Aktuelles
Aktuelle Themen 2015

Medienforum China - Deutschland 2015

Prominente Medienvertreter und Chefredakteure aus China und Deutschland sind in Stuttgart zusammengekommen, um über aktuelle Themen wie den Ukraine-Konflikt oder die Occupy-Bewegung in Hongkong zu diskutieren. Im 6. Medienforum China - Deutschland vom 26. bis 28. Mai 2015 beschäftigten sich die Experten mit dem Thema "Doing Media in a VUCA World", einer Welt geprägt durch "volatility, uncertainty, complexity" und "ambiguity".

Prominente Medienvertreter

Die deutschen Teilnehmer, darunter Andreas Cichowicz, Chefredakteur Fernsehen NDR, Manfred Hart, Chefredakteur für digitale Entwicklungsprojekte bei Bild.de, und Michael Maurer, stellvertretender Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung, diskutierten in der Robert Bosch Stiftung in Stuttgart unter anderem mit Hu Xijin, Chefredakteur der Global Times, Bai Yansong, Star-Moderator beim chinesischen Staatsfernsehen CCTV, und Dai Xiaojing, stellvertretender Chefredakteur von Caijing Magazine. Sie beschäftigten sich mit aktuellen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen, wie dem Ukraine-Konflikt, der Occupy-Bewegung in Hongkong oder den Auswirkungen des Anschlags auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" auf die internationale Medienbranche. Im Vorfeld des Forums trafen die acht chinesischen Medienvertreter den Stuttgarter Bürgermeister Werner Wölfle zu einem Gespräch rund um die Themen "deutscher Mittelstand" und "Stuttgart 21".
  • Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung:
    "Wir glauben an den Wert unseres Austauschs, weil er Hilfe zur Orientierung bieten kann, in einer Welt, die aktuell verwirrender ist denn je. Daher ist der direkte, vertrauensvolle Austausch wie ihn das deutsch-chinesische Medienforum bietet so wichtig. Wir gehen respektvoll, mit offenem Visier und großer Neugierde in die anderthalb Tage Diskussion."
  • Hu Xijin, Chefredakteur der Global Times:
    "Vom Erfolg oder Misserfolg der Kommunikation zwischen China und der westlichen Welt hängt entscheidend ab, ob das 21. Jahrhundert besser oder schlechter wird. Dabei kommt besonders dem Austausch zwischen China und Deutschland eine besondere Rolle zu."
  • Uta-Micaela Dürig, ab 1. Juli diesen Jahres neue Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, bilanzierte:
    "Dieses Forum liegt uns und liegt mir besonders am Herzen, weil wir hier mit unseren Partnern von der Global Times eine Plattform geschaffen haben, die das Prädikat 'echter Austausch' verdient. Es ist in den vergangenen 6 Jahren eine bemerkenswerte Atmosphäre und ein starkes Vertrauensverhältnis entstanden, das verglichen mit ähnlichen Treffen außergewöhnlich ist. Auf dem Medienforum haben wir spannende Themen beleuchtet und teils auch mit starken Worten diskutiert. Neben vielen Gemeinsamkeiten haben wir auch Trennlinien beschrieben. Trotz aller Unterschiede habe ich jedoch oft gedacht, wie wichtig es ist, nicht aufzuhören zu sprechen, auch hart Meinungen zu vertreten, dabei sich weiter kennenzulernen und das gegenseitige Verständnis auszuweiten."

Study Tour durch Baden-Württemberg

Auf einer zweitägigen, dem Forum nachgestellten Study Tour durch Baden-Württemberg machten die chinesischen Teilnehmer unter anderem Station in Tübingen, wo der heutige chinesische Ministerpräsident Li Keqiang Anfang der 1990er Jahre als damaliger Funktionär der Jugendliga der KPCh einen Stopp einlegte. Die Route führte die Teilnehmer zudem in den Schwarzwald und nach Friedrichshafen. Dort besichtigte die Delegation die Werke der Zeppelin Luftschifftechnik (ZLT) und sprach mit deren Chief of Operations, Michael Schieschke, über die Erfolgsgeschichte des Unternehmens. Zum Abschluss stand ein halbstündiger Zeppelinflug über den Bodensee auf dem Programm.

Die Robert Bosch Stiftung veranstaltet das Forum jährlich gemeinsam mit der Global Times, einer der auflagenstärksten chinesischen Tageszeitungen. Bisherige Stationen des Forums waren Shanghai, Berlin, Chengdu, Leipzig und Peking.