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Der Botschafter der Bücher

Er ist überzeugt, dass die polnische Literatur in Deutschland ein Publikum verdient - Karl Dedecius ist einer der herausragenden Übersetzer unserer Zeit und ein Brückenbauer zwischen Kulturen, seine Arbeiten waren Impulse für die deutsch-polnische Verständigung.

Zur Person

Geboren 1921 in Lodz/Polen wird Dedecius im Geiste des Humanismus erzogen. Zu dieser Zeit ist Lodz Schauplatz der aufstrebenden Textilindustrie Polens und ein multikulturelles Zentrum des friedlichen Zusammenlebens von Juden, Russen, Polen und Deutschen. Nach dem Zweiten Weltkrieg und russischer Gefangenschaft baut sich Dedecius im Westen eine Existenz auf. Dedecius arbeitet 25 Jahre lang bei der Allianz und findet in der Freizeit Gelegenheit für Übersetzungen.

Er übersetzt zahlreiche polnische Schriftsteller und gründet 1979 das Deutsche Polen-Institut in Darmstadt, das sich für die Entwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen einsetzt. Zeit für ein eigenes Buch bleibt Dedecius dabei nicht, aber wenn, so sagt er, würde er eines über Hieronymus schreiben, den Schutzpatron der Übersetzer. Anlässlich des Hieronymustages am 30. September hat Joachim Rogall, Geschäftsführer der Robert Bosch Stiftung, mit Dedecius über sein Leben gesprochen.

Das Interview

Karl-Dedecius-Preis

Die Robert Bosch Stiftung und das Deutsche Polen-Institut verleihen seit 2003 den Karl-Dedecius-Preis für deutsche Übersetzer polnischer Literatur und polnische Übersetzer deutschsprachiger Literatur.