Our Common Future

Geförderte Projekte

Seit Beginn der Förderphase im Herbst 2015 haben folgende Projekte mit der Umsetzung ihrer Vorhaben begonnen. Die Kurzbeschreibungen geben Ihnen Einblicke in die Vielfalt der geförderten Projekte zum Thema Nachhaltigkeit.
Klimafreundliche Stadtteilbebauung
In Hamburg-Bergedorf wird in den kommenden Jahren ein neuer Stadtteil entstehen. Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9 der hiesigen Gretel Bergmann Schule werden gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Hamburg untersuchen, wie sich der Klimawandel auf das lokale Wettergeschehen auswirkt und welchen Einfluss die Bebauung auf das Wind- und Temperaturempfinden der Anwohner hat. Neben meteorologischen Messungen und deren Analyse werden die Jugendlichen mit Unterstützung der Wissenschaftler ein Modell des Stadtteils bauen, Experimente im Windkanal durchführen und schließlich klimafreundliche Bebauungsszenarien modellieren. Geplant ist, die Ergebnisse der Schulöffentlichkeit, im Stadtteil und an die Politik zu kommunizieren. Das Projekt erstreckt sich über drei Jahre und beginnt im Februar 2018.
Nachhaltige Ernährung
Im Kooperationsprojekt zwischen der Universität Osnabrück, dem Ratsgymnasium Osnabrück und dem Gymnasium „In der Wüste“ untersuchen Schülerinnen und Schüler ab der 8. Klasse, wie eine nachhaltige Ernährung aussehen kann: Neuartige Lebensmittel (z.B. Insekten, Algen oder in-vitro-Fleisch) und traditionelle Lebensmittel werden dazu vergleichend analysiert. Die natur- und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen orientieren sich an den Schlüsselkomponenten einer nachhaltigen Ernährung der Welternährungsorganisation FAO. Während des Projekts absolvieren die Jugendlichen verschiedene Forschungsmodule. Geplant ist, dass die Jugendlichen ihre Ergebnisse mit Hilfe der Lehrkräfte und Wissenschaftler in einer Fachzeitschrift publizieren. Das Projekt wird durchgeführt zwischen September 2017 und August 2019.
Plastikmüll in Gewässern
Im Rahmen eines Wahlpflichtkurses werden Schülerinnen und Schüler der des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums Wuppertal gemeinsam mit Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Instituts und Nachhaltigkeitsexperten des Wuppertaler Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) die Konzentrationen von Plastikmüll vergleichend untersuchen in Fließgewässern und im Meer. Dazu werden Proben entnommen und im Labor analysiert. Eine Exkursion auf die Nordseeinsel Helgoland ist geplant. Zudem werden die Acht- und Neuntklässler unter Anleitung den Transport von Plastik in der Wupper mit Holz-Driftern erforschen. Gleichzeitig werden die Auswirkungen von (Mikro)Plastik auf die Umwelt diskutiert und Möglichkeiten zur Verringerung des Plastikkonsums erschlossen. Ihre Ergebnisse präsentieren die Jugendlichen im Rahmen eines Tags der Offenen Tür an der Schule. Das Vorhaben findet über ein Schuljahr statt bis Oktober 2018.
Nachhaltigkeitsmaßnahmen im Forst
Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet nicht nur einen kontrollierten Holzeinschlag, sondern auch eine nachhaltige Bodennutzung. Im Kooperationsprojekt zwischen der Technischen Universität Kaiserslautern, dem Veldenz Gymnasium Lauterecken, dem BurgGymnasium Kaiserslautern und dem Rudi-Stephan-Gymnasium Worms erforschen die Schülerinnen und Schüler, ob die Ausbringung von Asche eine sinnvolle Maßnahme ist, um beanspruchten Waldböden wieder wichtige Nährstoffe zuzuführen. Dazu führen die Jugendlichen mit Unterstützung der Wissenschaftler u.a. Versuche im Labor und Freiland durch. Das Vorhaben findet über einen Zeitraum von zwei Jahren bis September 2019 statt.
Recycling von Biokunststoffen
Im Kooperationsprojekt zwischen der Leuphana Universität Lüneburg und dem Gymnasium Lüneburger Heide gehen rund 40 Schülerinnen und Schüler der Frage nach, wie das werkstoffliche Recycling von Biokunststoffen verbessert werden kann. Gemeinsam mit Wissenschaftlern untersuchen die Elftklässler, wie Kunststoffe auf Polymilchsäure-Basis modifiziert werden müssen, damit sie natürlich abbaubar sind. Ihre Ergebnisse werden die Jugendlichen an Akteure in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik kommunizieren. Forschungsaufenthalte an der Universität, Workshops und Exkursionen in der Region sind geplant. Das Projekt erstreckt sich über zwei Jahre und endet im Oktober 2019.
Optimierung von Photovoltaik-Modulen
Wie können Photovoltaik-Module durch Messmethoden optimiert werden? Welche Stör- und Fehlerquellen gilt es dabei zu beachten? Welche Risiken und Potenziale gibt es überhaupt bei der Nutzung von Sonnenlicht zur Stromerzeugung? In Arbeitsgruppen gehen Schülerinnen und Schüler des Leipziger Wilhelm-Ostwald-Gymnasiums diesen und anderen Fragen nach – gemeinsam mit Wissenschaftlern der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur. Nach einer Einarbeitungsphase erfolgen Versuchsaufbau und -durchführung im Labor sowie unter realen Umweltbedingungen. Die erhobenen Daten werden schließlich miteinander verglichen und die Ergebnisse präsentiert. Das Vorhaben wird durchgeführt von August 2018 bis Juli 2020; es folgt auf das Projekt „Energieautarke Messtechnik“.
Nachhaltiger Kleiderkonsum
Obwohl Umweltschutz- und Nachhaltigkeitsdenken bei Jugendlichen weit verbreitet sind, spiegelt sich dies kaum im tatsächlichen Kaufverhalten wider (Attitude-Behaviour-Gap). Gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Siegen untersuchen Schülerinnen und Schüler der Karl Kübel Schule Bensheim, welche Faktoren hierbei eine Rolle spielen. Dazu befragen die Jugendlichen ihre Altersgenossen, erstellen unter Anleitung Fragebögen und führen Leitfadeninterviews durch. Ziel ist u.a., Handlungsempfehlungen zu entwickeln, wie Einstellungen und Verhalten harmonisiert werden können. Da geprüft wird, ob bestehende Theorien des Kaufverhaltens von Erwachsenen auf Kinder und Jugendliche übertragen werden können, leisten die Schüler auch einen Beitrag zur Forschung. Das Projekt erstreckt sich über zwei Jahre mit Start im Oktober 2017.
Convenience-Produkte und Nachhaltigkeit
Im Kooperationsprojekt zwischen der Universität Osnabrück und dem Gymnasium Carolinum gehen rund 20 Oberstufenschülerinnen und Schüler der Frage nach, ob vegetarische Fleisch- und Wurstersatzprodukte tatsächlich eine nachhaltige Alternative sind. Dazu erforschen die Jugendlichen nicht nur das Produkt an sich; sie nehmen auch die Verpackung und das Thema „Belastung der Umwelt durch Mikroplastik“ in den Blick. Hierbei können die Schüler einen Beitrag zur Weiterentwicklung von wissenschaftlichen Experimenten leisten, die der Trennung von Mikroplastik aus dem Sediment dienen. Neben Workshops sind Exkursionen in der Region geplant, u.a. zu einem Unternehmen, das vegetarische Wurstersatzprodukte produziert und zu einer Kläranlage, die über Mikroplastik-Filter verfügt. Das Projekt wird durchgeführt von März 2017 bis August 2019.
Auswirkungen des Klimawandels auf Lebewesen
Ob und in welcher Form sich der Klimawandel auf die lokale Tier- und Pflanzenwelt auswirkt, erforschen Schülerinnen und Schüler der Max-Planck-Schule in Rüsselsheim mit Wissenschaftlern der Hochschule RheinMain. Dazu werden die Jugendlichen z.B. das Brut- und Zugverhalten von Vögeln dokumentieren oder Wachstumsprotokolle von ausgewählten Pflanzen anfertigen. Parallel dazu wird eine andere Schülergruppe eine Wetterstation entwickeln und betreiben. Die gemessenen Wetterdaten werden dann mit älteren Datensätzen verglichen, die das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) zur Verfügung stellt. Alle erhobenen Daten werden schließlich von den Schülern mit Unterstützung der Wissenschaftler ausgewertet, miteinander verglichen und auf Zusammenhänge untersucht. Das Projekt erstreckt sich über drei Jahre und endet im Januar 2020.
Energie und Nachhaltigkeit in der Stadt
Etwa 40 Prozent des Energiebedarfs einer Stadt wird in Gebäuden verbraucht. Die Wärmebereitstellung hat dabei einen besonders großen Anteil. In Teams werden Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs des Couven Gymnasiums in Aachen gemeinsam mit Wissenschaftlern der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen erforschen, wie die Energieversorgung in der Stadt zukünftig nachhaltiger gestaltet werden kann. Dabei betrachten sie nicht nur das Nutzungsverhalten von Einzelpersonen, sondern beziehen auch Energiewandler, Gebäudeeigenschaften sowie bestehende Versorgungsstrukturen in die Analyse ein. Die Ergebnisse der Schülerforschung werden schließlich auf einer öffentlichen Abschlussveranstaltung präsentiert. Das Projekt erstreckt sich über ein Schulhalbjahr und endet im August 2017.
Garten der Kulturen
Im Rahmen einer Forschungs-AG werden Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule „Heinrich Heine“ gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität Halle-Wittenberg einen „Garten der Kulturen“ konzipieren und umsetzen auf einer Brachfläche in Halle-Neustadt. Unter Anleitung werden die Jugendlichen im naturwissenschaftlichen Teil u.a. den Boden geoökologisch untersuchen, um bestimmen zu können, welche Pflanzen für den Anbau geeignet sind. Mit Blick auf eine nachhaltige Stadtentwicklung werden im sozialwissenschaftlichen Teil des Forschungsprojekts die Anwohner einbezogen: Mittels Fragebögen wird eruiert, welche Anforderungen und Bedarfe es in Bezug auf einen „Garten der Kulturen“ gibt, die dann bei der Konzeption berücksichtigt werden. Exkursionen zu Forschungseinrichtungen und bestehenden Gartenprojekten sind geplant. Das Vorhaben findet über einen Zeitraum von zwei Jahren bis März 2019 statt.
Untersuchung des Ökosystems Mittelelbe
Im Kooperationsprojekt zwischen dem Bismarck-Gymnasium Genthin, der Universität Halle-Wittenberg und der Technischen Hochschule Brandenburg werden Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis zwölf übergreifend den komplexen Naturraum Mittelelbe untersuchen – ökologisch sowie sozioökonomisch. Beispielsweise erfassen Schüler der 5. Klasse mit Hilfe der Wissenschaftler in und am Wasser lebende Tierarten und identifizieren Artengemeinschaften, während Schüler in Klassenstufe 9 eruieren, wie der Naturraum vom Menschen genutzt wird. Ziel des Vorhabens ist, dass sich die Jugendlichen über ihre Forschungsarbeiten ein umfangreiches Verständnis des Ökosystems Mittelelbe aneignen. In das Projekt sind außerdem das Hildebrand-Gymnasium Stendal und das Diesterweg-Gymnasium Tangermünde-Havelberg eingebunden. Es wird durchgeführt zwischen April 2017 und Juli 2019.
Einfluss des Klimawandels auf Pflanzen
Pflanzen und die auf ihnen lebenden Mikroben sind besonders vom Klimawandel betroffen, da sie ihren Standort nicht wie Mensch oder Tier verändern können. Die Mikroben beeinflussen zudem Pflanzenwachstum und -gesundheit. Welche Effekte Umweltveränderungen auf sie haben, erforschen Schülerinnen und Schüler der Erzbischöflichen Ursulinenschule Hersel und des Ville-Gymnasiums Erftstadt zusammen mit Forschern des CEPLAS-Exzellenzclusters für Pflanzenwissenschaften an der Universität zu Köln. Die Jugendlichen werden u.a. mehrwöchige Freilandversuche durchführen und von ausgewählten Standorten Wurzelproben entnehmen, die sie mithilfe der Wissenschaftler im Labor analysieren. Die Ergebnisse der Schülerforschung sollen auch in eine Gesamtstudie des Exzellenzclusters einfließen. Das Projekt wird durchgeführt von September 2016 bis August 2019.
Potenzial von Biokohle
Kohlenstoffdioxid (CO2) gehört zu den stärksten Treibern des Klimawandels. Um internationale Klimaschutzziele zu erreichen, muss der Anteil von CO2 in der Atmosphäre deutlich reduziert werden. Kann die Nutzung von Biokohle in der Landwirtschaft zu einer Reduktion der CO2-Emissionen beitragen? Verbessert Biokohle gleichzeitig die Bodenfruchtbarkeit? Diese Fragen erforschen Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse des Marta-Schanzenbach-Gymnasiums in Gengenbach gemeinsam mit Wissenschaftlern der Hochschule Offenburg. Im Rahmen von Workshops, Forschungspraktika an der Hochschule, Exkursionen und Feldversuchen untersuchen sie den Einsatz von Biokohle im Kartoffel- und Weinanbau, um den Kohlenstoffkreislauf der Natur besser zu verstehen. Das Projekt findet über einen Zeitraum von 3 Jahren bis August 2019 statt.
Geologische Ressourcen und Nachhaltigkeit
Am Beispiel der geologischen Ressource Gold werden Schülerinnen und Schüler der Hans-Böckler-Schule den Zusammenhang erforschen zwischen ihrer Verbreitung, Nutzung und den damit verbundenen Aspekten der Nachhaltigkeit. Ausgangspunkt ist ein Alltagsgegenstand: das Smartphone; es enthält angereichertes Gold. Unter Anleitung von Wissenschaftlern der Universität Erlangen-Nürnberg werden die Schüler u.a. Gold separieren, während eines Forschungsaufenthalts am GEO-Zentrum an der Kontinentalen Tiefenbohrung seine Eigenschaften erforschen und die Entstehung einer Gold-Lagerstätte modellieren. Mit ihrer Feld- und Laborarbeit leisten die Schüler einen Beitrag zu einer wissenschaftlichen Vorstudie, die sich mit der Verteilung von Gold in Nordostbayern auseinandersetzt. Das Projekt wird über 2 Jahre durchgeführt und endet im September 2018.
Nachhaltige Textilwirtschaft
Wie Jugendliche Textilien konsumieren, untersuchen Schülerinnen und Schüler der Friedrich-List-Schule Ulm in Zusammenarbeit mit dem Institut für Nachhaltige Unternehmensführung der Universität Ulm. Mit Unterstützung der Wissenschaftler werden die Schüler einen Fragebogen erstellen zum Nutzungsverhalten von Kleidung bei Jugendlichen. Anschließend befragen sie ihre Mitschüler und werten die Ergebnisse quantitativ aus. Die Erkenntnisse der empirischen Untersuchung sollen dann in die Reallabor-Forschung am Standort Dietenheim einfließen. Exkursionen zu ökologisch produzierenden Modeunternehmen sind geplant. Das Projekt erstreckt sich über ein Schuljahr mit Start im September 2016.
Einstellungsveränderungen durch Klimaprojekte
Im sozialwissenschaftlichen Projekt zwischen dem Karl-von-Closen-Gymnasium Eggenfelden und der Universität Innsbruck erforschen Schülerinnen und Schüler, ob Klimaschutzprojekte für Jugendliche auch in ihrem familiären Umfeld zu Einstellungsveränderungen führen. Ausgangspunkt ist das K.i.d.Z. 21-Projekt, bei dem Schule und Universität bereits seit 2012 kooperieren, um das Bewusstsein von Jugendlichen zum Klimawandel zu stärken. Die Evaluation des Projekts hat signifikante Änderungen in den Einstellungen der Schüler zur Thematik ergeben. Nun befragen die Schüler Eltern und Geschwister, ob sich das K.i.d.Z. 21-Projekt auch auf ihr Wissen zum Thema Klimawandel ausgewirkt und ggf. sogar zu Verhaltensveränderungen geführt hat. Eine wissenschaftliche Publikation der Ergebnisse wird angestrebt. Das Projekt wird durchgeführt im Zeitraum von 3 Jahren bis September 2019.
Ressourcenschonender Pflanzenanbau
Im Kooperationsprojekt zwischen dem Gymnasium Vegesack und dem Institut für Raumfahrtsysteme des DLR Bremen erforschen die Jugendlichen die Bedingungen, unter denen ein maximaler Pflanzenertrag so ressourcenschonend wie möglich erzielt werden kann. Nach einem Einführungsworkshop werden die Schülerinnen und Schüler 6-monatige Versuchsreihen mit Wachstumskammern durchführen. Davon kann die Raumfahrtforschung profitieren, die mittelfristig eine bemannte Mission zum Mars realisieren möchte und dafür an Ergebnissen zum Pflanzenanbau in geschlossenen Kreisläufen interessiert ist. Das Projekt startet im Oktober 2016 und wird über 3 Jahre durchgeführt.
Abwasserreinigung durch Katalyse
Rückstände von Medikamenten gelangen kontinuierlich in die Umwelt, vor allem ins Abwasser; sie können sich negativ auf die Gesundheit von Mensch und Tier auswirken. Schülerinnen und Schüler des Wilhelm-Ostwald-Gymnasiums und des Gustav-Hertz-Gymnasiums in Leipzig untersuchen in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung geeignete Verfahren zur Abwasserreinigung. Mit Unterstützung der Wissenschaftler werden sich die Schüler konkret mit der Enzym- und Photokatalyse auseinandersetzen sowie entsprechende Modellreaktoren zur Abwasseraufbereitung entwickeln und bauen. Anschließend führen sie Testreihen zum Abbau von Arzneien durch. Die Resultate werden im Rahmen einer Projektwoche diskutiert und danach öffentlichkeitswirksam präsentiert. Das Projekt wird durchgeführt von Oktober 2016 bis September 2018.
Bekämpfung des Bienensterbens
Kann die Bienen vernichtende Varroamilbe statt mit Chemikalien wirksam durch Bücherskorpione, ihre natürlichen Fressfeinde, bekämpft werden? Dies erforschen 33 Schülerinnen und Schüler der Imker-AG und der Schülerfirma Imkerei der Integrierten Gesamtschule List in Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover und dem Institut für Bienenkunde Celle. Dazu werden sie in einer Vergleichsstudie 40 Bienenvölker an fünf Standorten im Raum Hannover untersuchen. Zudem wird ein Austausch mit der Otto-Hahn-Schule in Hamburg erfolgen, die bereits wichtige Haltungsbedingungen für Bücherskorpione untersucht hat. Um weitere Schüler der IGS List an dem Projekt teilhaben zu lassen, wird ein "gläserner Bienenstock" im Schulgarten installiert und das Treiben der Bienen in den Pausenraum übertragen. Das Projekt startete im März 2016 und erstreckt sich über zwei Jahre.
Mode und Nachhaltigkeit
Das Thema Mode ist bei vielen Jugendlichen omnipräsent. Doch wie können Heranwachsende nachhaltig im Modemarkt agieren? Im sozialwissenschaftlichen Projekt „Mode und Nachhaltigkeit – Textile Your Future!“ werden Schülerinnen und Schüler der Staudinger Gesamtschule mit Unterstützung der Pädagogischen Hochschule Freiburg den Konsumgüterbereich Mode erforschen und neue Erkenntnisse zur Nachhaltigkeitgewinnen. Sie werden dazu Interviews mit Verbrauchern, Experten und Modeunternehmen führen und ihre Ergebnisse in einem Maßnahmenkatalog zusammenfassen. Dieser wird in einer mehrteiligen Radiosendung präsentiert. Kooperationspartner sind das Öko-Institut e.V. und die Hohenstein Institute, die u.a. zu textilen Produkten forschen. Das Projekt wird durchgeführt im Schuljahr 2016–2017.
Energieautarke Messtechnik
Energie- und Ressourceneffizienz sind zentrale Nachhaltigkeitsziele. Im Kooperationsprojekt der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, des Wilhelm-Ostwald-Gymnasiums und der SDS Schwingungs Diagnose Service GmbH werden Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse zunächst theoretisch in die Thematik eingeführt. Anschließend erfahren die Jugendlichen, wie man die Prämisse der Energieeffizienz praktisch und industrienah umsetzen kann. Mit Unterstützung der Wissenschaftler entwickeln, installieren und testen sie ein kabelloses, energieautarkes Sensormodul: Es nutzt „verloren gegangene“ Energie aus der Umgebung, um den für seinen Betrieb nötigen Strom selbst zu produzieren (energy harvesting). Ein solches Sensormodul könnte in der industriellen Prozessüberwachung verwendet werden, die den korrekten Ablauf der Produktion sichert. Das Projekt erstreckt sich über zwei Jahre und endet im Februar 2018.
CAMMP science – Mathematische Modellierung
Im Projekt „CAMMP science“ werden Schülerinnen und Schüler des Kaiser-Karls-Gymnasiums Aachen unter Anleitung von Wissenschaftlern der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen aktuelle Nachhaltigkeitsfragen mithilfe mathematischer Modellierung bearbeiten. Zunächst werden sich ca. 125 Schüler mit der Optimierung eines solarthermischen Kraftwerks befassen. Im Anschluss daran erhält eine kleinere Schülergruppe die Möglichkeit, in einer Forschungs-AG ein Jahr lang reale Fragestellungen von Universitätsinstituten und Unternehmen zu bearbeiten, so u.a. die Frage: Wie kann sich die Stadt Aachen selbstständig ein Jahr lang ausschließlich mit erneuerbaren Energien versorgen? Eine Teilnahme der jugendlichen Forscher an Wettbewerben ist geplant. Das Projekt wird durchgeführt von Februar 2016 bis Juni 2017.
Potenzial alternativer Energieformen
Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen des Kant-Gymnasiums Boppard und der Beruflichen Gymnasien Carl-Benz in Koblenz und August-Horch in Andernach werden in Zusammenarbeit mit der Universität Koblenz-Landau diverse Fragestellungen bearbeiten zum Thema alternative Energien wie Windkraft, Solarenergie oder Wasserstoff als Treibstoff. Sie werden selbstständig Recherchen durchführen und mathematische Modelle erstellen, die es schließlich anzuwenden und zu validieren gilt. Die Ergebnisse werden in der Schule in den MINT-Fächern kritisch diskutiert. Exkursionen und eine öffentliche, schulübergreifende Abschlussveranstaltung runden das Projekt ab. Es wird durchgeführt von Dezember 2015 bis November 2016.
Wasserstoffnutzung für den Nahverkehr
Stichwort „Verkehr der Zukunft“: Ist Wasserstoff eine vielver-
sprechende alternative Antriebsquelle für Fahrzeuge? Dieser Frage gehen Schülerinnen und Schüler des Carl-Friedrich-Gauß Gymnasiums nach zusammen mit Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für innovative Mikroelektronik. Die Schüler ermitteln den Bedarf für die Umstellung des öffentlichen und privaten Nahverkehrs auf wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge im Raum Frankfurt (Oder) und nehmen eine technische und betriebswirtschaftliche Bewertung der Ergebnisse vor. Die regionale Stadtverkehrsgesellschaft mbH Frankfurt (Oder) unterstützt das Projekt. Begleitend sind verschiedene Exkursionen geplant, z.B. zur Daimler AG in Stuttgart. Das Projekt erstreckt sich über drei Schuljahre und endet im August 2018.
Ökologische Auswirkungen des Klimawandels
Im Projekt „Expedition Zukunft“ erforschen Oberstufenschülerinnen und -schüler des Schyren-Gymnasiums Pfaffenhofen mit Wissenschaftlern der Technischen Universität München die ökologischen Auswirkungen des Klimawandels in der Zugspitzregion und im höchsten Gebirge Norwegens, in Jotunheimen. Während eine Schülergruppe verschiedene Forschungsfragen im Rahmen ihres Wissenschaftspropädeutischen Seminars bearbeitet, ist eine andere Gruppe als Teil ihres Projekt-Seminars für die gesamte Planung und Durchführung der Expeditionen verantwortlich. Die Forschungsergebnisse der Schüler sollen nach Möglichkeit publiziert werden. Das Projekt wird durchgeführt im Zeitraum von zwei Jahren bis September 2017.

Bei dem Vorhaben handelt es sich um eine Weiterentwicklung des „Expeditionary Learning Alpine (ELPIN)“-Projekts, das 2013 den Preis "Schule trifft Wissenschaft" der Robert Bosch Stiftung gewonnen hat.