregionen ein regionales Forum geschaffen werden, in dem sich alle Beteiligten zu aktuellen Fragen von Teilhabe austauschen können.

Migrantische Selbstorganisation soll sichtbar(er) werden

Darüber hinaus zielt das Projekt auf das Empowerment von Flüchtlingen, die Wahrnehmung des bestehenden Engagements und eine Öffnung für die Mitarbeit von Flüchtlingen in der deutschen Zivilgesellschaft. Organisationen von Geflüchteten und Migranten sollen als Akteure mit ihrer vorhandenen Expertise sichtbar(er) und durch die Vernetzung mit anderen Willkommensinitiativen und Akteuren gestärkt werden. Denn nur mit der Perspektive von Geflüchteten ist gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe im Sinne sozialer Integration möglich.

Mit einer Förderung durch die Robert Bosch Stiftung, die Bundeszentrale für politische Bildung und die ZEIT Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius setzt die Amadeu Antonio Stiftung das Projekt um und bezieht zusätzlich die Expertise von zahlreichen Kooperationspartnern vor Ort mit ein.

Weitere Informationen

Fortbildungsangebot für Engagierte in der Flüchtlingsarbeit

Kontakt zum Projekt

Amadeu Antonio Stiftung
Laura Piotrowski
Telefon 030 24088613